Shitstorm für Aldi: Kunde rastet aus und bekommt viel Zuspruch

Sommerzeit, das bedeutet für die meisten Deutschen Grillzeit. Das wissen auch die Discounter. Doch sie haben die Rechnung ohne diesen wütenden Post gemacht, der derzeit das Internet begeistert 

Aldi

Wie unzählige andere Deutsche kauft Dominik Boisen seine Lebensmittel beim Discounter Aldi ein. Kein Wunder, gehört Aldi doch zu den beliebtesten Supermärkten Deutschlands. Doch als er im Sortiment des Supermarkts eine Packung mit 600 Gramm mariniertem Schweinenackensteak entdeckt, platzt ihm die Hutschnur.

600 g Schweinenacken-Steak für 1,99 Euro

In einem wütenden Post an Aldi Süd macht er seinem Ärger Luft und bekommt Zuspruch von zigtausenden Usern.

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©Gala

Hallo ALDI, diese Woche habt Ihr BBQ Nackensteak im Angebot. 600 g mariniertes Schweinenacken-Steak für 1,99 €. Weniger...

Gepostet von Dominik Boisen am Mittwoch, 17. Mai 2017


"Hallo ALDI,

diese Woche habt Ihr BBQ Nackensteak im Angebot. 600 g mariniertes Schweinenacken-Steak für 1,99 €. Weniger als zwei Euro für mehr als ein halbes Kilo Fleisch. Wenn man die Marinade, die Plastikverpackung und die Tamponage, den Transport und die sonstigen Logistik- und Dienstleistungskosten aller am Produkt Beteiligten - vom Bauern, über den Schlachthof, bis hin zum Verkaufspersonal im Laden - abzieht und dann noch berücksichtigt, dass Ihr bei der ganzen Geschichte sicherlich nicht drauf legt, sondern am Ende auch noch eine Marge übrig bleibt, kann man sich in etwa ausrechnen, was bei Euch das Fleisch "wert" ist, das am Ende auf dem Teller liegt. Von preisWERT kann bei diesem Angebot sicher keine Rede sein.

 Das ist einfach nur billigster Dreck, für dessen Produktion alles und jeder bis zum Anschlag ausgebeutet wurde - am meisten die, die sich am wenigsten wehren können: die Tiere.

"Billig, billiger, am billigsten"

"Ich bin kein ideologisch verblendeter Ökofaschist, aber das, was Ihr tut, ist einfach nur KRANK!! Und Euer Verhalten ist nicht nur zum kotzen, sondern auch verantwortungslos. Es wäre für Euch ein Leichtes, Eure Marktdominanz zu nutzen, um mit gutem Beispiel voran zu gehen und die Zustände positiv zu verändern. Aber daran habt Ihr gar kein Interesse. Stattdessen treibt Ihr im stetigen Kampf um Marktanteile die Preisspirale im Wettbewerb mit den anderen Discountern, die im Übrigen keinen Deut besser sind, immer weiter runter. Billig, billiger, am billigsten - das ist eure Religion. Da hilft es auch nichts, dass es zu eurer neuen Philosophie gehört, dass jetzt alles schick und hochwertig aussieht in den neuen Läden und ich ab sofort auch auf die Toilette gehen kann, wenn ich beim Einkaufen pinkeln muss. Ich schätze, gemessen an dem Fleisch, das man bei ALDI zu kaufen kriegt, handelt es sich bei den Gartengeräten, die ich jüngst bei Euch erworben habe (siehe Foto) um echte Qualitätsprodukte! Ich wünsche Euch von Herzen, dass Ihr vom Verzehr dieser Antibiotika-Schnitzel schlimmes Genitalherpes bekommt mit übelstem Juckreiz, hässlichen eitrigen Pusteln und beißendem Gestank. Aber ich fürchte, dass Ihr dieses ekelhafte Zeug selbst gar nicht anrührt. Und das kann ich sogar verstehen. Naja, vielleicht läuft es ja gut und Ihr bekommt trotzdem irgendeine fiese Seuche. Glück auf!"

Reaktion von Aldi

Angesichts der riesigen Resonanz bei Facebook sah sich Aldi Süd schließlich zu einer Stellungnahme gezwungen. Darin beteuert der Discounter, dass er sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sei und alles tue, um die tierartgerechte und nachhaltige Fleischerzeugung zu fördern. Dies sei in der Intiative "Tierwohl" gut zu erkennen.

Für Dominik Boisen ist das aber keine ausreichende Stellungnahme. Die "Initiative Tierwohl" sei nichts anderes als eine "Schönheitskorrektur", die nichts am Leid der Tiere ändere. Am Ende hat er einen gut gemeinten Rat für den Discounter, der vielen Menschen aus der Seele spricht:

"Haltet den Verbraucher nicht für blöd. Den Menschen ist das Thema offenbar viel weniger egal, als Ihr es vielleicht meint."

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