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Urlaub in Italien DAS ist jetzt am Strand verboten


Die Küstenwache Italiens hat den Kampf gegen eine Touristen-Unart aufgenommen. Zuwiderhandlungen werden empfindlich bestraft

Es ist eine Marotte, für die besonders Deutsche und Engländer bekannt sind: Am Vorabend oder früh am Morgen wird ein Handtuch am Strand platziert, um sich so frühzeitig einen Platz am später gerammelt vollen Strand zu sichern. Eine Unart, die vielen Italienern sauer aufstößt. Von einem "Guerra ad ombrellone selvaggio" ist sogar die Rede, also einem "wilden Sonnenschirm-Krieg".

Die Küstenwache verhängt empfindliche Strafen

Nach etlichen Rache-Aktionen von Einwohnern, die Handtücher in Pools geschmissen oder gar angezündet haben, gehen die Italiener auch offiziell gegen den Handtuchkrieg vor. Wer sich beim Besetzen eines Strandabschnitts erwischen lässt, soll nun 200 Euro Strafe zahlen. Um diese Strafe auch einzufordern, werden sogar Beamte der Küstenwache eingesetzt. Erst nach halb neun Uhr morgens darf jetzt das Handtuch ausgebreitet werden.

Strände sind Gemeingut

Grund für das harte Durchgreifen der Küstenwache ist die Tatsache, dass der Strand im Besitz des Staates ist. Frühaufstehende Liegestuhl-und Standabschnittreservierer machen es den einheimischen Strand-Besuchern unmöglich einen Platz zu finden und den öffentlichen Raum zu nutzen. Dieser Egoismus wird ab jetzt bestraft.

tgi / Gala

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