Stierkampf wieder erlaubt: Auf Mallorca kämpfen die Toreros wieder

Es ist eine höchst umstrittene Tradition: Nach zwei Jahren werden in Mallorcas Stierkampf-Arena wieder Tiere getötet. Unter großen Protesten floss am Freitag jede Menge Blut.

Stierkampf ist weltweit höchst umstritten, gilt in Spanien aber als Tradition

Zwei Jahre war es auf Mallorca per Gesetz untersagt, Stiere zu verletzen und zu töten. Ende 2018 wurde jenes Gesetz dann in Teilen gekippt. Am Freitagabend fand in Palma nun der erste "Corrida de Toros" seit zwei Jahren statt. Vor rund 9000 Fans präsentierten die Toreros ihr Können, töteten den Stier mit fünf Stichen. Doch das Spektakel ging nicht ohne Proteste vonstatten.

Toreros im Vorfeld wüst beschimpft

Rund 400 Stierkampf-Gegner hatten sich schon Stunden vor Beginn des Kampfes vor der Arena versammelt, um ihrem Unmut über das tödliche Treiben Ausdruck zu verleihen.

Mehrere hundert Menschen versammelten sich vor der Arena auf Mallorca

Slogans wie "Mallorca tötet nicht, Mallorca schützt Tiere!", "Kultur ist nicht Tortur" und "Torero, du Feigling, wir wünschen dir einen schlechten Abend!"  wurden gerufen. Der Stimmung in der "Coliseo Balear" tat das aber keinen Abbruch.

9000 Stierkampf-Fans besuchten das blutige Spektakel

Vier Star-Toreros, unter ihnen Morante de la Puebla und Julián Lóper Escobar, traten am Freitag beim ersten Stierkampf seit zwei Jahren an. Rund 9000 Fans hatten sich in der Arena in Palma versammelt, um ihnen bei dem blutigen Geschehen zuzusehen. Mehrere Anläufe brauchte es, um dem ersten Stier mit dem Degen von oben herab ins Herz zu stechen, um ihm so den Todesstoß zu versetzen. Das Publikum zeigte sich begeistert, immer wieder hallte frenetischer Jubel durch die Mengen. Ein Demonstrant schaffte es, die Arena zu stürmen. Auf seinen nackten Oberkörper hatte er "Niemals wieder" geschrieben, doch die Ordner konnten ihn schnell aus der Manege ziehen.

Durch das gekippte Gesetz fällt mit Mallorca eine der letzten stierkampffreien Zonen. Nur auf den Kanaren ist das tödliche Szenario bis heute verboten.

Verwendete Quelle: Welt

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