Ratgeber: Erkältung – Symptome, Verlauf, Behandlung

Schon wieder eine Erkältung! Ob Husten, Schnupfen oder Halsschmerzen – mit den unliebsamen Symptomen einer Erkältung müssen wir uns durchschnittlich zwei- bis fünfmal im Jahr herumschlagen. Wie lange die Beschwerden anhalten, welche Hausmittel akute Linderung verschaffen und wann ein grippaler Infekt ein Fall für den Arzt ist

Die typischen Symptome einer Erkältung sind vor allem Schnupfen und ein allgemeines Krankheitsgefühl

Was ist eine Erkältung?

Eine Erkältung (grippaler Infekt) ist eine Infektionskrankheit, bei der Viren die oberen Atemwege – also Mund- und Nasenhöhle, Nasennebenhöhlen, Rachen und Kehlkopf – befallen. Im Winter kommen weit mehr über 200 verschiedene Virenarten als Auslöser für die Entzündung der oberen Atemwege in Frage. Besonders oft machen uns die sogenannten Rhino- und Coronaviren das Leben schwer. Bakterien sind seltener die Ursache für Erkältungskrankheiten. Ob Viren oder Bakterien die Krankheitserreger sind, lässt sich anhand der Schleimbildung erkennen: Weißer oder klarer Schleim deutet auf einen Virusinfekt hin. Bei einer bakteriellen Infektion hingegen, tritt gelblich bis grüner Auswurf auf. Hinzu kommt anhaltendes Fieber.

Erkältung: Symptome

Haben sich die Erkältungsviren im Körper ausgebreitet, dauert es etwa ein bis zwei Tage, bis erste Symptome vorliegen. Die typischen Erkältungssymptome zeigen sich vor allem im Hals-, Nasen- und Rachenbereich. Dort sind die Schleimhäute besonders entzündet. Zu den ersten Anzeichen einer Erkältung gehören ein trockenes, kratziges Gefühl im Hals, Schluckbeschwerden, eine laufende Nase sowie starker Niesreiz. Im weiteren Verlauf der Erkrankung können folgende Symptome hinzukommen:

  • Husten
  • Schnupfen
  • Halsschmerzen
  • Heiserkeit
  • Kopfschmerzen
  • Gliederschmerzen
  • Allgemeines Krankheitsgefühl
  • Frösteln
  • Erhöhte Temperatur

Reizhusten loswerden

Hustenreiz: Was kann man gegen das Kratzen im Hals tun?

Ein Hustenreiz macht sich als lästiges Kitzeln im Hals bemerkbar

Erkältung und Grippe – das sind die Unterschiede

Die Grippe – medizinisch auch als Influenza bezeichnet – ist hinsichtlich ihrer Symptome, ihres Verlaufs und ihrer Schwere von einem grippalen Infekt zu unterscheiden. Die Krankheit tritt sehr plötzlich und heftig auf, Beschwerden wie Husten, hohes Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen treten nebeneinander auf, fallen aber stärker aus als bei einer Erkältung. Schnupfen ist ein eher seltener Begleiter der Grippe. Die Auslöser einer "echten“ Grippe sind Influenzaviren. Sie sind dafür verantwortlich, dass der Heilungsprozess länger andauert als bei einer Erkältung: Grippe-Patienten leiden häufig bis zu zwei Wochen unter den Beschwerden.

Fieber ist in der Regel kein Erkältungssymptom, sondern deutet vielmehr auf eine Grippe hin

Wie lange dauert eine Erkältung?

Eine Erkältung bei Erwachsenen dauert zwischen sieben und zehn Tagen, wenn keine Komplikationen auftreten. Bei Kindern können sich die Beschwerden bis zu 14 Tage hinziehen. Der Erkältungsverlauf kann als kurvenförmig beschrieben werden: An den ersten beiden Tagen nehmen die Erkältungssymptome zu, erreichen an Tag drei ihren Höhepunkt und klingen ab Tag vier wieder langsam ab.

Erkältung

Verlauf und Dauer

Erkältung Verlauf: Um einen grippalen Infekt optimal zu behandeln, ist es wichtig zu erkennen, in welcher Phase der Erkältung Sie sich gerade befinden

Erkältung: Wann zum Arzt?

