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Brillante Idee Kinder wegen schmutziger Kleidung gemobbt - Direktor reagiert genial


Mobbing ist an allen Schulen ein großes Thema. Aber ein Schuldirektor hat sich etwas Brillantes einfallen lassen, damit Kinder aus ärmlichen Verhältnissen nicht mehr wegen ihrer schmutzigen Kleidung gemobbt werden

Das saubere Kleidung ein Privileg ist, müssen manche Kinder erst noch lernen. Mitschüler, deren Eltern es sich nicht leisten können Kleidung regelmäßig zu waschen, werden daher oft gehänselt. Die Leitung der Westside Highschool in Newark, im US-Bundesstaat New Jersey, ist gezielt an die Problemursache herangegangen. 

Präventionen gegen Mobbing führen oft ins Leere

An fast jeder Schule gibt es Präventionen gegen Mobbing und es wird sich um ein soziales Miteinander bemüht. Oft bleibt das allerdings erfolglos, denn Mobbing passiert systematisch, wobei Kräfteungleichheiten und das Ausspielen von Machtpositionen über einen längeren Zeitraum immer extremer werden. Das Opfer erfährt dann regelmäßig körperliche oder verbale Attacken. Eine organisierte Streitschlichtungsgemeinschaft kann die Probleme in manchen Schulen lösen. Dabei ist aber klar, dass nur der Benachteiligte das Verhalten benennen und aufdecken kann, doch dieser ist oft beschämt und verbarrikadiert sich aus Angst vor weiteren Gemeinheiten. So bleibt Mobbing für Lehrer und Eltern oft unbemerkt und unbehandelt.

New Jersey: Bekannte Kriminalität und Armut

Im Fall an der Schule in Newark wurde den Lehrern der eigentliche Mobbinggrund eines Mädchens erst durch den Sicherheitsdienst bekannt. Dieser forderte das betroffene Mädchen auf den Rucksack zu öffnen, aber die Schülerin weigerte sich. Der Grund: In ihrer Tasche waren lauter schmutzige Kleidungsstück, die auch dementsprechend rochen. "Die Polizei erzählte mir später, dass sie dreckige Klamotten im Rucksack hatte, da sie obdachlos ist und niemand das wissen sollte", sagte der Direktor Akbar Cook dem britischen Nachrichtensender "CNN". Durch diese Aufklärung wurde der Schulleitung bewusst, dass schmutzige und müffelnde Kleidung ein vermehrter Mobbinggrund an ihrer Schule ist. Das Problem der verbreiteten Armut ist im Bundesstaat New Jersey allgemein bekannt. Reports belegen, dass 2016 knapp 14 Prozent der dort lebenden Kinder unter 18 Jahren unter der Armutsgrenze leben. Das sei allerdings nur die erfasste Zahl, neben der viele Familien in der Grauzone weilen. 

Hier wird das Problem an der Wurzel gepackt 

Für die Schulleitung werden die Umstände zum Teufelskreis: "Diese Jugendlichen sind gute Schüler, die lernen wollen. Sie verpassen im Monat vier bis fünf Tage Schule, weil sie wegen ihrer Kleidung gemobbt werden!" Dem Pädagogen war bewusst, dass ein vermittelndes Gespräch mit Opfer und Täter nichts bringen würde. Daher bat er die Stiftung "PSEG" um finanzielle Hilfe und bekam umgerechnet 17.000 Euro, wodurch eine Sportumkleide in einen Waschsalon umgewandelt werden konnte. So stellt die Schule nun fünf Trockner und fünf Waschmaschinen zur kostenlosen Verwendung zur Verfügung. Dadurch soll nicht nur das Mobbingproblem in den Griff bekommen werden, sondern auch die Selbstständigkeit der Schüler gefordert werden. Ein brillantes Projekt, das im ganzen Land auf Anklang stößt, wodurch die Schule etliche Spenden an Waschmittel erhält! 

Hier bekommen Sie einen Einblick in den nun sauberen Alltag der Schüler:  

reb Gala

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