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Abstand halten Social Distancing: Was es heißt und wie Sie das Beste daraus machen

Häusliche Quarantäne
Social Distancing: So können Sie Ihre Zeit zu Hause positiv gestalten
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Social Distancing bedeutet Umdenken, reflektieren und vielleicht gegen einen Lagerkoller ankämpfen. Social Distancing bedeutet aber nicht, dass unser Leben vorbei ist, nur weil wir uns in den eigenen vier Wänden aufhalten und zu anderen Menschen auf Abstand gehen müssen. Denn jetzt haben wir endlich einmal Zeit für all die Dinge, die sonst viel zu kurz kommen ...



Social Distancing ist einer der vielen Anwärter auf das (Un-)Wort des Jahres. Social Distancing zwingt uns, uns mit uns selbst auseinanderzusetzen, unsere innere Stimme kritisch zu hinterfragen, uns unsere eigene Realität zu bauen. Mit einer Sichtweise, die uns entweder runterzieht - oder uns stattdessen Energie liefert.

Social Distancing: Was ist das eigentlich?

Social Distancing bedeutet: Abstand halten. Niemandem zu nahe zu kommen. Sich selbst und sein Umfeld nicht in Gefahr zu bringen, sich möglicherweise mit dem Coronavirus anzustecken. Beim Sprechen, Husten oder Niesen kann das Covid-19 übertragen werden. Um das zu verhindern, ist es absolut notwendig, dass wir anderen Menschen nicht zu nahe kommen. 

Das soziale Leben macht Pause

Social Distancing zwingt uns dazu, eine Pause einzulegen. Alles, womit wir uns bisher die Zeit vertrieben haben, ist untersagt. Shoppen in Geschäften, das Veranstalten von Picknicks im Park, Bar-Hopping. Konzerte fallen aus, der ESC wurde abgesagt, die Fußball EM ist auf 2021 verschoben worden. Cafés wurden geschlossen, damit niemand mehr auf engem Raum zusammen sitzt. Homeoffice steht an der Tagesordnung. In den ersten Ländern wurden Ausgangssperren verhängt.

Alles das ist kein Spaß - sondern äußerst wichtig, um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Denn eine amerikanische Studie beweist: Social Distancing hilft wirklich!

Social Distancing: Lagerkoller muss nicht sein

Social Distancing kann für einen Pessimisten den Lagerkoller bedeuten, währenddessen die Optimisten darin endlich die Chance sehen, die tägliche Routine zu durchbrechen und die kleinen Dinge im Leben zu genießen. Wir alle sollten die Isolation als Möglichkeit ergreifen, die überraschend gewonnene Zeit sinnvoll zu verbringen, anstatt der aufkeimenden Langeweile mit Angst zu begegnen. Social Distancing ohne Lagerkoller? So funktioniert's!

Social Distancing: 7 Tipps gegen Langeweile

1. Backen

Backen ist Liebe! Ob Brot, Brötchen, Kuchen - allein der Duft aus dem Backofen erwärmt unser Herz. Backen ist aber auch ein Ausdruck von Kreativität. Und Kreativität entspannt. Ein britischer Hobby-Bäcker sagte einmal: "Die Zutaten abzuwiegen, sich Schritt für Schritt durch ein Rezept zu arbeiten und sich gut organisieren zu müssen, befreit den Kopf. Es ist wie Meditation.“

Backen macht aber auch Freude. Beim Backen ist die Welt noch in Ordnung. "Wo Kuchen ist, da ist auch Hoffnung. Und Kuchen gibt es immer“, sagt der amerikanische Schriftsteller Dean Koontz. Auch wenn Mehl derzeit ein besonders kostbares Gut und daher nur schwer in den Läden zu finden ist, backen Sie! Es gibt genügend Rezepte ohne Mehl. Hier finden Sie eine wunderbare Anleitung für Kekse ohne Mehl:

2 Dankbarkeitszettel schreiben

Zugegeben, öfter mal dankbar zu sein, klingt banal. Tatsächlich ist es aber genau das, was uns in dieser Zeit am besten voranbringt. Schreiben Sie eine Dankbarkeitsliste. Gehen Sie in sich und halten Sie zwei Wochen lang morgens oder abends fest, wofür Sie dankbar sind. Es ist wichtiger denn je, dass Sie ihre eigene Denkweise einem Realitätscheck unterziehen und sich die Frage stellen: Geht gerade wirklich alles in meinem Leben schief? Oder gibt es trotz Social Distancing an jedem Tag schöne Momente

Mit einer Dankbarkeitsliste können Sie das simpelste und wirkungsvollste Instrument zu einem glücklicheren Lebensgefühl in der Hand halten.

