So rührend: Abschiedsbrief von einem Hund

Um seine Trauer über den Verlust seines Hundes zu verarbeiten, schrieb John Pointer einen Abschiedsbrief aus der Sicht seines Hundes. Doch wer zwischen den Zeilen liest, erkennt, dass es sich um eine rührende Liebeserklärung an seinen Hund handelt

Benny Pointer (†)

Neun Jahre lang war Bulldogge Benny an der Seite von Musiker John Pointer. Sie waren ein Herz und eine Seele und wichen einander nicht mehr von der Seite. Doch leider meinte es das Schicksal nicht gut mit ihnen: Benny erkrankte an Krebs. Lange kämpfte er gegen die Krankheit an, aber die Tumore tauchten immer wieder auf und zwangen den einst so lebhaften Hund in die Knie. John brach es das Herz seinen Seelenverwandten so leiden zu sehen und traf schließlich eine der schwersten Entscheidungen in seinem Leben: Er ließ Benny von seinem Leid erlösen.

Schreckensdiagnose: Krebs

"Es war eine schmerzhafte Ironie. Die Nadel, die ihn für immer zum Schlafen bringen würde, war die Heilung für all das Leid, das er in der letzten Zeit durchleben musste.", stellte Pointer niedergeschlagen fest. Als er noch mit der Macht der Trauer, die auf ihn einbrach, kämpfte, fragte er sich, wie es denn für seinen Hund gewesen sein muss. Während der schmerzvollen, dunklen Stunden, in denen er im Krematorium auf Bennys Einäscherung wartete, versetzte er sich in seine Lage und schrieb einen herzzerreißenden Text aus der Sicht seines Hundes über seine letzten Stunden:

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©Gala

Gestern war sonderbar

Gestern war ein sonderbarer Tag. Ich konnte mich nicht allein aus meinem Bett erheben. Der Mensch, bei dem ich lebe, half mir beim Aufstehen. Ich versuchte meine Füße unter mich zu bekommen, aber sie wollten nicht mitmachen. Er sagte: „Keine Sorge, ich hab Dich, Kumpel", trug mich die Treppe hinunter und vor die Tür. Das war so nett von ihm. Ich musste so sehr pinkeln, dass ich einfach dort tat, wo er mich absetzte. Normalerweise mache ich so etwas nicht, aber wir entschieden uns dafür, eine Ausnahme von dieser Regel zu machen.

Ich fing an, zum Parkplatz zu laufen, wo all die Hunde wie ich hingehen um ihren Haufen zu machen. Ich spürte wie meine Pfoten über den Boden schlurften. „Wie seltsam", dachte ich. Dann auf einmal musste ich sehr dringend. Genau in der Mitte des Parkplatzes. Normalerweise mache ich so etwas nicht. Es ist gegen die Regeln.

Mein Mensch machte den Dreck weg. Er ist gut darin. Ich schämte mich, sah ihn an und er sagte: „Wollen wir weitergehen, Kumpel?" Ich wollte, aber es war überraschend schwer. Als wir das Ende des Parks erreichten, drehte sich alles in meinem Kopf. Ich versuchte, den kleinen Hügel hinaufzuklettern und fiel fast um. Ich bekam nicht heraus, was mit mir los war.

Er streckte seine Hände nach mir aus und streichelte mir über den ganzen Körper. Das fühlte sich gut an. Er nahm mich hoch und trug mich heim. Ich war immer noch verwirrt und mein Kopf war benommen, aber ich war froh nicht den ganzen Weg zurücklaufen zu müssen. Mit einem Mal erschien es mir wie eine unmögliche Entfernung.

Ich war so glücklich mich in mein Bett zu legen. Mein Mensch streichelte mich und sagte „Ich pass auf Dich auf, Kumpel. Ich pass auf dich auf." Ich liebe es, wie sich das anfühlt. Ich weiß, dass er es liebt. Er macht alles besser.

