Ashley Graham muss Windeln tragen : Sex nach der Geburt und weitere Tabuthemen

Von Sex nach der Geburt bis Blasenschwäche wie bei Model Ashley Graham: Es gibt einige Themen, über die Frauen nach der Schwangerschaft nicht sprechen. GALA tut es und hat die wichtigsten Tabus zusammengefasst.

Sex nach der Geburt und andere Tabuthemen: Ashley Graham muss zum Beispiel nun Windeln tragen.

Einige Fragen sich, wann Sex nach der Geburt erlaubt ist. Ashley Graham wiederum zieht nicht nur ihrem Baby nach der Geburt Windeln an, sondern auch sich selbst. Bitte was?! Sicherlich stolpern viele über die Aussage des Plussize-Models. In einem Instagram-Post spricht die 32-Jährige offen über die körperlichen Probleme nach der Geburt - für viele ein Tabu. Doch etliche Frauen betreffen diese Themen.

Laut Statistischem Bundesamt haben im Jahr 2019 gut 787.500 Frauen ein Baby zur Welt gebracht. Eine hohe Zahl und jedes Jahr kommen fast genauso viele Gebärende hinzu. Wieso also über Themen schweigen, die so viele betreffen? Von Schmerzen beim Sex nach der Geburt, bis hin zu Hämorrhoiden und Blasenschwäche: GALA klärt für Sie acht Tabu-Themen, über die sich kaum einer traut zu sprechen.

Sex nach der Geburt und 7 andere Tabuthemen

1. Wieso die Blase nach der Geburt nicht dicht hält

Die Amerikanerin Ashley Graham ist frisch gebackene Mutter und jetzt Fan von Wegwerfunterwäsche. Der Grund: ihre Blasenschwäche nach der Geburt. Und davon wusste sie scheinbar nichts, was folgender Aufruf auf Instagram vermuten lässt: "Hebt eure Hand, wenn ihr nicht wusstet, dass ihr eure eigenen Windeln wechseln müsst."

Auch Model Chrissy Teigen, 34, schreibt nach der Geburt ihres Sohnes auf Twitter: "Keiner hat mir erzählt, dass ich zu Hause ebenfalls Windeln benötigen würde."

Doch wie kommt es zur Blasenschwäche, der sogenannten postnatalen Blaseninkontinenz? Die Experten von "eltern.de" schreiben, dass nach der Geburt die Beckenbodenmuskulatur geschwächt sei. Dadurch funktioniere der Verschlussmechanismus der Blase nicht mehr richtig. Es dauert ein paar Wochen, bis der Beckenboden wieder straff ist, die Organe ihre ursprünglichen Positionen gefunden haben und so die Blasenschwäche verschwindet.  

2. Hämorrhoiden, Dammschnitt oder: Was im Intimbereich alles schmerzt

Nach einer Geburt kann es besonders im Po-Bereich zu Beschwerden kommen. Ein Grund dafür sind Hämorrhoiden, die jeder Mensch von Natur aus besitzt. Das sind Gefäßpolster des Enddarms, die den Schließmuskel des Afters abdichten. Krankhaft werden Hämorrhoiden, wenn sich dort das Blut staut und sie sich vergrößern. Besonders Gebährende sind gefährdet, daran zu erkranken, denn: Der Beckenboden wird stark belastet und zusätzlich weitet ein hoher Östrogenspiegel (Schwangerschaftshormone) die Gefäße. Hellrotes Blut im Stuhl und Reizungen in der Aftergegend sind die Folge.

Ein weiterer Grund ist der Dammschnitt und der Dammriss. Bei vielen natürlichen Geburten kommt es vor, dass das Gewebe zwischen Vulva und After (der Damm) reißt, wenn das Köpfchen des Kindes durch möchte. Es gibt verschiedene Schweregrade des Dammrisses (1 bis 4). Wenn das Köpfchen zu groß und/oder der Beckenausgang zu klein ist, kann zudem ein Dammschnitt unter Betäubung (operativer Eingriff) während der Geburt durchgeführt werden.

Beides hat die gleiche Folge: Eine große Wunde im Intimbereich, die besonders beim Toilettengang Schmerzen verursacht. Bei "eltern.de" können Sie nachlesen, wie man einem Dammschnitt vorbeugen kann und was die Dammschnitt-Schmerzen lindert.

Schwangere Stars

Glücklich für zwei

Sanft umgreift sie ihren Bauch: Ann-Kathrin Götze ist im siebten Monat schwanger und scheint ihre kleine Babykugel in vollen Zügen zu genießen. 
Eigentlich wollten die UK-Serienstars Millie Mackintosh und ihr Mann Hugo Taylor eine Baby-Shower-Party für ihr ungeborenes Kind feiern. Doch in der derzeitigen Coronakrise ist das nicht möglich. Stattdessen posten sie dieses süße Bild von sich und gedenken damit an Menschen, die ebenfalls Geburtstage, Hochzeiten und Baby-Showers absagen mussten.
Was für eine runde Kugel, die Fußball-Star Mario Götze da liebevoll küsst. Es ist seine Frau Ann-Kathrin, die kürzlich auf Instagram verkündet, dass sie im siebten Monat schwanger ist. Herzlichen Glückwunsch!
Das Bild, das Lena Gercke aus Bel Air postet, ist zwar schon ein bisschen älter wie sie schreibt - trotzdem merken wir uns ihren Style gleich mal für den Frühling vor: Ton in Ton mit engem Kleid, Sneakern und Blazer setzt sie ihre Babykugel perfekt in Szene.

