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Ehrlichkeit währt am längsten Frau trickst bei Lebenslauf, jetzt muss sie ins Gefängnis

Bei Bewerbung wird geschummelt, übertreiben sollte man es allerdings nicht
Bei Bewerbung wird geschummelt, übertreiben sollte man es allerdings nicht
© Shutterstock
Um an den Traumjob zu kommen, kann man schon mal zu einer kleinen Notlüge greifen. Eine Australierin hat es damit aber etwas zu gut gemeint. Jetzt muss sie wegen Urkundenfälschung sogar ins Gefängnis.

Veronica Theriault, 45, hatte einen Traum: Sie wollte unbedingt als Leiterin der IT-Abteilung im Ministerium des Premierministers und Kabinetts im australischen Adelaide arbeiten. Und deshalb wurde sie bei der Erstellung ihrer Bewerbung kreativ. Allerdings überschritt sie dabei Grenzen- Grenzen, die sie jetzt ihre Freiheit kosten.

Veronica fälschte Urkunden

Als Leiterin der IT-Abteilung hätte sie nicht nur rund 167 Tausend Euro jährlich verdient, sie hätte auch viel Anerkennung und Bewunderung geerntet. Die Aussicht darauf ließ Veronica Theriault offenbar vergessen, was Recht und Unrecht ist. Bei der Erstellung ihres Lebenslaufs griff die 45-Jährige ganz tief in die Trickkiste. Sie machte falsche Angaben zu vorherigen Jobs, sie fertigte sogar Gehaltsabrechnungen von Angestelltenverhältnissen an, die sie tatsächlich niemals gehabt hat. Sie missbrauchte sogar ihren Bruder für ihre gefälschte Bewerbung, indem sie ihn als Referenz angab. Sie hätten vorher gemeinsam in einem Unternehmen gearbeitet. Das war allerdings niemals der Fall gewesen. "Sie haben dafür gesorgt, dass Ihr Bruder eine Beurteilung Ihrer Arbeit abgibt, in der er schrieb, er habe für Sie gearbeitet, als Sie bei Wotif angestellt waren", sagte der Richter Boylan, der den Fall vor rund einer Woche an einem australischen Gericht verhandelte. Er ergänzt: "Diese Referenz enthielt falsche Informationen - weder Sie noch Ihr Bruder hatten jemals bei Wotif gearbeitet."

Unternehmen zweifelt geistige Gesundheit an

Tatsächlich schaffte es Veronica, den Job zu ergattern. Einen Monat arbeitete sie als Leiterin der IT-Abteilung, verdiente in diesem Monat rund 13 Tausend Euro. Doch dann fielen dem Unternehmen Ungereimtheiten in Veronicas Verhalten auf. Man bekam das Gefühl, die 45-Jährige wäre nicht auf einem normalen geistigen Niveau. Daraufhin fälschte sie eine Arzt-Bescheinigung. "Sie übermittelten der Abteilung einen Brief, in dem stand, Sie seien arbeitsfähig. Dieser Brief war falsch. Sie haben ihn selbst geschrieben, nicht Ihr behandelnder Arzt", hielt Richter Boylan fest.  Veronica Theriault wurde der Täuschung, des unehrlichen Umgangs mit Dokumenten und des Amtsmissbrauchs verurteilt und muss für mindestens 12 Monate in Haft. 

Verwendete Quelle: abc.net.au

abl Gala

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