Bei geschwollenen Beinen: Entwässernde Lebensmittel: So helfen sie

Bei unangenehmen Wassereinlagerungen im Körper können entwässernde Lebensmittel gute Hilfe leisten. GALA erklärt, welche es sind und wie man das Wasser im Körper am besten loswerden kann.

Wie unangenehm: Wenn es im Körper zu Wassereinlagerungen kommt, fühlt man sich meist ziemlich unwohl und aufgequollen. Besonders bei warmem Wetter neigen viele Menschen zu den sogenannten Ödemen und auch Schwangere leiden oft unter "zu viel Wasser". Die Folge: Geschwollene Beine , Hände oder Arme. Sehr hilfreich kann es sein, in dieser Zeit bevorzugt entwässernde Lebensmittel zu sich zu nehmen. Diese unterstützen den Körper dabei, das Wasser aus dem Gewebe zu lösen und auszuscheiden.

Wie kommt es zu Wassereinlagerungen?

Unser Körper besteht überwiegend aus Flüssigkeit und diese verteilt sich auf verschiedene Räume: In den Zellen findet man den Hauptteil der Flüssigkeit, aber auch der Raum zwischen den Zellen und das Bindegewebe zwischen den Organen oder die Unterhaut sind flüssigkeitsgefüllt. Sogar Knochen enthalten Flüssigkeit. Unser Blut besteht aus verschiedenen Zelltypen, die ebenfalls in Flüssigkeit schwimmen. 

Zinkmangel

Der Grund für Haarausfall

Haarausfall
Zinkmangel kann durch den Verzehr der richtigen Lebensmittel bekämpft werden. Unter anderem können Trockenfrüchte Abhilfe schaffen.
©Gala
Frühstücks-Bowl

Kurz erklärt

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Das alles wird durch verschiedene Faktoren im Gleichgewicht gehalten: den Druck in den Blutgefäßen oder etwa die Menge an Eiweiß im Blutplasma. So wird beispielsweise Flüssigkeit aus den kleinsten Äderchen zwischen den Zellen aufgenommen und über die Lymphbahnen wieder dem Blutkreislauf zugeführt. Dieser Prozess kann gestört werden, wenn beispielsweise der Druck in den Äderchen steigt und mehr Flüssigkeit ins Gewebe abgegeben wird. Der Druck in den Gefäßen sinkt dann, was der Körper wiederum durch eine Blutdrucksteigerung ausgleicht. Diese geht Hand in Hand mit sich verengenden Arterien, einem stärker pumpenden Herz und Nieren, die weniger Wasser ausscheiden, um einen Flüssigkeitsverlust zu verhindern. Es entstehen Wassereinlagerungen.

Entwässernde Lebensmittel können helfen, wenn sich Ödeme gebildet haben. Sie unterstützen den Körper beim Abbau der Flüssigkeitsansammlungen und erhöhen die Ausscheidung des Wassers.

Entwässernde Lebensmittel:

  • Gemüse: Gurken, Fenchel, Tomaten, Möhren, Sauerkraut, Spargel, Kürbis, Kopfsalat, Zucchinis, Kartoffeln
  • Obst: Ananas, Erdbeeren, Birnen, Himbeeren, Johannisbeeren, Wassermelone, Zitrone
  • Kräuter: Brennnessel, Petersilie, Zitronenmelisse, Löwenzahn, Basilikum, Mate, Ingwer
  • Sonstige: Reis

Was auffällt: Gerade Lebensmittel, die viel Wasser enthalten, wirken auch besonders entwässernd.

Wer darf entwässernde Lebensmittel zu sich nehmen?

Generell darf jeder entwässernde Lebensmittel in normalen Mengen verzehren. Lebensmittel wie Gurken, Reis oder Tomaten sind völlig gängige Bestandteile unseres täglichen Essens. Nimmt man die entwässernden Lebensmittel jedoch in hohen Mengen zu sich, sollten einige Menschen vorsichtig sein. Wenn Sie an Herzinsuffizienz oder Niereninsuffizienz leiden, sollten Sie in jedem Fall einen Arzt konsultieren, bevor Sie eine Diät mit entwässernden Lebensmitteln anstreben. 

Darf man entwässernde Lebensmittel in der Schwangerschaft zu sich nehmen?

Schwangere, die unter geschwollenen Füßen und schweren Beinen leiden, sind schnell verleitet, zu entwässernden Maßnahmen zu greifen. Aber auch hier ist Vorsicht geboten. Bevor größere Mengen entwässernder Lebensmittel gegessen oder entwässernde Tees getrunken werden, sollte ein Arzt gefragt werden. Zunächst einmal kann man sich hier damit helfen, die Beine hochzulegen und viel Wasser zu trinken. Auch komprimierende Strümpfe oder Strumpfhosen können Abhilfe leisten. 

Kann man mit entwässernden Lebensmitteln abnehmen?

Es ist möglich, den Wasserkreislauf im Körper ein wenig anzukurbeln, indem man bevorzugt entwässernde Lebensmittel zu sich nimmt. Für bestimmte Mahlzeiten oder einen ganzen Tag ist dies auch völlig bedenkenlos. Jedoch sollten Sie daran denken, dass es für das Entwässern wichtig ist, viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen - am besten in Form von Wasser oder Kräutertees. Ohne Flüssigkeitszufuhr, keine Entwässerung.

Entwässern mit dem Reistag

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Ein Klassiker zum Entwässern ist der Reistag. Einmal die Woche kann man einen Tag einlegen, an dem nur Reis verzehrt wird, idealerweise Naturreis. Dieser kann am Morgen mit etwas Joghurt oder Obst gegessen werden. Mittags und abends wird er durch gedünstetes Gemüse ergänzt (vorzugsweise entwässerndes Gemüse aus der Liste). Der Reis bietet neben seiner entwässernden Eigenschaft auch viele wichtige Mineralstoffe - neben Eisen für die Blutbildung auch Stoffwechsel-unterstützendes Magnesium und Kalium sowie Zink und Proteine für den Muskelaufbau. 

Der Reistag ist eine gute Unterstützung einer gesunden Ernährung mit einem guten Entwässerungs-Effekt. Sie sollten aber bedenken, dass der Reistag allein kaum wirksam ist. Insgesamt sollten Sie darauf achten, sich ausgewogen und kalorien- bzw. fettarm zu ernähren, wenn Sie abnehmen und Ihr Wunschgewicht halten wollen. 

Tee kann beim Abnehmen helfen.

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Entwässern mit Kräutertees

Auch Kräutertees (siehe Kräuter oben) können helfen, den Körper zu entwässern. Vor allem Brennnessel- ,Birken- und Löwenzahntee sind hier besonders gut geeignet. Trinken Sie zwei- bis dreimal täglich eine Tasse des Tees (erhältlich in Drogerien und Apotheken) und vergessen Sie nicht, zusätzlich zum Tee ausreichend Wasser zu trinken. Zwei Liter täglich sollten es mindestens sein. 


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