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Beifuß-Allergie Tipps für Allergiker

Wenn Allergiker auf unterschiedliche Pollen reagieren, kann auch eine Beifuß-Allergie darunter sein
Wenn Allergiker auf unterschiedliche Pollen reagieren, kann auch eine Beifuß-Allergie darunter sein
© Shutterstock
Beifuß-Pollen können heftige Allergien auslösen. Was eine Beifuß-Allergie ist, anhand welcher Symptome man sie erkennen kann und wie sie behandelt wird.

Die Beifuß-Allergie wird durch die Beifuß-Pflanze ausgelöst. Bereits kleine Mengen des Korbblüters können bei einem Allergiker heftige allergische Reaktionen hervorrufen. In Deutschland ist die Beifuß-Pflanze weit verbreitet. Sie wächst auf ungepflegten Flächen, an Wegrändern und an Ufern. Beifuß gehört zu den häufigsten Auslösern von Pollenallergien. Die Symptome entsprechen den gängigen Beschwerden bei einem Heuschnupfen.

Symptome der Beifuß-Allergie: Lästige Gräser

Beifuß blüht in der Regel von Juli bis September. Die Blühzeit hängt jedoch auch stark von klimatischen Gegebenheiten ab, sodass auch im Mai und im Oktober Pollen abgegeben werden, die bereits in kleinsten Mengen allergische Reaktionen hervorrufen können. Folgende Symptome zeigen sich bei der Beifuß-Allergie:

  • Rötungen und Pusteln auf der Haut
  • Husten
  • Allergisches Asthma, Atemnot
  • Laufende oder verstopfte Nase 
  • Juckreiz
  • Niesreiz
  • Geschwollene Augen
  • Abgeschlagenheit
  • Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Müdigkeit
  • Übelkeit

Achtung, Kreuzallergie!

Viele Betroffene leiden unter der sogenannten Kreuzallergie. Dabei reagiert das Immunsystem auf vereinzelte eigentlich harmlose Allergene eines Nahrungsmittels, die denen ähneln, die in den Pollen des Beifuß enthalten sind. Häufig reagieren Beifußallergiker sowohl auf den Pollenflug von Beifuß als auch von Ambrosia. In der Medizin wird diese Kreuzallergie auch als Beifuß-Ambrosia-Komplex bezeichnet.

Alle Kreuzreaktionen von Beifuß im Überblick:

  • Mit anderen Korbblütlern wie Ambrosia, Margerite, Goldrute, Sonnenblume, Kamille
  • Mit Gemüse wie rohem Sellerie, Karotten, Kartoffeln oder Tomaten
  • Mit Obst wie Melonen, Kiwis, Mangos oder Litschis
  • Mit Gewürzkräutern wie Oregano, Basilikum, Kümmel

In diesem Fall können weitere Symptome hinzukommen. Die typischen allergischen Beschwerden sind: 

  • Kribbeln, Brennen im Mund
  • Schwellung von Lippen, Zunge, Mundschleimhaut, Rachen
  • Ausschlag
  • Verdauungsstörungen, Übelkeit, Blähungen, Durchfall

Beifuß-Allergie behandeln 

Bei Verdacht auf eine Beifuß-Allergie kann ein Allergietest vorgenommen werden. Der Pricktest und/oder Bluttest oder der Provokationstest können die Diagnose bestätigen. Sind die Testergebnisse positiv, ist es wichtig, die Beifuß-Allergie zu behandeln. Für die Therapie können folgende Optionen in Betracht gezogen werden: 

  • Antihistaminika (Nasenspray/-tropfen und Augentropfen)
  • Kortisonhaltige Präparate (in topischer oder oraler Form)
  • Hyposensibilisierung

Darüber hinaus gibt es einige Maßnahmen, die Beifuß-Allergiker berücksichtigen sollten: 

  • Allergieauslösende Faktoren (Beifußpollen) möglichst meiden
  • Die Kleidung mindestens bei 60 Grad waschen, um Allergene abzutöten (bei 30 Grad-Wäsche nach dem Waschgang drei bis vier Mal unter kaltem Wasser gut durchspülen)
  • Jeden Abend die Haare spülen
  • Pollenschutzgitter vor dem Fenster anbringen
  • Staubsauger mit einem HEPA-Filter benutzen

Lesetipps: Alles über die Hyposensibilisierung erfahren Sie hier. Außerdem erklären wir, welche Antihistaminika es gibt und wie ein Allergietest abläuft.

Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen, weshalb wir Ihnen dringend ans Herz legen, einen Spezialisten aufzusuchen. Gute Besserung wünscht Ihr GALA.de-Team. 

cba Gala

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