Benny als Welpe

Er fühlte meine Pfoten und zog meine Lippe hoch. Er fragte: „Oh Kumpel, ist dir kalt?" Mir war tatsächlich kalt. Mein Gesicht war kalt, meine Pfoten waren kalt. Er schrieb ein paar Leuten und kam zu mir zurück, um mich zu streicheln.

Ein paar Minuten später kam ein anderer Mensch. Er ist einer meiner Liebsten und er heißt Jay. Er streichelte mich und sagte zu meinem Menschen: „Willst du eine Decke holen?" Sie deckten mich zu und wow...das fühlte sich gut an. Ich entspannte mich und beide streichelten mich, doch sie mussten ihre Tränen unterdrücken.

Ich will nie, dass sie weinen, es bricht mir das Herz. Es ist mein Job, dass sie sich besser fühlen und ich war doch nur etwas müde und fror. Ich nickte immer wieder ein und sie waren die ganze Zeit da, um sicherzugehen, dass es mir gut geht und unterhielten sich.

Im Laufe des Tages erledigte mein Mensch einige Telefonate und verbrachte viel Zeit mit mir. Ich hörte ihn sagen „Morgen 9 Uhr...ok...ja...Ich rufe Sie an, wenn sich irgendetwas verändert. Danke, Dr. MacDonald." Er rief jemand anderen an und sagte „Tut mit Leid, ich muss heute Abend absagen." Als ich dann wieder einschlief, meine ich ihn wieder etwas weinen zu hören.

Am Abend kamen noch mehr von meinen Lieblingsmenschen. Sie waren alle so liebevoll. Ich leckte ein paar Tränen weg, wenn sie nah genug an mein Gesicht kamen. Sie flüsterten süße Dinge in mein Ohr und erzählten mir, was für ein guter Junge ich sei.

"Don't worry, love"

Später am Abend fühlte ich mich gut genug, um aufzustehen und lief zur Tür, um zu sehen, wer kommt. Es war anstrengender, als in meiner Erinnerung, aber ich fand es toll, sie alle zu sehen. Ich hörte meinen Menschen sagen: „Das ist das erste Mal, dass er heute aus eigener Kraft aufgestanden ist." Alle schienen glücklich zu sein, dass ich aus dem Bett raus gekommen bin. Ich war es auch, aber wow...nachdem die Aufregung vorbei war, war es so anstrengend sich zu bewegen.

Nachdem der letzte Besucher gegangen war, nahm mich mein Mensch mit nach draußen, um "mein Geschäft" zu machen, wie er es nennt. Wir gingen wieder hinein und als wir die unterste Treppenstufe erreichten, erschien sie mir doppelt so hoch und zehn mal länger, als ich es in meiner Erinnerung hatte. Ich sah meinen Menschen an und er mich. Er sagte: „Keine Sorge, Kumpel, ich hab Dich" und trug mich hoch.

Dann wurde es noch besser. Anstatt in meinem Bett zu schlafen, rief er mich, um in seinem Bett zu schlafen. Nochmal: Ich sollte im Bett meines Menschen schlafen! Normalerweise haben wir beide unser eigenes Bett, aber heute Nacht kuschelten wir uns aneinander und es fühlte sich so gut an, ihm ganz nah zu sein. Ich dachte: „Hier gehöre ich her. Ich werde nie von seiner Seite weichen." Ich fühlte mich nicht besonders stark und das Atmen fiel mir schwer.

Es wirkt so, als hätte es vor ein paar Monaten begonnen. Wir spielten apportieren und auf einmal wurde ich ohnmächtig. Ich weiß nicht genau, was passiert war, aber ich denke, ich hörte auf zu atmen. Ich hörte meinen Menschen meinen Namen rufen. Ich konnte keinen Muskel bewegen. Er hob meinen Kopf an und sah in meine Augen. Ich konnte ihn genau vor mir sehen, aber konnte ihn nicht abschlecken. Er sagte: „Benny, bist du da?" Ich konnte nicht antworten. Er sah mich an und sagte: „Keine Sorge, Kumpel. Ich hab dich, ich passe auf dich auf." Ich fiel in die Dunkelheit, doch dann taten meine Lungen einen tiefen Atemzug und ich konnte wieder sehen.

