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Mentale Gesundheit stärken Soziale Isolation: 7 Tipps gegen die Coronadepression

Corona-Depression
Soziale Isolation: Mit unseren Tipps können Sie gegen die Corona-Depression ankämpfen
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Soziale Isolation hat gravierende negative Folgen für unseren Körper. Wenn auch Sie in die Kategorie der hochsensiblen, pessimistischen und depressiv veranlagten Menschen gehören, wissen Sie genau, wovon ich spreche. Doch es ist wichtig, genau jetzt dagegen anzusteuern. Wir zeigen Ihnen sieben Wege, mit denen Sie es schaffen, der Coronadepression zu entkommen.

Menschen sind soziale Wesen, die Geborgenheit, Halt und Unterstützung brauchen. In Zeiten der Coronakrise müssen wir uns umstellen. Statt draußen in die neue Jahreszeit zu starten, bleiben wir zu Hause und stellen die sozialen Kontakte ein. Soziale Isolation zwingt uns in die Knie. Wir müssen uns mit uns selbst beschäftigen, kommen ins Grübeln, fühlen uns unmotiviert, müde und traurig. Unser Tag verliert an Struktur, wir lassen uns gehen. 

Soziale Isolation überstehen - wie soll das gehen?

Die soziale Isolation schlägt uns aufs Gemüt - und zwar mit aller Macht. Wer sich jetzt nicht aufrafft und Wege findet, sich abzulenken, läuft Gefahr, in ein Loch zu fallen. Machen Sie sich trotz ängstlicher Gedanken immer wieder bewusst: Sie sind nicht hilflos. Mit unseren Tipps können auch Sie es schaffen, trotz Coronakrise nicht den Mut zu verlieren und etwas Positives aus der Ausnahmesituation zu ziehen.

Soziale Isolation: 7 Tipps, die Zeit sinnvoll zu verbringen

1 Unterstützen Sie Ihre Nachbarn

Vielleicht waren Sie in letzter Zeit viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als auf Ihre Nachbarn Acht zu geben. Jetzt ist der beste Zeitpunkt, das zu ändern. Gibt es in Ihrem Haus ältere Menschen, die auf Hilfe und Unterstützung angewiesen sind, zum Beispiel um Einkäufe zu erledigen? Die sich nicht mehr aus dem Haus trauen aus Angst vor einer Ansteckung? Eltern, die nicht von Zuhause aus arbeiten können und daher Hilfe bei der Kinderbetreuung benötigen? Seien Sie aufmerksam! Helfen Sie! Bieten Sie diesen Menschen Ihre Unterstützung an. Wer anderen hilft, tut auch für sich selbst etwas Gutes. Helfende stärken durch die Unterstützung ihre eigene mentale Gesundheit. Unter dem Hahstag #Nachbarschaftschallenge zeigt sich auf Twitter eine Welle der Solidarität, auch Facebook-Gruppen organisieren sich. Der Gemeinschaftscharakter in dieser Krise bleibt - und stärkt unsere Psyche. 

2 Lauschen Sie Ihren Lieblingskünstlern auf Instagram

Musiker, Komiker und Autoren mussten ihre Veranstaltungen verschieben. Doch viele Künstler hält das nicht davon ab, ihre Fans online bei Laune zu halten. Auf Live-Events müssen wir also trotzdem nicht verzichten. Die Vatikanischen Museen bieten sieben virtuelle Rundgänge, in der der Mannheimer Kunsthalle besprechen Mitarbeiter einzelne Werke virtuell, die Münchener Kammerspiele stellen Inszenierungen ins Netz. Die Autoren Benjamin Maack, 41, und Jasmin Schreiber, 32, haben für Freitag, 20. März, eine Online-Lesung angekündigt. Sie findet um 20 Uhr auf Twitch statt.

