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Todkrankes Baby Charlie Gard Europäischer Gerichtshof hat entschieden

Charlie
Charlie
© facebook / Connie Yates
Charlies Ärzte wollen die Maschinen abstellen, weil es keine Heilung gibt. Dagegen klagten die Eltern vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Jetzt wurde eine Entscheidung gefällt 

Update, 29. Juni 2017

Die Entscheidung ist gefallen

Charlie Gards Eltern müssen Abschied nehmen. Bis zum Ende haben Connie Yates und Chris Gard gekämpft, um ihren Sohn am Leben erhalten zu können und zogen sogar vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, um gegen die Entscheidung der englischen Ärzte vorzugehen. Diese hatten zuvor erklärt, für das Baby gäbe es keine Hoffnung mehr und die lebenserhaltenden Maschinen müssten abgeschaltet werden. Der Europäische Gerichtshof begründet das Urteil damit, dass sie nicht zuständig seien und die Ärzte sehr sorgfältig gehandelt hätten. Für die Ärzte steht jetzt im Mittelpunkt, Connie Yates und Chris Gard ihre bestmögliche Unterstützung anzubieten.

17. Juni 2016: Europäischer Gerichtshof entscheiden, ob Charlie leben darf

Der kleine Charlie ist zehn Monate alt und sterbenskrank. Nur Maschinen halten den kleinen Jungen in einem Krankenhaus in London noch am Leben. Ein schwerer Gendefekt, den er geerbt hat, führte zu so schlimmen Gehirnschäden, dass die Ärzte dem Kleinen keine Chance mehr auf Besserung, geschweige denn Heilung, geben. 

Hat er noch eine Chance? 

Nur die Eltern glauben noch an ihren kleinen Charlie. Ihre letzte Hoffnung ist eine experimentelle Therapie in den USA. Bis sie dort aber einen Therapieplatz bekommen, soll Charlie weiter an den Geräten angeschlossen sein. Die Ärzte des Krankenhauses sind aber dagegen und geben dem Jungen auch mit der Therapie in den USA keine Überlebenschance. 

Dieser Streit hat jetzt dazu geführt, dass am kommenden Montag, d. 19.06.2017 der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte darüber entscheidet, ob die Maschinen abgestellt werden oder nicht. In ihrer Verzweiflung posteten die Eltern ein Bild ihres Jungen mit geöffneten Augen mit den Worten "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte."

Zuvor wurde ihnen vom Gericht mitgeteilt, das es schlecht aussähe, da Charlie kaum die Augen aufbekäme. Am Montag fällt die Entscheidung, ob Charlie leben darf oder nicht. 

Gala

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