Gesundheit: Halsweh - was tun bei Halsschmerzen?

Es kann als Begleiterscheinung einer Erkältung auftreten oder auch ganz allein: Halsweh hat viele Facetten. Was sollten Sie darüber wissen?

Gegen Halsweh können manchmal schon einfache Hausmittel helfen. 

Oft gehört Halsweh zusammen mit Abgeschlagenheit zu den ersten Warnsignalen, die eine nahende Erkältung ankündigen. Die häufigste Ursache für Halsweh sind Virusinfektionen. Für Erwachsene sind zwei bis drei Erkältungen pro Jahr nicht ungewöhnlich, und Kinder haben sogar durchschnittlich acht bis zehn Mal Halsweh. Manchmal sind Halsschmerzen auch ein Symptom bei Grippe oder einer anderen, durch Viren ausgelösten Infektion, zum Beispiel einer Pharyngitis. In den meisten Fällen sind Halsschmerzen und Schnupfen harmlos und werden bald wieder vergehen.

Allerdings gibt es auch Halsschmerzen, die man so schnell nicht vergisst – zum Beispiel, wenn es sich um eine Mandelentzündung handelt. Die geschwollenen und geröteten Mandeln pochen und schmerzen,  das Schlucken und womöglich auch das Öffnen des Mundes tut weh. Bei diesen Beschwerden sollten Sie sich schleunigst zum Arzt begeben, denn mit einer Tonsillitis, wie die Mandelentzündung auch heißt, ist nicht zu spaßen.
Besonders riskant wird es, wenn sich zu den Viren als Auslöser auch Bakterien gesellen und wenn die Mandelentzündung eitrig wird. Wenn Eisessen zur Kühlung und entzündungshemmende Medikamente nicht helfen, muss so mancher Patient sich einer Mandel-Operation unterziehen. Die gute Nachricht: Diese Art von Halsweh müssen Sie dann nie wieder fürchten!

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Warum haben wir so oft Halsweh?

Der Rachenraum ist komplett mit Schleimhäuten ausgekleidet, die das perfekte Einfallstor für Krankheitserreger bilden – durch Einatmen oder durch die Übertragung von Viren mit den Händen zum Mund. Ist unser Immunsystem gut in Form und die Schleimhäute gesund und gut durchblutet, können sie die Angreifer oft genug abwehren. Aber es kommt auch häufig vor, dass wir

  • nicht genug trinken
  • gestresst sind
  • zu wenig geschlafen haben
  • uns vielleicht nicht so gesund ernähren, wie wir sollten.

Wenn die Schleimhäute schlechter durchblutet sind, austrocknen und spröde und rissig werden, dann haben beispielsweise die über 200 verschiedenen Erkältungsviren leichtes Spiel. Es kratzt im Rachen, wir bekommen Halsweh. Je nachdem, wie unsere Abwehrkräfte aufgestellt sind, vergehen die Halsschmerzen nach ein, zwei Tagen einfach wieder – oder wir bekommen beispielsweise eine Rachenentzündung (Pharyngitis) oder eine Kehlkopfentzündung (Laryngitis).

Diese Entzündungen der Schleimhäute werden oft zum Begleiter eines grippalen Infekts. Manchmal entstehen daraus jedoch auch noch weitere Erkrankungen – insbesondere wenn Bakterien es schaffen, sich an die Primärerkrankung anzuhängen. Dies kann beispielsweise eine Bronchitis sein, die Ihnen einen anhaltenden und produktiven Husten beschwert und möglicherweise eine Antibiotika-Behandlung notwendig macht.

Weitere Gründe für Halsweh

Luftqualität: Trockene Heizungsluft im Winter, die den Hals austrocknen, oder auch Rauch und Luftverschmutzung können die Schleimhäute reizen und Halsweh hervorrufen. Trinken Sie reichlich und regelmäßig Wasser, um die Schleimhäute von den Reizstoffen zu befreien und um sie zu befeuchten. Und soweit möglich, vermeiden Sie schlechte Luft und sorgen Sie in Wohnräumen für eine angenehme Luftfeuchtigkeit.

Allergien: Pollenallergien, von vielen als Heuschnupfen bezeichnet, und Allergien gegen Hausstaub und andere Stoffe können beim Einatmen die Schleimhäute irritieren. Ein unangenehmes juckendes Gefühl oder Halskratzen ist die Folge – auch hier hilft regelmäßiges Trinken. Außerdem können Sie Ihre Schleimhäute mit Lutschtabletten beruhigen und befeuchten, damit sie Sie nicht anfälliger für Viren machen.

Sodbrennen: Reflux ist ein unangenehmer Schmerz, der entsteht, wenn ein wenig von Ihrem Mageninhalt in die falsche Richtung, nämlich zurück in die Speiseröhre fließt. Die Magensäure sorgt dabei für einen stechenden Schmerz, der bis in den Hals hinaufzieht. Gelegentliches Sodbrennen ist kein allzu großer Grund zur Sorge – manchmal hat man einfach etwas Falsches oder zu viel gegessen.