Unter dem Hashtag #wirbleibenzuhause haben sich sieben Musiker zusammengefunden, die am 22. März zusammen ein Konzert geben wollen. Max Giesinger, 31, Johannes Oerding, 38, Lea, 27, Michael Schulte, 29, Nico Santos, 27, Álvaro Soler, 29, Lotte, 27, und Mathea, 21, spielen jeweils eine halbe Stunde von zuhause. Die Privat-Konzerte können auf den jeweiligen Instagram-Accounts der Künstler gestreamt werden.

3 Reden Sie mit jemandem

Bleiben Sie in Kontakt! Telefonieren Sie mit Ihren Angehörigen, skypen Sie mit Ihren Freunden, richten Sie Messenger-Gruppen für den sozialen Austausch mit Ihren lieb gewonnen Arbeitskollegen ein. Teilen Sie Ihre Sorgen miteinander, dann tragen Sie nicht die ganze Last allein. Öffnen Sie sich aber auch für andere Themen, lassen Sie sich von Ihren Liebsten ein Lächeln aufs Gesicht zaubern, stärken Sie das Zusammengehörigkeitsgefühl. Machen Sie sich bewusst, dass Sie in dieser Zeit nicht alleine sind. Nicht jeder hat Partner, Freunde oder Familie. Für alle, die einfach nur mit jemandem reden wollen, ist die Telefonnummer der Seelsorge eine ratsame Anlaufstelle: 0800/111 0 222.

4 Lernen Sie backen und kochen

Backen ist Liebe und Kochen ist Glück. Auch wenn Sie sich bislang immer davor gesträubt haben, versuchen Sie es. Backen und Kochen haben tatsächlich therapeutische Effekte. Wissenschaftler in Neuseeland konnten in einer Studie  nachweisen, dass Studierende sich an Tagen, an denen sie gebacken haben, glücklicher fühlten. Backen Sie Bananenbrot, Kekse oder Brötchen. Probieren Sie in der Mittagszeit neue Rezepte. Es gibt jede Menge Gerichte, die mit wenig Aufwand und wenigen Zutaten wunderbar gelingen. Das schaffen auch Sie. Hier finden Sie Inspiration:

5 Lassen Sie sich zu neuen Projekten inspirieren

Folgen Sie Hashtags wie #staysavestayhome, um sich von den Geschichten, Empfindungen oder Problemen der anderen inspirieren und stärken zu lassen. Starten Sie endlich Ihre eigenen Projekte. Fangen Sie an, Gedanken in einem Notizblock festzuhalten, schreiben Sie eigene Gedichte, vielleicht sogar ein eigenes Buch. Sortieren Sie Fotos, arbeiten Sie an der Steuererklärung, wirbeln Sie im Garten. Lernen Sie, zu meditieren. Machen Sie Ihr Work-out zu Hause. Setzen Sie sich auf Ihren Balkon und lauschen Sie den Vögeln. Reflektieren Sie. Finden Sie zu sich selbst.

6 Spenden Sie

Helfen Sie mit einer Spende, die Coronazeit zu überstehen. Auf betterplace.org kann man lokale Projekte unterstützen, wie zum Beispiel die Berliner Clubkultur oder die Hamburger Obdachlosen.

7 Unterstützen Sie Geschäfte

Sie können kleinen Geschäften und Restaurants helfen, indem Sie einen Gutschein bei Ihnen kaufen. Denn dadurch bleiben sie aktuell geschäftsfähig und können die Krise besser überstehen. Außerdem können Sie sich dadurch noch mehr auf die Zeit nach Corona und Ihren nächsten Besuch freuen.

Die Psychologin Ulrike Scheuermann bringt die aktuelle Situation auf den Punkt: "Eine wichtige Lebenskompetenz ist es, hinzunehmen, dass es ist, wie es ist, wenn wir etwas nicht ändern können. Aber wir sind nicht hilflos." Halten wir zusammen, dann halten wir auch durch.

Verwendete Quellen: get-press.de, zdf

Gala

>> Aktion: Gemeinsam gegen Corona


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