So groß wie London: Riesiger Eisberg in der Antarktis abgebrochen

Unvorstellbare Eismassen haben sich in der Antarktis abgelöst und treiben jetzt als riesiger Eisberg durchs Wasser. Forscher gaben nun aber Entwarnung: Der Prozess soll nichts mit dem Klimawandel zu tun haben.

Obwohl die Antarktis immer wieder Eis verliert, sind diese Bilder besonders beeindruckend: Aus der Amery-Eisplatte, die im Osten der Antarktis zu verorten ist, ist ein Eisberg etwa in der Größe Londons herausgebrochen. Das teilte das EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus mit. 

Abbruch von D28 hat nichts mit dem Klimawandel zu tun

Der Eisberg, der den Namen D28 trägt, hat eine Fläche von 1582 Quadratkilometern und eine Masse von unvorstellbaren 315 Milliarden Tonnen. Mit der Erderwärmung soll das Kalben, so der Fachbegriff für das Abbrechen größerer Eismassen, nichts zu tun haben. "Wir glauben nicht, dass dieses Ereignis mit dem Klimawandel zusammenhängt. Es ist Teil des normalen Zyklus des Schelfeises, in dem alle 60 bis 70 Jahre große Kalbungen stattfinden", so Wissenschaftlerin Helen Amanda Fricker auf der Website der australischen Regierung. Bereits in den frühen 2000er Jahren entdeckten Forscher einen Riss in der Eisdecke und warteten seitdem auf das tatsächliche Ablösen des Eisbergs. Und mussten sich damit etwas gedulden: Das eigentliche Kalben war für den Zeitraum zwischen 2010 und 2015 vorhergesagt worden.

A68 dreimal so groß

Die Forscherinnen und Forscher wollen D28 jetzt weiter im Auge behalten, um sicherzustellen, dass der Eisberg keine Gefahr für die Schifffahrt darstellt. Trotz der immensen Größe des Eisbrockens handelt es sich nicht um den größten Berg in der Umgebung: 2017 löste sich der etwa dreimal so große A68 vom Larsen-Schelfeis. 

Verwendete Quellen: Australian Government, Spiegel Online

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