Allergieauslöser: Beifuß-Allergie: Tipps für Allergiker

Beifuß-Pollen können heftige Allergien auslösen. Was eine Beifuß-Allergie ist, anhand welcher Symptome man sie erkennen kann und wie sie behandelt wird

Wenn Allergiker auf unterschiedliche Pollen reagieren, kann auch eine Beifuß-Allergie darunter sein

Die Beifuß-Allergie wird durch die Beifuß-Pflanze ausgelöst. Bereits kleine Mengen des Korbblüters können bei einem Allergiker heftige allergische Reaktionen hervorrufen. In Deutschland ist die Beifuß-Pflanze weit verbreitet. Sie wächst auf ungepflegten Flächen, an Wegrändern und an Ufern. Beifuß gehört zu den häufigsten Auslösern von Pollenallergien. Die Symptome entsprechen den gängigen Beschwerden eines Heuschnupfens.

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Symptome der Beifuß-Allergie

Beifuß blüht in der Regel von Juli bis September. Die Blühzeit hängt jedoch auch stark von klimatischen Gegebenheiten ab, sodass auch im Mai und im Oktober Pollen abgegeben werden, die bereits in kleinsten Mengen allergische Reaktionen hervorrufen können. Folgende Symptome zeigen sich bei der Beifuß-Allergie:

  • Rötungen und Pusteln auf der Haut
  • Husten
  • Allergisches Asthma, Atemnot
  • Laufende oder verstopfte Nase, Juckreiz
  • Niesreiz
  • Geschwollene Augen
  • Abgeschlagenheit
  • Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Müdigkeit

Achtung, Kreuzallergie!

Häufig reagieren Beifußallergiker sowohl auf Beifuß als auch auf Ambrosia. In der Medizin wird diese Kreuzallergie auch als Beifuß-Ambrosia-Komplex bezeichnet.

Gesundheitsgefahr

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  1. Mit anderen Korbblütlern wie Ambrosia, Margerite, Goldrute, Sonnenblume, Kamille
  2. Mit rohem Sellerie
  3. Mit Gewürzkräutern wie Oregano, Basilikum, Kümmel

In diesem Fall können weitere Symptome hinzukommen. Die typischen, allergischen Beschwerden sind:

  • Kribbeln, Brennen im Mund
  • Schwellung von Lippen, Zunge, Mundschleimhaut, Rachen
  • Ausschlag
  • Verdauungsstörungen, Übelkeit, Blähungen, Durchfall

Beifuß-Allergie behandeln

Bei Verdacht auf eine Beifuß-Allergie kann ein Allergietest vorgenommen werden. Der Pricktest und/oder Bluttest oder der Provokationstest können die Diagnose bestätigen. Sind die Testergebnisse positiv, ist es wichtig, die Beifuß-Allergie zu behandeln. Für die Therapie können folgende Optionen in Betracht gezogen werden:

  1. Antihistaminika (Nasenspray/-tropfen und Augentropfen)
  2. Kortisonhaltige Präparate (in topischer oder oraler Form)
  3. Hyposensibilisierung

Darüber hinaus gibt es einige Maßnahmen, die Beifuß-Allergiker berücksichtigen sollten:

  • Allergieauslösende Faktoren (Beifußpollen) möglichst meiden
  • Die Kleidung mindestens bei 60 Grad waschen, um Allergene abzutöten (30 Grad-Wäsche nach dem Waschgang drei bis vier Mal unter kaltem Wasser gut durchspülen)
  • Jeden Abend die Haare spülen
  • Pollenschutzgitter vor dem Fenster anbringen
  • Staubsauger mit einem HEPA-Filter benutzen

Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen, weshalb wir Ihnen dringend ans Herz legen, einen Spezialisten aufzusuchen. Gute Besserung wünscht Ihr GALA.de-Team.

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