Schmerzen im Hals: Einseitige Halsschmerzen - Ursachen und Behandlung

Ihr Hals tut weh, aber nur auf einer Seite schmerzt oder pocht es. Ist dieses Symptom harmlos oder ein Grund zur Sorge?

Einseitige Halsschmerzen können verschiedene Ursachen haben. 

Halsschmerzen sind häufig eine Begleiterscheinung einer Erkältung oder Grippe. Manchmal kratzt es im Hals oder ein trockenes Gefühl an der Rachenwand löst immer wieder einen Hustenreiz aus. Manche leiden unter Schluckbeschwerden, die besonders das Essen und Trinken schmerzhaft machen. Es kann auch vorkommen, dass der schmerzende Hals pocht oder dass die Lymphknoten, die dicht unter den Ohren sitzen, geschwollen sind. Doch was hat es mit Halsschmerzen auf sich, die nur auf einer Seite auftreten? Und welche Hausmittel können helfen, die Symptome zu lindern?

Halsschmerzen: Was können Ursachen dafür sein?

Es kommt oft vor, dass die eben genannten Symptome von Halsschmerzen bis Schluckbeschwerden bei einer Erkältung auftreten. Oft sind Halsschmerzen oder ein Kratzen im Hals Vorboten einer nahenden Erkältung. Wenn Sie sich genügend Ruhe und Schlaf gönnen und Ihre Erkältung auskurieren, können die Beschwerden von selbst wieder verschwinden. Mit Hausmitteln und rezeptfreien Medikamenten können Sie noch ein wenig nachhelfen.

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©Gala

In anderen Fällen haben die einseitigen Halsschmerzen jedoch entweder gar nichts mit einer Erkältungskrankheit zu tun oder sie treten als Komplikation auf, die sich aus Ihrem grippalen Infekt entwickelt hat. Um welche Erkrankung es sich also handeln kann, wenn Sie unter einseitigen Halsschmerzen leiden? Und reichen Hausmittel aus, um sie zu behandeln?

Ein Virus ist schuld: Rachenentzündung oder Pharyngitis

Husten, Halskratzen, Schluckbeschwerden und geschwollene Lymphknoten können auf eine virusbedingte Rachenentzündung und auf eine Entzündung der Rachenschleimhaut hindeuten. Die Schmerzen in Hals können auf beiden Seiten der Rachenwand, aber auch nur auf einer auftreten – manchen Erkrankten tut sogar das Sprechen weh. Der Rachenraum fühlt sich trocken an und ist gerötet und durch die Entzündung kommt es auch oft zu einem verräterischen Mundgeruch. Außerdem kann Fieber auftreten. Oft kommen Schluckbeschwerden und eine Erkältung dazu.

Was kann man tun? Virusinfektionen sollten meist etwa binnen sieben Tagen von selbst ausheilen, aber Sie können die Symptome lindern. Viel trinken hilft, die Schleimhäute zu befeuchten. Hilfreiche Hausmittel sind kalte oder warme Halswickel, zum Beispiel mit Quark, Gurgeln mit Salbeitee oder heißem Wasser mit ein wenig Apfelessig. Lutschtabletten sowie Schmerzmittel wie Paracetamol, ASS oder Ibuprofen können die Halsschmerzen und die Schluckbeschwerden lindern.

Falls sich zu den Viren jedoch auch noch Bakterien gesellen, könnte ein Arztbesuch angezeigt sein. Das erkennt man beispielsweise an auffälligen Zungenbelägen. Im falle einer solchen Superinfektion sollten Antibiotika eingenommen werden.

Lymphbahnen betroffen: Seitenstrang-Angina

Diese Form der Rachenentzündung spielt sich besonders weit hinten im Hals ab. Im hinteren seitlichen Rachen ziehen sich die Schmerzen bei einer Seitenstrang-Angina – oft einseitig – an den Lymphbahnen entlang und erreichen dabei auch gelegentlich noch die Ohren. Starke Ohrenschmerzen können jedoch auch ein Hinweis darauf sein, dass Sie sich eine Mittelohrentzündung zugezogen haben. Ohr und Rachen liegen eng beieinander, da kann das leicht einmal vorkommen.

Was kann man tun? Die Seitenstrang-Angina ist eine virale Racheninfektion und heilt am besten von selbst ab, wenn Sie sich schonen und ins Bett legen. Dauert die Infektion länger als erwartet, treten starke Schmerzen auf oder steigt Ihr Fieber zu hoch, sollten Sie einen Arzt hinzuziehen. Auch hier helfen Hausmittel und Medikamente dabei, die Symptome einer Angina zu lindern, bis es Ihnen wieder besser geht.

