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Dem Tod entkommen Sepsis durch Spirale: 25-Jährige wäre beinahe gestorben


Jessica Cowgill musste in kürzester Zeit zweimal um ihr Leben kämpfen: Ihre Spirale ist in die Gebärmutter eingedrungen und verursachte eine lebensgefährliche Sepsis.

Jessica Cowgill, 25, aus Blackburn, Lancashire, wurde am 11. Februar mit quälenden Magenschmerzen in das "Royal Blackburn Hospital" eingeliefert. Der Grund? Die Kupferspirale der Kindergärtnerin ist in die Wand der Gebärmutter eingedrungen und löste so eine lebensbedrohliche Sepsis aus.

Jessica Cowgill: Sepsis durch Spirale

Eine Sepsis ist eine systemische Reaktion des Organismus auf eine unkontrollierte Infektion, auch bekannt als Blutvergiftung. Jessica Cowgill hatte damit nicht zum ersten Mal zu kämpfen: Die Tortur begann Anfang des Jahres. Schon damals hatte sie unter starken Magenschmerzen gelitten. Ihr Hausarzt hatte ihr Antibiotika verschrieben, da er glaubte, die Symptome seien auf eine Harnwegsinfektion zurückzuführen. Doch nur einen Tag später wurden die Schmerzen schlimmer, die junge Frau suchte das örtliche Krankenhaus auf. Hier machten die Ärzte die schockierende Entdeckung: Cowgills Spirale, die sie seit rund acht Jahren getragen hatte, war in ihre Gebärmutterwand eingedrungen und hatte eine Sepsis ausgelöst. Wieso Cowgill ihre Spirale über einen so langen Zeitraum getragen hat (normalerweise werden Kupferspiralen meistens nach drei oder fünf Jahren entfernt bzw. gewechselt) und warum keiner ihrer Ärzte schon vor der Sepsis darauf aufmerksam wurde, ist unklar.

Die Folgen waren fatal: Die Infektion hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits auf ihre Eileiter, ihren Eierstock und den Magen ausgebreitet. Die Funktion der Organe war mittlerweile vermindert, wie Cowgills Verlobter Nathan Grogan, 27, gegenüber "Daily Mail" erzählt. Die 25-Jährige musste sofort operiert werden, doch nur wenige Tage danach kehrte die Infektion "zehnmal schlimmer zurück".

"Wir wurden gewarnt, dass sie vielleicht nicht überleben wird"

Ihrer Familie wurde gesagt, dass die Sepsis "mit einem Rachefeldzug" zurückgekehrt sei und Cowgills Leber und Milz stark gefährdet seien. Die Ärzte warnten ihre Angehörigen, dass die junge Frau eventuell nicht überleben werde – ein Grund, weshalb Nathan Grogan sogar überlegte, seine Verlobte noch im Krankenhaus zu heiraten. Doch zum Glück überstand Jessica Cowgill auch die zweite Operation und ist nun auf dem Weg der Besserung. "Es ging alles so schnell, in kurzer Zeit hat sie zwei lebensbedrohliche Operationen überstanden, obwohl wir gewarnt wurden, dass sie es vielleicht nicht lebend herausschaffen wird", freut sich Nathan.

Die Folgen? Eigene Kinder bekommen wird schwierig

Trotzdem liegt noch ein langer Weg vor Jessica, die beiden Notoperationen sind nicht spurlos an ihrem Körper vorbeigegangen. Außerdem erhielt die junge Frau die verheerende Nachricht, dass sie durch die Eingriffe möglicherweise keine Kinder würde bekommen können. Ein harter Schlag für das Paar, das sich Kinder eigentlich sehnlichst gewünscht hatte. Doch das Wichtigste ist, dass Jessica Cowgill am Leben ist. Außerdem hat das Paar nun beschlossen, andere junge Frauen über die potenziellen Gefahren verschiedener Verhütungsmethoden aufzuklären. "Wir wollen die Botschaft nach außen tragen, dass die Menschen vorsichtig sein müssen, was sie in ihren Körper hineinlassen", erklärt Grogan. Mehr Vorsicht hätte Jessica Cowgill vielleicht auch vieles ersparen können, denn eine Kupferspirale bleibt in der Regal maximal fünf Jahre im Körper, danach wird sie fachgerecht entfernt.

Verwendete Quellen: Daily Mail, Facebook

aen Gala

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