Plötzlicher Kindstod? : Als Tattika Dunn ihr Baby aus dem Tuch holt, atmet es nicht mehr

Der Australierin Tattika Dunn ist wohl das Schlimmste passiert, was einem Elternteil widerfahren kann: Als sie beim Kinderarzt ihren neugeborenen Sohn aus dem Tragetuch holt, atmet er nicht mehr. Auch alle Wiederbelebungsmaßnahmen bleiben erfolglos

Eine Mutter trägt ihr Kind in einer Trage (Symbolbild). 

Man kann sich nicht vorstellen, wie sich Tattika Dunn gefühlt haben mag, als sie ihren drei Wochen alten Sohn Harvey McGlinn beim Kinderarzt aus dem Tragetuch wickelte und bemerkte, dass das Baby nicht mehr atmete. Für den Weg zum Arzt hatte die Australierin ihren Neugeborenen in ein Tragetuch gehüllt und ihn vor ihrem Bauch zur Praxis getragen. Als sie dort ankam und eine Krankenschwester den Kleinen aus dem Tuch hob, stellte diese fest, dass das Baby nicht mehr lebte. Dunn hatte zuvor nichts bemerkt.

Harvey McGlinn war ein Wunschkind

Harvey McGlinn war der dritte Sohn von Tattika Dunn und ihrem Verlobten Bill McGlinn. Der Junge, der am 12. März 2019 in Australien zur Welt kam, war ein Kind, "das sehr geliebt wurde", so Dunn in einem Facebook-Post. Seine Familie, Harvey hatte mit den vierjährigen Zwillingen Seth und Bailey noch zwei ältere Brüder, habe sich sehr über die Geburt des Jungen gefreut. Umso unvorstellbarer ist der Schmerz, der die Familie nur drei Wochen nach Harveys Geburt ereilte. 

Denn der kleine Junge verstarb auf dem Weg zu einer Routineuntersuchung beim Kinderarzt im Tragetuch am Körper seiner Mutter. Wie das genau geschehen konnte, ist nicht genau zu sagen. Wie "news.com.au" berichtet, kommt der plötzliche Kindstod in Frage. Die für die Familie eingerichtete Spendenseite schreibt, dass das Herz des Kindes einfach aufgehört habe zu schlagen. Von dem Ersticken im Tragetuch ist keine Rede.

Tattika Dunns Herz ist gebrochen

Auch Tattika Dunn zeigt sich in einem Facebook-Post ratlos über den tragischen Tod ihres Babys: "Ich kann nicht ins Detail gehen, da es immer noch zu unverarbeitet ist und mein Herz sich anfühlt, als sei es in eine Million Stücke zerrissen worden. Aber am 8. des vergangenen Monats (April, Anm. d. Red.), als ich mit meinem drei Wochen alten, liebenswerten Baby Harvey zu einer Routineuntersuchung ging, starb er. Es passierte aus 'einem unbekannten Grund' - es ist nicht zu erklären, dass ein sehr geliebtes Familienmitglied von dieser Welt genommen wurde, er hatte eine Mama, einen Vater und vierjährige Zwillingsbrüder, die ihn mehr liebten als alles andere!"

Tipps für das Tragen im Tuch

Obwohl man nicht sagen kann, woran der kleine Harvey gestorben ist, ruft die australische Website noch einmal zum Überprüfen der Kindesposition im Tragetuch auf. Das System T.I.C.K.S. soll potentiell gefährlichen Situationen von Babys im Wickeltuch vorbeugen. Die Buchstaben stehen dabei für Folgendes:

  • T = Tight (zu dt.: eng): Das Baby soll so eng wie möglich am Körper getragen werden. Erwachsene, die ein Baby im Tragetuch tragen, sollten darauf achten, dass der Rücken des Kindes durch das Tuch gestützt wird, sodass das Baby nicht in sich zusammensacken kann. 
  • I = In View At All Times (zu dt.: immer im Blick): Die Eltern sollten ihr Baby immer gut sehen und so auch auf Faktoren wie Atmung, Gesichtsausdruck, Geräusche und Temperatur achten können.
  • C = Close Enough To Kiss (zu dt.: nah genug zum küssen): Der Kopf des Babys sollte sich so nah unter dem Kinn des Tragenden befinden, dass dieser das Kind jederzeit auf den Kopf küssen kann. Achten Sie dennoch auf einen kleinen Abstand zwischen Kinn und Kopf: Im Falle eines Stolperers oder einer hektischen Bewegung, könnten Sie dem Kind sonst einen kleinen Schlag verpassen.
  • K = Keep Chin Of The Chest (zu dt.: nimm das Kinn von der Brust): Damit das Baby im Tuch frei atmen kann, darf sich sein Kinn nicht auf der Brust befinden. Als Faustregel gilt hier: Es sollte mindestens ein Fingerbreit zwischen dem Kinn und der Brust Platz sein. 
  • S = Supported Back (zu dt: unterstützter Rücken): Durch das feste Einwickeln des Kindes ist die Wirbelsäule des Kindes gut fixiert und so geschützt. Trotzdem sollten sich Eltern, wenn sie sich bücken müssen, in die Knie gehen, anstatt sich zu beugen. 

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Verwendete Quellen: news.com.au, RTL, gofundme.com, Ärzteblatt


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