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Studie bestätigt Das passiert wirklich, wenn Sie das Abendessen weglassen

Dinner mit Pasta + Wein: Das passiert wirklich, wenn Sie das Abendessen weglassen
© Yulia Grigoryeva / Shutterstock
Lieber das Frühstück oder das Abendessen weglassen, um abzunehmen? Eine Studie hat die Antwort.

"Dinner Cancelling" ist eine beliebte Methode, um Gewicht zu verlieren. Aber macht es wirklich einen Unterschied, wann wir fasten – morgens oder abends? Tatsächlich hat eine neue wissenschaftliche Studie eine eindeutige Antwort auf diese Frage: Wer abnehmen möchte, sollte auf das Abendessen verzichten – oder es zumindest weniger üppig gestalten als das Frühstück. Und das liegt an unserem Stoffwechsel.

Kurbelt ein großes Frühstück den Stoffwechsel an?

Die Sektion für Psychoneurobiologie der Universität zu Lübeck hat dazu eine Laborstudie mit 16 normalgewichtigen Männern durchgeführt. Diese haben entweder ein sehr reichhaltiges Frühstück und ein eher karges Abendessen oder umgekehrt zu sich genommen. Am ersten Tag haben die Probanden 69 Prozent des täglichen Kalorienbedarfs morgens zu sich genommen, 20 Prozent zur Mittagszeit und elf Prozent am Abend. Am zweiten Tag haben die Forschenden die Kalorienverteilung beim Frühstück und Abendessen umgekehrt.

Um herauszufinden, wie aktiv der Stoffwechsel nach der Mahlzeit ist, haben die Wissenschaftler:innen die durch die Probanden abgegebene Wärme gemessen. Die Theorie dahinter: Unser Stoffwechsel arbeitet nach dem Essen schneller, weil der Körper direkt mit der Verdauung der aufgenommenen Nahrung beginnt. Das kurbelt die sogenannte nahrungsinduzierte Thermogenese (NIT) an.

Studie zur Kalorienverwertung: Lieber das Abendessen weglassen, um abzunehmen

Das Ergebnis der Laborstudie: Die NIT war nach dem Frühstück zweieinhalbmal so hoch die wie nach dem Abendessen. Daraus konnten die Forschenden schlussfolgern, dass der Körper am Morgen deutlich mehr Kalorien verbrennt als am Abend. Auch wer gerade Diät hält und insgesamt nur wenige Kalorien zu sich nimmt, wird diesen Effekt der unterschiedlichen Tageszeiten spüren. "Unsere Studie zeigt, dass der menschliche Energieumsatz morgens grundsätzlich höher ist als abends", so Studienleiterin Prof. Kerstin Oltmanns. "Das ist genetisch bedingt und bei jedem so."

Ein weiterer Grund, warum es Menschen leichter fällt abzunehmen, wenn sie morgens mehr Kalorien zu sich nehmen: Nach einem großen Frühstück steigen Blutzucker- und Insulinspiegel nicht so stark an wie nach einem reichhaltigen Abendessen. So verspürten die Teilnehmer der Studie nach dem großen Abendessen auch mehr Heißhunger als nach einem üppigen Frühstück.

Verwendete Quelle: uni-luebeck.de

mbl Gala

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