Mandelentzündung oder Tonsillitis: Ab zum Arzt

Geschwollene, gerötete Mandeln, auf denen Beläge zu sehen sind und die pochend schmerzen, dazu Halsweh, Schluckbeschwerden, Fieber und Schmerzen, die oft bis zu den Ohren ausstrahlen – die Symptome einer Mandelentzündung übersieht man garantiert nicht. Lassen Sie sich sicherheitshalber von einem Arzt untersuchen, denn bei Mandelentzündungen, auch Tonsillitis genannt, ist oft ein bunter Erregermix am Werk.
Vor allem gilt es rechtzeitig einzuschreiten, falls Ihre Entzündung eitrig wird und sich ein Abszess bildet, also eine verkapselte Eiteransammlung. Gerade heftige einseitige Halsschmerzen können ein Hinweis auf so eine eitrige Entzündung sein – spätestens, wenn Sie Schwierigkeiten haben, Ihren Mund zu öffnen, sollten Sie dringend zum Arzt gehen.

Je nach Auslöser kann eine Runde Antibiotika angesagt sein – im Extremfall müssen die Gaumenmandeln raus. Für viele, die unter häufig wiederkehrenden Mandelentzündungen leiden, kann diese Operation regelrecht eine Erlösung sein, die auch den Körper entlastet, weil sie ihn davor bewahrt, immer wieder von zum Teil heftigen Viren und Bakterien heimgesucht zu werden.

Was kann man tun? Das kommt sehr auf darauf an, wie ausgeprägt die Mandelentzündung ist. Diese Hausmittel haben sich bewährt: Kühlen von außen und mit Eis von innen, Lutschtabletten und Schmerzmittel können Symptome wie Schluckbeschwerden und Halsschmerzen lindern. Fragen Sie am besten Ihren Arzt, was er Ihnen empfiehlt.

Wer immer wieder unter der schmerzhaften Mandelentzündung leidet, riskiert Folgeerkrankungen wie ein Peritonsillarabszess oder eine chronische Mandelentzündung. Darum sollten Sie Halsschmerzen und geschwollene Mandeln nicht ignorieren.

Laryngitis: Wenn die Stimme versagt

Eine Stimmband- oder Kehlkopfentzündung macht sich durch Heiserkeit, Reizhusten, Schluck- und Atembeschwerden bemerkbar, wobei die Schmerzen auch einseitig auftreten können. Die Kehlkopfschleimhaut ist durch die Entzündung geschwollen und es kann Fieber auftreten. Es können jedoch unterschiedliche Bereiche des Kehlkopfes betroffen sein und es gibt sowohl akute als auch chronische Verläufe. Die Erkrankung kann zwar hartnäckig sein, aber versuchen Sie, sie wieder loszuwerden, denn mit einer chronischen Laryngitis geht ein erhöhtes Risiko von Kehlkopfkrebs einher. Geben Sie sich also die Zeit, die es braucht, und gönnen Sie sich Schonung und Bettruhe.

Was kann man tun? Das Allerwichtigste ist, dass Sie Ihre Stimme schonen und nicht sprechen. Kehlkopfentzündungen können entweder durch äußere Reize ausgelöst werden, die Sie folglich meiden sollten, oder entstehen durch Bakterien. Eine Laryngitis sollten Sie vom Arzt untersuchen und behandeln lassen – lassen Sie sich Tipps geben, wie Sie die Symptome am besten lindern. Folgende Hausmittel können hilfreich sein: Warme Wickel, Inhalation mit ätherischen Ölen und Gurgeln mit Salzwasser. Verzichten Sie am besten auf Alkohol und besonders saure und scharfe Speisen. Rauchen sollte ebenfalls tabu sein.

Unerklärliche einseitige Halsschmerzen: Kann es ein Tumor sein?

Gerade wenn es ansonsten keine erkennbaren Anzeichen einer Infektion gibt, sollten sie einen einen Arzt konsultieren, wenn neben Ihren einseitigen Halsschmerzen auch ungewöhnliche Schwellungen beispielsweise im Bereich der Schilddrüsen auftreten. Auch wenn Sie Blut husten, sollten Sie sich schleunigst untersuchen lassen. Es muss natürlich nicht sein, dass Sie einen Tumor haben – und wenn, dann ist er nicht zwangsläufig bösartig. Aber Symptome, die ungewöhnlich sind, sollten Sie möglichst schnell abklären lassen, dann müssen Sie sich unnötig Sorgen machen.

Einseitige Halsschmerzen: Keine Katastrophe, aber behalten Sie sie im Auge!

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass einseitige ebenso wie beidseitige Schmerzen im Hals- und Rachenbereich häufige Begleiter bei verschiedenen Infektions- und Erkältungskrankheiten sein können und sich oft von selbst bessern oder mit Hausmitteln gelindert werden können.

Einseitige Halsschmerzen können aber auch ein Symptom bei ernsteren Krankheiten sein. Schmerzen, die sehr lange anhalten, mit Bewegungseinschränkungen beim Öffnen des Mundes einhergehen, oder die von hohem Fieber oder Hautausschlag begleitet werden, sollten ärztlich behandelt werden. Beidseitige und einseitige Halsschmerzen, die urplötzlich auftreten, sowie stark schmerzende und geschwollene Mandeln sind ebenfalls ein Fall für den Doktor. 

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