Zukar: Flüchtling wird YouTube-Star

Ganz Deutschland redet über Flüchtlinge. Dieser syrische Flüchtling dreht nun den Spieß um und redet über Deutsche

Seit Monaten redet ganz Deutschland über die Flüchtlingskrise. Genau die richtige Zeit, um auch mal die Flüchtlinge zu Wort kommen zu lassen. Das dachte sich zumindest der syrische Flüchtling Firas al-Shater und startete seine eigene Web-Serie "Zukar" auf YouTube.

Vom Gefängnis zum YouTube-Star

Seit zweieinhalb Jahren lebt der syrische Filmemacher schon in Berlin. Zuvor lebte er in Aleppo, wo er immer wieder ins Gefängnis kam, da er Demonstrationen gegen das Assad-Regime organisierte. Wegen des Kriegs floh er dann nach Deutschland. Hier wartet er auf die Bearbeitung seines endgültigen Statusses als politischer Asylant. In der Wartezeit wollte er aber nicht rumsitzen. Er besuchte Sprachkurse, lernte deutsch und versuchte Leute kennenzulernen. Nun drehte er einen Kurzfilm mit dem Titel "Wer sind diese Deutschen?":

Mitten auf dem Alexanderplatz stellte er sich im vergangenen Jahr mit einem Schild auf den Alexanderplatz "Ich bin syrischer Flüchtling. Ich vertraue Dir - vertraust Du mir? Umarme mich!". Es dauerte eine Weile, bis sich die ersten Passanten durchringen konnten, aber nach einer Weile kamen immer mehr Menschen zu ihm und umarmten ihn.

Integration per Video

Mit seinem putzigen Akzent kommentiert er mit einem knuffigen Schmunzeln: "Wenn die Deutschen mit etwas anfangen, dann hören sie überhaupt nicht mehr auf."

Mittlerweile wurde das Video schon von knapp 100.000 Usern gesehen und hunderte Fans folgen ihm in den sozialen Netzwerken. Gerade in in einer Zeit, in der die ganze Zeit über Flüchtlinge berichtet wird, ist es wichtig den Flüchtlingen eine Stimme zu geben. Und wenn das in Form von Firas al-Shater geschieht, brauchen sich die Deutschen keine Gedanken zu machen. Mit seinem Humor hat er Deutschland schon im Sturm erobert. So einfach kann Integration sein.

Themen

Erfahren Sie mehr:

Star-News der Woche