Tierschützer klären auf: So unterscheidet man wirklich Kunstfell von Echtpelz

Echtpelz ist für die meisten ein absolutes No-Go, doch leider werden Klamotten oft nicht gut genug gekennzeichnet. Es gibt allerdings Hinweise, wie man echtes Tierfell von Fake Fur unterscheiden kann

Kunstpelzjacke

Die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" fand vor Kurzem, gemeinsam mit anderen Tierschutzorganisationen, heraus, dass 51 Prozent der in Deutschland getesteten Jacken, Mäntel und Mützen mit Echt-Pelzbesatz, nicht vorschriftsmäßig gekennzeichnet wurden. Vor allem im Billigpreissegment sei das der Fall. 

Wir kaufen unbewusst Echtpelz

Thomas Pietsch ist Wildtierexperte und meint: „Echter Pelz wird bei uns in Form von Bommeln an Mützen oder Handschuhen teilweise schon für unter 10 Euro angeboten. Und gerade diese Billigprodukte sind nur selten gekennzeichnet.“

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Für uns Konsumenten bedeutet das schlimmstenfalls: Wir kaufen Echtpelz, ohne es zu wissen!

Dabei zeigen Umfragen, dass 86 Prozent der Verbraucher Echtpelz ablehnen. "Vier Pfoten" fordert deshalb nun von der Europäische Kommission, eine gesetzliche Regelung einzuführen, die alle Echtpelzprodukte eindeutig kennzeichnet.

Wer bis dahin nicht warten möchte, kann anhand von einfachen Tricks erkennen, ob es sich beim gewünschten Produkt um Kunst- oder Echtpelz handelt.

So erkennst du Kunst- und Echtfell

  1. Der Unterwolle-Test: Wird das Oberhaar etwas auseinandergezogen, kommt bei Echtpelz, im Gegensatz zum Kunstpelz, oft die Unterwolle zum Vorschein. Diese besteht aus ganz feinen, dichten und flauschigen Haaren, welche die Tiere in der Natur ausgezeichnet wärmen.
  2. Der Leder-Test: Echtpelz wird mitsamt Leder gewonnen und verarbeitet. Wird das Harr vorsichtig auseinandergezogen, kann schnell erkannt werden, ob es sich beim darunterliegenden Gewebe um ein künstlich gewebtes Muster bzw. Stoff handelt oder ob die Haare auf echtem Leder haften.
  3. Der Wind-Test: Echtpelz bewegt sich oft schon bei leichten Brisen. Bewegen sich die Haare schon bei sanftem pusten, handelt es sich wahrscheinlich um Echtpelz.
  4. Der Feuer-Test: Man kann Echt- von Kunstpelz unterscheiden, indem man ein paar Haare verbrennt. Wenn ein synthetischer Geruch wahrgenommen wird und die Haare zu kleinen, harten Klümpchen verschmelzen, handelt es sich um Kunstpelz. Zerfallen die Haare jedoch und riecht es nach verbrannten Haaren, so handelt es sich um Echtpelz.
  5. Der Spitzen-Test: Sind die Haarspitzen geschnitten kann man von Kunstpelz ausgehen, spitz gewachsen könnten sie ein Indikator für Echtpelz sein. 

Wer auf Nummer sicher gehen will, für den hat "Vier Pfoten" eine Liste von Unternehmen zusammengestellt, bei denen zu 100% pelzfrei eingekauft werden kann.

Peta-Kampagne

Posen für Peta

"Wir sind alle Tiere", lautet das Motto der neuen PETA-Kampagne, die in Zusammenarbeit mit Harald Glööckler entstanden ist. Auf dem Foto zieren den Star-Designer die Flecken einer Kuh. "Ich bin viel naturverbundener, als sich viele zunächst vorstellen", sagt er gegenüber GALA. Mit der Tierschutzorganisation möchte er darauf aufmerksam machen, dass sich der Mensch nicht über alles und jeden stellen darf. Jedes Leben sei gleich viel wert – egal, ob Nutz- oder Haustier. 
Sexy Hingucker für die gute Sache: Kolumnistin und Autorin Ariane Sommer zeigt sich in provokanter Pose und macht sich so dafür stark, Eier gänzlich aus Lebensmitteln zu verbannen. Das Motiv ist Teil der PETA-Kampagne „Mach dich eifrei“ und wurde vom österreichischen Starfotografen Manfred Baumann in Szene gesetzt, der ebenfalls fleischfrei lebt. 
Jorge Gonzalez lässt die Hüllen fallen und posiert mit seinem Hund Willie für das neue PETA-Motiv der Kampagne „So trägt man Pelz“. 
Die Serbin stellt sich gegen das Tragen von Fell: Popsängerin Jelena Karleuša posiert für die bekannte "I'd Rather Go Naked Than Wear Fur!"-Kampagne.

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