Chronische Sinusitis: Wenn die Nasennebenhöhlen entzündet sind und die Nase ständig läuft, kann es vorkommen, dass sie nicht nur sichtbar tropft, sondern dass das Nasensekret auch in den Rachen fließt. Die Folgen sind ein gereizter Rachenraum, das Bedürfnis sich ständig zu räuspern, Halsweh, Husten und möglicherweise Heiserkeit. Die Nasenatmung wird dadurch möglicherweise ebenso beeinträchtigt wie Geruchs- und Geschmackssinn. Oft entsteht dieses Leiden unbemerkt – wenn Sie die ursächliche Nebenhöhlenentzündung behandeln, werden Sie jedoch hoffentlich auch das Halsweh und die anderen Symptome wieder los.

Mundhygiene: Wenn die Zahn- und Zahnfleischpflege nicht ganz konsequent ist oder man Probleme mit schlecht sitzendem Zahnersatz hat, dann gibt man Viren und Bakterien eine gute Möglichkeit Fuß zu fassen. Die Folge kann unter anderem auch Halsweh sein. Also her mit Zahnbürste und Zahnseide, Interdentalbürsten, desinfizierendem Mundwasser und einem Termin für eine professionelle Zahnreinigung!

Wann sollte man mit Halsweh zum Arzt gehen?

Auch wenn Halsschmerzen oft harmlos sind – manchmal geht es nicht ohne ärztliche Hilfe.

Wer sich richtig krank oder extrem geschwächt fühlt, sollte auf jeden Fall zum Arzt gehen, denn Halsschmerzen können auch auf ernstere Krankheiten hindeuten.
Halsweh in Kombination mit Brustschmerzen, Schulter- und Rückschmerzen kann ein Warnzeichen sein – möglicherweise handelt es sich um einen Herzinfarkt.

Fieber und Schüttelfrost, starker Husten und Atemnot, Probleme beim Mundöffnen oder das Gefühl, einen Kloß im Hals zu haben, sind weitere Indikationen, die einen Arztbesuch dringend erforderlich machen, um die Ursachen zu finden.

Hausmittel, die gegen Halsweh helfen

Natürlich gibt es rezeptfreie Medikamente und Schmerzmittel, die Sie nach Rücksprache mit dem Apotheker erwerben können – Tabletten, Lutschpastillen, Gurgellösungen zum Beispiel. Aber viele althergebrachte Hausmittel helfen bei gewöhnlichen Halsschmerzen ebenso gut wie Medizin aus der Apotheke. Die Gesundheits-Tipps von Mama und Oma sind eben doch nicht so schlecht!

Der einfachste Tipp: Bei Husten und Halsschmerzen immer schön warmhalten. Ein Schal oder im Sommer ein Tuch sorgen dafür, dass Ihr Hals vor Zugluft und vor Temperaturschwankungen geschützt ist.

Auch Wärme von innen hat sich bewährt – trinken Sie bei Halsschmerzen und Husten Kräutertees: Salbei und Spitzwegerich wirken entzündungshemmend, Malve beruhigt und schützt die Schleimhäute, Kamille wirkt krampflösend. Isländisch Moos und Eibischwurzel sind weitere Klassiker aus der Kräuterküche, die gegen Halsweh helfen. Heißes Ingwerwasser tut ebenfalls gut.

Von Salbei über Wickel bis zu Ingwerwasser

Gurgeln kann helfen, die Schleimhäute von Krankheitserregern zu befreien, zum Beispiel mit antiseptischem Salbeitee. Sie können aber auch mit einer Salzlösung gurgeln: Einfach einen Teelöffel Salz in einem großen Glas mit warmem Wasser auflösen und damit gurgeln. Das regt die angegriffenen Schleimhäute dazu an, zu heilen und sich zu erneuern. Dann geht es Ihrem Hals und Rachen bald besser.

Warme oder kalte Halswickel sind eine sehr effektive Maßnahme, um Halsschmerzen zu lindern. Tränken Sie ein Küchenhandtuch mit warmem Wasser oder auch mit einem Kräutertee, wringen Sie es etwas aus und wickeln Sie es um den Hals. Darüber kommt ein trockenes Handtuch oder ein Schal, mit dem Sie alles fixieren. Warme Halswickel sind gut gegen Schmerzen, kalte Wickel können Schluckbeschwerden lindern.

Köstlicher Honig soll ebenfalls eine Wohltat bei Halsweh sein, denn seine antiseptischen Eigenschaften fördern die Heilung. Geben Sie also ruhig einen Löffel Honig in Ihren Kräutertee oder zu Ihrem Ingwerwasser, lutschen Sie ihn pur oder als Honigbonbon. Besonders starke Heilwirkung wird dem Manukahonig aus Neuseeland zugeschrieben. Bedienen Sie sich in der Hausmittel-Apotheke von Mutter Natur – dann ist Ihr Halsweh hoffentlich bald wieder vergessen.

Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen, weshalb wir Ihnen dringend ans Herz legen, einen Spezialisten aufzusuchen. Gute Besserung wünscht Ihr GALA.de-Team.

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