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3. Ab wann ist Sex nach der Geburt erlaubt und tut er weh?

Viele Frauen denken kurz nach der Geburt noch nicht einmal ansatzweise an Geschlechtsverkehr mit dem Partner. Doch was ist, wenn wenige Wochen danach die Lust zurückkommt? Viele Gynäkologen raten dazu, vier bis sechs Wochen mit dem Sex nach der Geburt zu warten. Der Grund: In dieser Zeit kann sich das Liebesspiel unangenehm anfühlen und sogar Schmerzen verursachen, weil die Gebärmutter sich noch nicht vollständig zurückgebildet hat und besonders, wenn es zu einem Dammschnitt oder -riss kam.

Blutungen nach der Geburt nennt man Wochenfluss

4. Wieso blutet man nach der Geburt aus der Vagina?

Zum sogenannten Wochenbett, wenn sich Mutter und Baby kennenlernen, gehört neben den Wochenbettwehen (die Gebärmutter bildet sich von 1000 auf 100 Gramm zurück) auch der Wochenfluss. Der Wochenfluss (Lochien) stammt aus der Gebärmutterwunde und er dauert vier bis sechs Wochen an. In der ersten Woche tritt blutiges Wundsekret aus, das die Farbe von braun, gelb bis weiß wechselt.

5. Hilfe, die Haare fallen aus!

Nach der Schwangerschaft kann es vorkommen, dass die Haare vermehrt ausfallen, spröde sind und die Nägel leichter abbrechen. Grund dafür sind ein stark abfallender Östrogenspiegel und die dadurch bedingten hormonellen Schwankungen. Bei manchen Frauen verändert sich sogar die Haarstruktur und aus glatten werden lockigen Haare oder andersrum. Der Spuk ist meist nach spätestens acht Monaten vorbei, wenn sich der Hormonhaushalt wieder reguliert hat. Hier lesen Sie nach, was Sie gegen Haarausfall nach der Schwangerschaft tun können.

6. Verstopfungen

Über Ausscheidungen spricht keiner gerne. Wenn sie dann auch noch Probleme bereiten, ist es besonders schlimm. Verstopfungen betreffen besonders oft frisch gebackene Mütter, weil die Schwangerschaftshormone den Stoffwechsel beeinflussen und für Darmträgheit sorgen.

Lena Gercke

Mit Sport hält sie sich in der Schwangerschaft fit

Lena Gercke
Die sportliche Lena Gercke will auch während der Schwangerschaft fit bleiben.
©Gala

Das lässt sich an folgenden Symptomen festmachen: weniger als drei Stuhlgänge pro Woche, starkes Pressen beim Stuhlgang, harter Stuhlgang, Gefühl der unvollständigen Entleerung. Was Sie dagegen tun können? Regelmäßige Bewegung, viel trinken, ballaststoffreich essen und wenn die Verstopfung anhält, einen Arzt aufsuchen.

7. Wunde oder entzündete Brustwarzen

Muttermilch ist wunderbar für die Entwicklung des Neugeborenen und fördert die gemeinsame Bindung zwischen Mutter und Kind. Doch worauf einen keiner hinweist: Das ständige Saugen des Babys beansprucht die Brustwarzen extrem und sie können wund werden und schmerzen. Durch den Milcheinschuss spannt das Brustgewebe und die Brüste können ebenfalls wehtun. Bei Milchstau können sich diese sogar entzünden. Bei "eltern.de" können Sie nachlesen, was bei entzündeten Brüsten hilft.

8. Depressionen nach der Geburt

Immer mehr Stars sprechen über ihre Depressionen, wie Shakira, 43, oder Lady Gagas Mutter Cynthia Germanotta, 65, die sich über die Erkrankung ihrer Tochter geäußert hat. Auch einige Frauen sind nach einer Geburt von Wochenbettdepressionen betroffen wie diese Stars. Der rapide Hormonabfall nach der Geburt sorgt bei mehr als der Hälfte der Mütter für ein Stimmungstief. Hält diese "Baby Blues"-Phase länger an, spricht man von einer ernsthaften psychischen Erkrankung, der postnatalen Depression, die behandlungsbedürftig ist. Symptome, Hilfestellen und wie die postnatale Depression behandelt wird, können Sie bei "eltern.de" nachlesen.

Verwendete Quellen: Statistisches Bundesamt, eltern.de, pschyrembel.de (Online-Medizinwörterbuch), netdoktor.de, Instagram, Twitter

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