Verkehrssünderin: Sieben Strafen auf 2,5 Kilometern

Eine Autofahrerin wurde zum Beobachtungsobjekt der Polizei. Diese stellte sieben Verkehrssünden auf kürzester Strecke fest.

Die einen fragen sich, ob die Polizei nichts Besseres zu tun hat. Die anderen finden, es eine gerechte Strafe. Am Mittwoch beobachtete die Polizei in Wien eine Autofahrerin, wie sie ohne zu Blinken die Spur wechselte. Das nahmen sie zum Anlass, um der Frau rund zweieinhalb Kilometer zu folgen. Dabei stellten sie, laut eines Berichts der österreichischen Zeitung "Heute", vier weitere Vergehen gegen die Verkehrsordnung fest. So soll die Frau mehrfach ohne den Blinker zu setzen, die Spur gewechselt haben, und auch die Geschwindigkeitsbeschränkung nicht beachtet haben.

Polizei verfolgt Verkehrssünderin über 2,5 Kilometer

Erst nach besagten zweieinhalb Kilometern stoppten die Beamte den Wagen und forderten die Fahrerin auf, den Erste-Hilfe-Kasten sowie das Warndreieck vorzuzeigen. Als dies nicht direkt geschah, wuchs die Liste an Vergehen und die Polizisten brauchte mehr als 20 Minuten, um alle Strafzettel auszustellen. So berichtet es das lokale Medium.

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Während der Jurist des österreichischen Automobilclubs Martin Hoffer diese Vorgehen als "moralisch bedenklich" kritisiert, sieht die Polizei in ihrem Verhalten kein Problem. "Die Beobachtung eines Fahrzeuges ist nicht unüblich. Hierdurch kann eine etwaige Gefahrensituation besser eingeschätzt und erkannt werden", erklärt ein Sprecher gegenüber "Heute". Die Strafe für die Verkehrssünderin schlug übrigens mit 210 Euro zu Buche.

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