Halten die Beschwerden nach einer Woche an oder verschlimmern sich sogar, sollten Sie einen Arzt zurate ziehen.

Was tun bei Erkältung?

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die Symptome einer Erkältung ohne Medikamente zu lindern. Mit Hausmitteln können Sie die Erkrankung selbst behandeln.

Erkältungszeit

Omas Hausmittelchen gegen nächtliches Husten

Omas Hausmittel
In der kalten Jahreszeit hangelt man sich meist von einer Erkältung zur nächsten. Helfen können da oft nur noch Omas altbewährte Hausmittelchen.
©Gala

Folgende Hausmittel helfen Ihnen dabei, einen grippalen Infekt schnell wieder loszuwerden:

  • Salzwasser
  • Honig
  • Hühnerbrühe
  • Zwiebelsirup
  • Quarkwickel
  • Kamillentee

Bei Erkältung hilft Kamillentee wahre Wunder. Auch wichtig: ausruhen

Wie ansteckend ist eine Erkältung?

Eine Erkältung ist ansteckend. Schuld daran ist der leichte Übertragungsweg: Die Erkältungsviren werden über Schmier- oder Tröpfcheninfektion weitergegeben. Bei der Schmierinfektion erfolgt die Übertragung der Viren über die Berührung infizierter Gegenstände wie zum Beispiel Türklinken, Treppengeländer und Geldscheinen. Bei der Tröpfcheninfektion hingegen gehen Speicheltröpfen samt Viren beim Husten, Sprechen oder Niesen auf Wanderschaft und gelangen dabei in die Atemwege gesunder Menschen. Auch das Händeschütteln ermöglicht Erregern, auf gesunde Menschen überzugehen. Die Infektionsgefahr ist in den ersten zwei bis drei Tagen nach Ausbruch der Erkältung am größten. 

Wie kann man einer Erkältung vorbeugen?

Der beste Schutz vor Erkältung ist Vorbeugung. So kann die richtige Lebensweise uns mitunter vor einer Ansteckung schützen. Diese Maßnahmen können Sie ergreifen:

  1. Gründliches Händewaschen. Die Hände sollten mindestens 20 bis 30 Sekunden mit Seife gewaschen und intensiv abgewaschen werden. Wer sich auf diese Weise mindestens zehn Mal täglich die Hände wäscht, kann sein Ansteckungsrisiko um die Hälfte senken.
  2. Wechselduschen. Wer sich nach jedem Duschgang abwechselnd mit warmem und kaltem Wasser abbraust, stärkt seine körpereigenen Abwehrkräfte.
  3. Warm halten, vor allem die Füße. Kalte Füße können eine schlechtere Durchblutung des ganzen Körpers zur Folge haben, besonders in den Schleimhäuten der Atemwege. Dadurch haben Erkältungsviren es leichter, sich auszubreiten.
  4. Sport machen. Wer sich an fünf Tagen in der Woche mindestens 30 Minuten körperlich betätigt, stärkt sein Immunsystem.
  5. Frische Luft. Beim Spazieren gehen bringen wir Kreislauf und Stoffwechsel wieder in Schwung. Außerdem atmen wir die von den Pflanzen abgegebenen sogenannten Phytonzyden ein. Pflanzen bilden diese Substanz, um sich vor Krankheitserregern zu schützen. Die Substanz hat auch einen stärkenden Effekt auf unser Immunsystem und befreit gleichzeitig unsere Atemwege.
  6. Die richtige Luftfeuchtigkeit. Die Luftfeuchtigkeit sollte in Räumen nicht unter 50 Prozent sinken. Trockene Luft öffnet Viren und Bakterien den Weg in trockene Schleimhäute. Ein Luftbefeuchter schafft Abhilfe.
  7. Zink. Forscher haben bestätigt, dass die Zufuhr von Zink in Form von Lutschtabletten die Erkältungsdauer um einen Tag verkürzt. Ärzte empfehlen 75 Milligramm täglich.

Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen, weshalb wir Ihnen dringend ans Herz legen, einen Spezialisten aufzusuchen. Gute Besserung wünscht Ihr GALA.de-Team.

Verwendete Quellen: ÄrzteZeitung

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