Beispiele gefällig? Starten Sie zum Beispiel mit "Ich bin dankbar für":

  • Das leckere Frühstück, das ich mir gleich zubereite
  • Die ersten Sonnenstrahlen auf meinem Balkon
  • Das Fitnessprogramm, das ich gut in meiner Wohnung erledigen kann

3 Frühjahrsputz erledigen

Auch wenn wir von drinnen nicht so viel mitbekommen: draußen wartet der Frühling auf uns - und in den eigenen vier Wänden damit der alljährliche Frühjahrsputz. Eine Mammutaufgabe, die wir immer vor uns herschieben, weil uns unsere Zeit dafür zu schade ist. In Zeiten von Social Distancing müssen wir uns für den Frühjahrsputz nicht mehr den Samstag oder Sonntag rauspicken, sondern können die Aufgabe einwandfrei an mehreren Tagen unter der Woche aufteilen. Nehmen Sie sich jeden Tag einen anderen Raum vor. Beginnen Sie mit dem Bad, machen Sie mit der Küche weiter und dann geht’s weiter Richtung Wohnzimmer und Schlafzimmer. So treibt uns der Gedanke an den Frühjahrsputz keine Schweißperlen mehr auf die Stirn, sondern lässt unsere Wohnung mit Freude im frühlingshaften Glanz erstrahlen.

4 Ausmisten

Zu viele Klamotten und trotzdem Nichts zum Anziehen - dieser Gedanke kam schon vielen von uns. Dabei ist die Wahrheit eine ganz andere. Fakt ist nämlich: unser Kleiderschrank quillt über. Immer wieder ziehen wir unsere Lieblingsteile hervor und lassen die anderen zurück. Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, auszumisten. Alle Kleidungsstücke sollten öfter als vier Mal getragen worden sein, bevor wir sie aussortieren. Alles was nur noch Deko ist (keine Erinnerung wachrüttelt und ein persönliches Geschenk von der besten Freundin ist) und garantiert keinen Weg mehr nach draußen findet, kann weg.

5 Fotos sichern

Fotos fangen unschätzbare Erinnerungen ein - umso wichtiger ist es, die Bilder langfristig zu sichern. Wir alle haben unzählige Fotos auf dem Smartphone. Doch die wenigsten von uns machen Bilder, damit die Dateien verstauben. Kopieren Sie alle Daten von der SD-Karte oder dem Smartphone-Speicher auf Ihren Rechner. Dann können Sie Ihre Bilder sortieren und online bestellen - und sicher gehen, dass Ihnen die Erinnerungen nie mehr verloren gehen, wenn sie erst einmal an ihrer Wand hängen oder in einem Fotoalbum kleben.

6 Puzzlen

Puzzlen macht glücklich! Während des Puzzelns wird das Glückshormon Dopamin gebildet. Durch die Ausschüttung profitieren wir von besserer Laune. Mit dem Puzzlen schnappen wir uns eine Aufgabe, die wir uns zutrauen, von der wir aber noch nicht wissen, wie lange wir brauchen und ob es auf den ersten Anhieb klappt. Das Puzzle zu Ende zu bringen, stärkt unser Selbstbewusstsein und schafft innere Ausgeglichenheit und Zufriedenheit. Also Schublade auf, Puzzle raus!

7 Lesen

Es gibt ihn, diesen Stapeln von Büchern, den wir abarbeiten wollen, sobald die Zeit da ist. Häusliche Quarantäne kommt da wie gerufen. Schnappen Sie sich ein Buch und machen Sie es sich gemütlich. Lesen entschleunigt. Das ist viel erholsamer, als immer ein paar Seiten zwischen den U-Bahnstationen zu lesen oder kurz vorm Schlafengehen. So richtig wirksam ist Lesen nämlich nur, wenn wir im Flow sind. Wenn wir in die Geschichte eintauchen können und alles um uns herum vergessen.

Social Distancing: Diese Regeln gelten

Das Robert-Koch-Institut hat diese Hinweise im Hinblick auf Social Disctancing veröffentlicht:

  • zu Hause bleiben, wann immer möglich; Zimmer regelmäßig lüften
  • nicht notwendige Reisen absagen oder verschieben
  • möglichst nur für Versorgungsgänge rausgehen; Abstand von 1 bis 2 m zu anderen Personen halten
  • private Kontakte auf das Notwendigste reduzieren bzw. Möglichkeiten ohne direkten/persönlichen Kontakt nutzen (Telefon, Internet etc.)
  • Risikogruppen durch Familien- und Nachbarschaftshilfe versorgen; aktiv Hilfsangebote machen
  • Umgang mit Erkrankten im Haushalt festlegen (Schlafen und Aufenthalt in getrennten Zimmern; Mahlzeiten getrennt einnehmen; räumliche Trennung von Geschwisterkindern)
  • gemeinschaftliche Treffen/Aktivitäten absagen (Vereine, Sportgruppen, größere private Feiern)
  • enge Begrüßungsrituale vermeiden (Küsschen, Händeschütteln)

Verwendete Quellen: jumpradio.de

Gala

>> Aktion: Gemeinsam gegen Corona


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