Verbraucherzentrale NRW warnt: Auf diese täuschend echte Fake-Mail fallen viele User rein

Phishing-Mails wollen User-Daten abgreifen und sorgen immer wieder für erhebliche Schäden bei den Verbrauchern

Screenshot

Sie sehen täuschend echt aus und sind in vielen Fällen nicht als Betrug zuerkennen: Die Phishing-E-Mails.

Amazon Betrug

Derzeit warnt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen vor E-Mails, die sich als Informationsschreiben von Amazon tarnen. In der Fake-Mail heißt es: "Durch eine neue Gesetzesgrundlage (§28 BKAG) der Netzwerküberwachung welche am 1. März 2018 in Kraft treten wird, sind wir gezwungen eine erneute Überprüfung Ihrer Daten vorzunehmen."

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Lebensmittel, die auf keinen Fall in die Mikrowelle dürfen

Lebensmittel
Bei einigen Lebensmitteln ist Vorsicht geboten, wenn man diese in der Mikrowelle erhitzen möchte.
©Gala

Der Kunde wird dazu aufgefordert, seine Zahlungsdaten zu verifizieren bzw. neu einzugeben, andernfalls würde eine Sperrung des Kontos erfolgen.

Die Verbraucherzentrale NRW meint dazu in ihrem Facebook-Post: "Nein, am 1. März tritt keine Gesetzesänderung in Kraft, die Amazon zur Datenüberprüfung zwingt. Mails, in denen dies behauptet wird, stammen von Betrügern, die euer Amazon-Login-Daten abgreifen wollen."

So schützen Sie sich

Es wird empfohlen den Link oder eventuelle Anhänge auf keinen Fall zu öffnen und keine sensiblen Daten einzugeben. Am besten ist, die E-Mail mit dem Betreff "Amazon-Kontosicherheit" sofort zu löschen und gar nicht erst zu öffnen. 

Ähnliche E-Mails gib es in letzter Zeit aktuell auch von 1&1, der ING Diba, Ebay und der Volksbank. Alle haben dabei eines gemeinsam: Die Optik wird immer überzeugender. Sowohl sprachlich als auch technisch werden die Betrüger immer gewiefter. 

Wie verhalte ich mich, wenn ich Opfer einer Phishing-Mail wurde?

Gerade durch den einwandfreien Look kann es durchaus passieren, dass man trotz aller Vorsicht Opfer einer Fake-Mail wird. In diesem Fall ist es besonders wichtig, Ruhe zu bewahren und nichts zu überstürzen. Diese Schritte sollten Sie laut mimikama.at im Ernstfall befolgen:

1. Kontakt mit dem Unternehmen aufnehmen, für das Ihre Daten geklaut worden. Veranlassen Sie durch einen Kundendienst die Sperrung Ihres Accounts. Gerade Banken haben rund um die Uhr einen Sperrdienst, um Ihr Konto im Ernstfall zu schützen.

2. Prüfen Sie, ob Sie sich noch bei Ihrem Benutzerkonto anmelden können. Ist das noch möglich, ändern Sie sofort Ihr Passwort und wenn möglich auch die Kontodaten und den Benutzernamen.

3. Kontrollieren Sie Kontoveränderungen und Transaktionen. Überprüfen Sie, ob Waren gekauft oder Abbuchungen vorgenommen wurden. Sollte das der Fall sein, informieren Sie umgehend den Kundendienst

4. Dokumentieren Sie alle Auffälligkeiten mit Screenshots, Kontoauszügen, etc. und drucken Sie auch die Phishing-Mail aus. Leiten Sie diese ggf. an das Unternehmen weiter, mit dem sie bereits in Schritt 1 Kontakt aufgenommen haben.

5. Kontaktieren Sie einen auf Internetbetrug spezialisierten Anwalt. Schildern Sie ihm Ihren Fall und schicken Sie ihm alle Dokumente zu. Kontaktieren Sie ihn auch, wenn noch kein Schaden entstanden ist. 

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