Cinderella Diet: Das steckt hinter dem absurden Abnehm-Trend auf Twitter

In Japan macht die umstrittene Diät gerade die Runde. Doch wie gesund ist das Cinderella-Gewicht überhaupt?

Die extrem schlanke Taille von Schauspielerin Lilly James im Film "Cinderella" sorgte 2015 für Diskussionen. 

Einmal im Leben wie eine Disney-Prinzessin aussehen - das hat sich sicher jede Frau schon mal gewünscht. Aber wer sagt, dass man sich dazu auf ein ungesundes Gewicht runterhungern muss? Auf Twitter diskutieren aktuell viele über die Cinderella-Diät - und sie ist wirklich unfassbar absurd.

Trend in Japan beliebt

Vor allem in Japan haben sich viele Frauen dieses Diät-Ziel gesetzt. Was wollen sie damit erreichen? Einen Body-Mass-Index (BMI) von unter 18. In Japan sind die Menschen zwar vergleichsweise ohnehin schon schlank, doch die Cinderella-Diät geht weit darüber hinaus. Es gibt sogar eine Formel, mit der sich das persönliche Cinderella-Gewicht ausrechnen lässt: 

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  • (Größe in m x Größe in m) x 18 = Cinderella-Gewicht

Das Ergebnis zeigt dann das Gewicht, das diejenigen, die diese Diät machen, erreichen müssen. Wie sie das machen ist eigentlich so ziemlich egal. Bei einer 1,65-meter großen Person läge das Cinderella-Gewicht bei 49 Kilogramm, wer 1,70 groß ist sollte 52 Kilogramm wiegen. Und eines steht fest: Wer sich auf dieses Gewicht hungert, ist nicht gesund. Denn generell gilt ein BMI, der unter 18,5 liegt, als zu niedrig.

Diskussionen auf Twitter

Auf Twitter wird die Formel für die Cinderella-Form heiß diskutiert. "Wenn du kein Sportler bist, dann würdest du mit dem Körperfettanteil, den man für einen BMI von 18 braucht, krankhaft dünn aussehen", schreibt jemand. Andere sehen es wiederum sehr locker: "Ich verstehe nicht, was daran so kontrovers ist. Manche Leute wollen einfach dünn sein. Was ist falsch daran?" 

Folgen von Untergewicht

Falsch daran ist Folgendes: In Deutschland ist ein BMI zwischen 18,5 und 24,9 Normalgewicht. Alles was darunter liegt, fällt in die Kategorie "Untergewicht". Wer wenig wiegt - beziehungsweise so wenig, der kann schnell an seine Grenzen kommen. Körperliche Arbeit und Sport fallen wesentlich schwerer. Außerdem riskiert man schnell eine Unterversorgung mit wichtigen Nährstoffen, da in der Regel weniger gegessen wird. 

Auch eine verringerte Östrogenproduktion ist bei Untergewicht nicht selten, wodurch es sogar bis zur Unfruchtbarkeit kommen kann. Natürlich ist nicht jeder mit einem BMI von 18 gleich krank, sondern Normalgewicht. Wer sich aber erstmal hungern muss, um dahin zu kommen, der sollte lieber nochmal nachdenken. Denn schließlich macht das Gewicht noch lange keine Prinzessin aus.

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