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Lieblinge der Redaktion Die Welt von ... Sabine

Die Welt von ... Sabine
Die Welt von ... Sabine
© Shutterstock / Gala
Sie wollten schon immer mal einen Blick in die Welt der Gala-Onlineredaktion werfen? Gerne doch! Regelmäßig stellen Ihnen unsere Mitarbeiter:innen ihre liebsten Schätze sowie Geheimtipps vor, ohne die sie derzeit nicht leben können.

Bei mir dreht sich dieses Jahr bisher ganz viel um "Escapism". Also um eine Art Realitätsflucht, um zumindest zeitweise dem Alltag und dem Leid der Welt zu entfliehen. Das Konzept ist nicht neu. Im 19. Jahrhundert war es sicher einer der ausschlaggebenden Gründe für den Erfolg von Eichendorffs Novelle "Aus dem Leben eines Taugenichts".

"Drive Me Crazy" von Beth O'Leary

Bei meinen abendlichen Ritualen zum Abschalten sind aktuell aber doch modernere Werke gefragt. Eine Autorin, die ich kürzlich für mich entdeckt habe, ist Beth O'Leary. Die 30-jährige Londonerin trifft mit ihren Figuren und ihren gut durchdachten Hintergrundgeschichten einen Nerv. Endlich mal romantische Geschichten, die ans Herz gehen, ohne dabei kitschig zu sein. Eingestiegen bin ich mit "The Road Trip" (auf Deutsch: "Drive Me Crazy" – kein Scherz, kann man sich nicht ausdenken).

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Ich habe dann alle ihre bisherigen Romane verschlungen (ihr neustes Werk erscheint im April 2022 auf Englisch). Absolute Leseempfehlung für alle, die mal wieder einen richtigen Feel-Good-Roman brauchen.

aktuelle Lieblingsbücher
Diese Bücher haben mich in letzter Zeit begeistert.
© GALA / privat

"Thirteen" von Steve Cavanagh

Was schon eher meinem normalen Leseverhalten entspricht, sind Thriller. Und auch in diesem Genre habe ich in den letzten Monaten einige neue Werke für mich entdeckt. Eines, das mir besonders in Erinnerung geblieben ist: "Thirteen" von Steve Cavanagh. Allein schon die Prämisse ist der Knaller: Was, wenn der Serienkiller nicht vor Gericht steht, sondern in der Jury sitzt? Und es bleibt nicht nur bei einer guten Idee, die Geschichte wird auch noch mitreißend erzählt. Ich für meinen Teil habe sie jedenfalls in einer Nacht verschlungen. 

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"Just Kids" von Patti Smith

Meine letzte Buchentdeckung ist kein neues Werk. Ich habe es nur endlich mal gelesen. Gekauft hatte ich mir Patti Smiths Autobiografie "Just Kids", nachdem ich die Ausstellung "Robert Mapplethorpe: the perfect medium" in Sydney besucht hatte. Das war 2017. Zahlreiche seiner Fotografien von Smith ließen die enge Bindung der beiden erahnen. Die Künstlerin und Musikerin Patti Smith, die in den Siebzigern revolutionär Rock mit Poesie verband, war erst eine Liebe und dann lebenslange Freundin und Weggefährtin von Mapplethorpe, der Frauen und Männer liebte und in den Achtzigerjahren tragischerweise der HIV/Aids-Pandemie zum Opfer fiel. Das Band der beiden ist ein zentraler roter Faden in "Just Kids", aber auch das damalige Künstlerleben in New York City. Eine berührende Autobiografie, die Einblicke in zwei Leben gewährt, die sonst wohl in dieser Tiefe obskur geblieben wären.

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"Yellowjackets"

Ich bin nicht nur verrückt nach gut geschriebenen Geschichten, sondern auch immer auf der Suche nach einer neuen Serie. Und es ist gar nicht so einfach, mich da mitzureißen. Denn ich habe ehrlicherweise schon wahnsinnig viel gesehen und fühle mich manchmal ein wenig übersättigt. Umso mehr habe ich mich über die Entdeckung von "Yellowjackets" gefreut: Ein Team junger Fußballerinnen stürzt auf dem Weg zu einem wichtigen Spiel mit einem kleinen Flugzeug über der kanadischen Wildnis ab und muss ums Überleben kämpfen. Das ist in den Neunzigerjahren und wird dann mit den Geschichten einiger der Überlebenden des Unglücks in der heutigen Zeit verwoben. Aber unter der Oberfläche brodelt so viel mehr ... 

90er-Nostalgie trifft hier auf Teenager-Kannibalismus und eine hochkarätige Besetzung. Juliette Lewis und Christina Ricci überzeugen mit Knaller-Performances. Weiteres Highlight: Endlich mal eine Serie, in der fast ausschließlich weibliche Charaktere im Mittelpunkt stehen – und zwar in all ihren Facetten. Viel mehr will ich eigentlich gar nicht verraten. Nur so viel: Gut miteinander verwobene Handlungsstränge, ein für mich großartiger Soundtrack und stimmungsvolle Kinematografie sind bei "Yellowjackets" Programm. Und die beste Nachricht: Es wird eine zweite Staffel geben.

"Superstore"

Wem nach etwas leichterer Unterhaltung ist: Ich kriege gerade nicht genug von "Superstore". Ich weiß, ich bin hier spät dran. Schließlich ist die Serie bereits 2021 nach sechs Staffeln zu Ende gegangen. Aber selten hat mich eine Comedy so abgeholt. America Ferrera, Lauren Ash, Ben Feldman und Mark McKinney porträtieren unglaublich authentisch und gleichzeitig überspitzt Menschen, die in einem riesigen amerikanischen Einkaufszentrum arbeiten und mit den kleinen und großen Problemen des Alltags zu kämpfen haben. Highlights sind die Sekunden-kurzen Einschübe der Shopper selbst, die irgendwie auch Karikaturen von uns allen sind. "Superstore" ist für mich ein leicht übertragbarer Mikrokosmos unserer Gesellschaft. Großartig!

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