Wahre Liebe.

Wir gingen zu einigen Ärzten und seitdem habe ich viele Worte wie "Kardiomyopathie", "Krebs" und "Nierenversagen" gehört. Alles was ich weiß ist, dass ich mich manchmal okay fühle und manchmal... wisst ihr... einfach nicht. Mein Mensch gibt mir Tabletten.

Heute Morgen hörte ich meinen Menschen aufstehen und duschen. Er kam zurück und roch so gut. Er half mir beim Aufstehen, aber dieses Mal schaffte ich es allein. Wir gingen auf die oberste Treppenstufe und wow...die Treppe sah lang und hoch aus. Er sagte; „Ich hab Dich, Kumpel" und trug mich die Treppe herunter. Ich machte mein Geschäft und wir gingen wieder hinein. Er öffnete eine Dose wirklich, wirklich köstliches Hundefutter. Oh Mann, ich liebe dieses Zeug.

Jay tauchte wieder auf. Was für eine nette Überraschung! Er und mein Mensch sahen besorgt aus, aber sie streichelten mich. Es sah ein bisschen aus wie ein Theaterstück, in dem alle Schauspieler traurig sind, aber so tun, als seien sie glücklich. Kurz danach kam ein anderer Mensch vorbei. Sie trug einen Arztkittel und ich lehnte mich an sie.

Ich hörte sie reden. Alle schauten auf mein Zahnfleisch und fühlten an meinen Pfoten. Ich hörte die Frau im Arztkittel sagen: „Es ist Ihre Entscheidung, aber er ist definitiv in diesem Stadium. Ich will sie nicht drängen, aber wenn man sich die fehlende Farbe anschaut, bin ich ehrlich gesagt erstaunt, dass er überhaupt aufstehen kann. Und ganz abgesehen von seinen Pfoten und seinen Backen, schauen Sie hier..." Sie deutet auf mein Gesicht. „Das hier sollte rosa sein. Es ist aber fast weiß und es wird schon gelb."

Mein Mensch und Jay gingen aus dem Raum, um etwas zu besprechen. Als sie wiederkamen, hörte ich meinen Menschen sagen: „Ich stimme zu. Ich will nicht warten, bis er absolute Höllenqualen hat." Also gingen wir hinein. Um die Wahrheit zu sagen, ging es mir ziemlich schlecht, obwohl ich aufstehen und gehen konnte. Es fühlte sich an, als sei mein ganzer Kopf kalt, meine Pfoten froren und meine Hinterbeine funktionierten nicht richtig.

"Manchmal, wenn wir bei der Frau mit dem Arztkittel waren, fingen seine Augen an zu tränen."

Die Frau im Arztkittel sagte: „Ich spritze das jetzt in seine Muskeln. Es ist ein Beruhigungsmittel. Dann komme ich hierher zurück und sie können ihn lieb haben, bis er einschläft." Mein Mensch küsste mein Gesicht und sah mir in die Augen. Er versuchte nicht zu weinen. Die Frau im Kittel gab mir eine irgendeine Spritze mit ins Bein. Ich sah einfach meinen Menschen an. Er ist so toll. Ich werde immer an seiner Seite sein.

Er und Jay streichelten mich und sagten mir nette Dinge - was für ein guter Hund ich sei, dass ich einen guten Job gemacht hätte, wie dankbar sie seien, mich in ihrem Leben zu haben. Nach einer Weile gingen mir ganz viele Gedanken durch den Kopf. KONZENTRATION! Ich sah meinen Menschen an. Ich liebe ihn so sehr.

