Todes-Drama Baby-Delfin stirbt durch Selfies

Die Welt fasst sich an den Kopf: In Argentinien kosteten schaulustige Touristen diesem Delfin das Leben

Tödliche Tortur

Es ist ein Schicksal, das einen traurig und fassungslos zurücklässt. In dem Video ist ein Tourist zu sehen, der einen verirrten Baby-Delfin aus dem seichten Wasser des Strands von La Teresita fischt. Wie eine Trophäe reckt er ihn in die Luft, während sich eine Traube an Menschen um ihn bildet. Alle wollen den Baby-Delfin streicheln oder ein Foto mit ihm machen. Zwischendurch legt er ihn auf den Sandstrand, damit noch mehr Menschen ein Selfie mit dem Delfin erhaschen können. In der Zeit leidet das Tier Höllenqualen, während es austrocknet und erstickt. Trotzdem reichen die Schaulustigen den Delfin weiter umher. Jeder will sich gut gelaunt mit dem empfindlichen Meeressäuger fotografieren.

Hat denn niemand nachgedacht?

Keiner der Anwesenden scheint auch nur ein einziges Mal auf die Idee zu kommen, dass Delfine Meerestiere sind. Meerestiere, die an Land eben nicht überleben können. Augenzeugen berichten, dass es keine fünf Minuten gedauert habe, bis der kleine Delfin verstarb.

Bei dem Delfin handelte es sich um einen La-Plata-Delfin, einer Art, die vom Aussterben bedroht ist. Die Tierschutzorganisation WWF Latinoamérica zeigte sich tief bestürzt und startete eine Kampagne, um eine Wiederholung dieses Dramas zu verhindern.

tgi / Gala

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