Erkältung: Verlauf und Dauer

Eine einfache Erkältung dauert etwa acht bis zehn Tage und verläuft in mehreren Phasen. Der typische Verlauf einer Erkältung und ihre Symptome im Überblick

Erkältungsverlauf: Um einen grippalen Infekt optimal zu behandeln, ist es wichtig, zu erkennen, in welcher Phase der Erkältung Sie sich gerade befinden

Wie lange dauert eine Erkältung?

Die 3-Tage-Regel besagt: Eine Erkältung baut sich in drei Tagen auf, bleibt drei Tage und klingt nach drei Tagen wieder ab. Doch ist diese Behauptung wahr oder nur eine von vielen Erkältungsmythen? In diesem Fall hat der Volksmund gar nicht so Unrecht. Die Regel entspricht tatsächlich dem klassischen Erkältungsverlauf.

Wie beginnt der Verlauf einer Erkältung?

Die Inkubationszeit – also die Zeit, die vom Anstecken mit den Erkältungsviren bis zum Ausbrechen der Erkrankung verstreicht  – beträgt bei einem grippalen Infekt ein bis drei Tage. Je nach Erreger (zu den häufigsten Erkältungsauslösern gehören die Rhino-, Corona-, Enteroviren) kann eine Erkältung harmlos oder aggressiv verlaufen.  

Ratgeber

Erkältung – Symptome, Verlauf, Behandlung

Die typischen Symptome einer Erkältung sind vor allem Schnupfen und eine verstopfte Nase

Haben sich die Viren an den Schleimhäuten der oberen Atemwege festgesetzt und vermehrt, beeinträchtigen sie die Funktion der Atmungsorgane. Diese Fehlfunktion veranlasst das Immunsystem zu einer Entzündungsreaktion, die unangenehme Erkältungsbeschwerden hervorruft. Der Körper beginnt mit der Produktion von Abwehrzellen (Lymphozyten), die über das Blut an die betroffenen Schleimhäute transportiert werden.

Wenn die Schleimhäute mit dem Erreger in Kontakt kommen, treten erste Abwehrreaktionen wie ein Halskratzen oder ein Nasenkitzeln auf. An Tag drei erreicht die Erkältung seine maximale Ausprägung und wir bekommen Symptome wie Husten, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen besonders deutlich zu spüren. Nach einer Woche haben wir das Gröbste überstanden, auch wenn die Erkältung noch nicht ganz abgeklungen ist.

Der typische Erkältungsverlauf

Tag eins bis drei – Die Anfangsphase

Mit Abgeschlagenheit, einem Kribbeln und Kratzen im Hals, Kopf- und Gliederschmerzen kündigen sich bereits ein bis zwei Tage nach der Infektion die ersten Erkältungssymptome an. Die Nase läuft, häufiger Niesreiz kommt dazu. Die Erkältungssymptome sind in der ersten Phase schleichend. Trotzdem merken wir, dass unser Körper gegen die Erkältungserreger anzugehen versucht. Der weitere Erkältungsverlauf ähnelt einer Kurve, die langsam ansteigt und nach dem Höhepunkt wieder abfällt.

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Tag vier bis sechs – Die Akutphase

Die Beschwerden sind stärker ausgeprägt, der grippale Infekt erreicht schließlich seinen Höhepunkt. Das Schlucken fällt schwer, Kopf- und Gliederschmerzen sind deutlicher zu spüren. Erhöhte Temperatur kann hinzukommen. Die Nase ist verstopft, manchmal sind sogar die Nasennebenhöhlen entzündet. Wenn Druckschmerzen hinzukommen, plagt uns neben der Erkältung nun noch eine Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung).

Manchmal geht eine Erkältung in eine Sinusitis über

Tag sieben bis neun – Die Spätphase

Die Beschwerden gehen zurück. Die Nase wird wieder frei, Kopf- und Gliederschmerzen lassen nach. Einzig trockener Reizhusten kann uns noch einige belasten.

Die Tage danach

Nach dem zehnten Tag sollten die Erkältungssymptome alle abgeklungen sein. Wer eine Erkältung jedoch nicht auskuriert, riskiert Komplikationen.

Erkältung Verlauf: Welche Komplikationen können auftreten?

Krankheitserreger können sich in den Bronchien festsetzen, in die Nasennebenhöhlen oder ins Mittelohr gelangen Die von den Viren befallenen Schleimhäute liefern dann eine ideale Angriffsmöglichkeit für Bakterien. Zusätzlich zu den Viren lagern sich dann noch Bakterien an den Schleimhäuten an. So kann es neben einer gängigen Infektionskrankheit zusätzlich zu einer sogenannten bakteriellen Superinfektion (sekundäre Infektion) kommen.

An diesen Symptomen lässt sich eine bakterielle Superinfektion erkennen:

  • Grün, gelbe Sekrete
  • Plötzliches, hohes Fieber

Bakterielle Superinfektionen müssen immer mit einem Antibiotikum behandelt werden. Daher ist ein Besuch beim Arzt unumgänglich.

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