Forscher haben bewiesen: Wer langsam isst, wird seltener dick

Es gibt unzählige Mythen und Theorien, wie man am besten schlank bleibt. Doch zum ersten Mal wurde bewiesen, dass das hier wirklich hilft

Die Essgeschwindigkeit spielt eine große Rolle beim Zunehmen (Symbolbild).

Wie können wir dauerhaft in Form bleiben ohne auf bestimmte Lebensmittel verzichten zu müssen? Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: langsam essen. Denn Forscher haben nun tatsächlich bewiesen, dass die Essgeschwindigkeit beim Zunehmen eine enorme Rolle spielt.

Schnell-Esser oder Genießer?

Die Forscher der Universität Fukuoka (Japan) haben die Daten von rund 60.000 Menschen ausgewertet. Daraus geht hervor, dass Menschen, die ihr Essen hastig und viel zu schnell herunterschlingen eher zu Übergewicht neigen. Ganz im Gegenteil zu denjenigen, die sich Zeit beim Essen nehmen. Die meisten Teilnehmer (33.455) gaben ihre Essgeschwindigkeit als normal an. 22.070 Probanden beschrieben ihr Essverhalten eher als "hineinschaufeln". Nur 4.192 Personen beschrieben sich selbst als langsame Esser.

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Frau befüllt einen Geschirrspüler
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©Gala

Dabei fiel auf, dass in der Gruppe der Langsam-Esser wesentlich mehr Frauen und deutlich weniger Übergewichtige waren als in den anderen beiden Gruppen. Sie hatten einen niedrigeren Body-Mass-Index und eine schlankere Taille. In Japan gilt ein BMI von über 25 als adipös oder fettleibig, in Deutschland und vielen anderen Ländern ist das ab einem Wert von 30 der Fall. Allerdings ist der BMI nicht immer verlässlich, da er zum Beispiel keine Muskelmasse, die mehr wiegt als Fett, berücksichtigt.

Nicht "über den Hunger" essen

Laut der Studie haben Normal-Esser eine 29 Prozent geringere Wahrscheinlichkeit als Schnell-Esser übergewichtig zu werden. Wer langsam isst, bei dem ist die Wahrscheinlichkeit 42 Prozent geringer. Die Forscher vermuten, dass die langsamen Genießer eher merken, dass sie satt sind und nicht "über ihren Hunger" essen, während bei Schnell-Essern genau das Gegenteil der Fall ist. Sie essen weiter, obwohl ihr Kalorienbedarf längst gedeckt ist, weil sich das Sättigungsgefühl noch nicht gemeldet hat. Allerdings beruhen die Einschätzungen der Essgeschwindigkeit auf der eigenen Meinung der Probanden, was die Ergebnisse etwas verzerren könnte.

Nichtsdestotrotz haben die Forscher mit der Studie bewiesen, was Ernährungswissenschaftler schon seit Ewigkeiten predigen: Langsam essen ist der Schlüssel zum Schlankbleiben. Aber wie bei fast allem ist Abnehmen und fit bleiben vor allem eines: Reine Kopfsache. 

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