Ich driftete wieder weg. KONZENTRATION! Ich kann meinen Menschen sehen. Ich liebe ihn so sehr. Ich werde immer an seiner Seite sein. Er weiß das. Bin ich müde? KONZENTRATION! Ich werde ihn immer mit ganzem Herzen ansehen.

Benny auf Tour mit "seinem Menschen".

Die Frau in Arztkleidung sagte: „Er muss einen unglaublichen Willen haben, bei Ihnen bleiben zu wollen. Er kämpft sich wirklich durch. Das ist beeindruckend." Mein Mensch unterdrückte die Tränen und sagte: „Ich weiß. Dieser Kerl lebt für mich. Er ist die ergebenste Seele, die ich jemals getroffen habe." Wir drückten unsere Köpfe aneinander und schlossen unsere Augen. Ich fühlte mich gut. Ich kann es nicht wirklich beschreiben. Wir sahen uns an. Ich fühlte mich danach dieses Gefühl weiter auszukosten. Vielleicht ist es aber besser gewesen, sich hinzulegen. Mein Mensch half mir beim Hinlegen. Mann, das fühlte sich sooooo gut an.

Ich spürte, wie er und Jay mich streichelten und mit mir redeten. Sie lieben mich so sehr. Wie glücklich ich mich doch schätzen kann! Dann spürte ich tausend Hände, die mich streichelten. Jeder, den ich jemals kennen-und liebengelernt habe ist da, sie kraulten meine Ohren und die Stelle unter meinem Halsband, das mein Bein zucken lässt. Jeder sollte das ausprobieren. Es ist großartig!

Dann spürte ich, wie die Frau im Kittel mich am Bein berührte. Hatte ich erzählt, dass mein Mensch meine beiden Knie hat reparieren lassen? Sie sind aus Titan und haben mich gut geleitet, doch wisst ihr... Ich habe mich in letzter Zeit etwas knirschig gefühlt.

Während alle mich streichelten, drückte mir die Frau im Arztkittel eine weitere Nadel ins Bein, aber dieses Mal waren meine Beine geheilt, als die Flüssigkeit in mir war! Meine Knie waren perfekt! Und als ich spürte, wie es sich in meinem Körper ausbreitete, verschwand der Krebs! Und dann fühlten sich auch meine Nieren besser! Und endlich war auch mein Herz wieder ganz und gesund! Ich fühlte mich, als würde ich von aller Krankheit wegspringen. Großartig!

Benny und John

Ich sah meinen Menschen und Jay und die Frau, die in unserem Haus lebt, Shelly. Sie schienen über etwas zu kauern. Ich ging hinüber um zu schauen, was es ist. Es sah aus, als ob...Ich weiß nicht. Es sah irgendwie aus wie ich, aber so wie ich aussehe, wenn ich wirklich krank oder erschöpft bin. Das Gesicht war unscharf, sodass ich nicht wirklich sagen kann, ob ich das war, aber es sah so aus, als hätte der arme Kerl gelitten.

Ich konnte sehen, dass mein Mensch sowohl erleichtert als auch sehr, sehr traurig war. Ich liebe ihn so sehr. Ich sah auf die Hülle, die aussah wie ich und sah ihn an. Ich denke, er war traurig wegen der Hülle. Ich sprang wie ein Clown im Raum herum, aber es schien, als wollten sie trübsinnig sein und sich auf das konzentrieren, was auch immer dieses Ding einmal war, das sie da streichelten und küssten.

Aber mein Mensch war definitiv traurig. Ich lehnte mich an ihn, wie ich es schon eine Millionen Male zuvor gemacht hatte, aber es war nicht ganz das Gleiche. Es fühlte sich an als sei sein Körper eine Wolke und als ob ich einfach durch ihn durchgehen könnte. Also ging ich einfach an seine Seite, setzte mich wie ein guter Junge und mein Herz flüsterte zu seinem: „Keine Sorge, Kumpel. Ich passe auf Dich auf."

Ich werde ihn nie verlassen. Er weiß das.

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