Säugling mit Herpes schwer krank: Vater mahnt zu Vorsicht

Herpesbläschen sind bei Erwachsenen sind nicht gefährlich, bei Neugeborenen jedoch lebensbedrohlich. Der Vater eines erkrankten Säuglings warnt nun auf Facebook andere Eltern

Baby John

Herpes: Bei Erwachsenen harmlos, bei Säuglingen gefährlich

98 Prozent der Weltbevölkerung trägt das Herpesvirus in sich, doch nur bei etwa 15-40 % bricht es auch tatsächlich aus. Wenn das körpereigene Immunsystem geschwächt ist, entstehen die lästigen Bläschen, am häufigsten im Lippen- und Nasenbereich. Bei Erwachsenen ist die Infizierung gewöhnlich harmlos und nach wenigen Tagen ist der Ausbruch wieder vorüber. Doch was viele nicht wissen: eine Herpesinfizierung ist für Neugeborene lebensbedrohlich. Toto Rockin, ein Hamburger Vater, geht gerade durch die schlimmste Zeit seines Lebens. Sein kleiner Sohn hat sich infiziert und ist seitdem schwer krank.

Es begann mit Unruhe und Zittern

"Auf dem Bild seht ihr meinen Sohn John. Auf den ersten Blick wirkt er fast wie jeder andere Säugling, doch John hat in seinen ersten zwei Monaten schon mehr mehr durchgemacht als ich in meinen 34 Jahren"; beginnt der Vater seinen Post. Er schreibt, um andere Eltern zu warnen.

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John habe etwa 14 Tage nach der Geburt begonnen, unruhig zu werden, "sich zu überstrecken und in leichten Schüben zu zittern". Die Hebamme dachte, es handle sich um eine durch die schnelle Geburt ausgelöste Blockade, riet den Eltern aber, gleich am nächsten Tag zum Arzt zu gehen. Doch schon am Abend verschlechterte sich Johns Zustand rapide. Toto und seine Frau fuhren in ein Krankenhaus, wo ihr Baby sofort auf die Neugeborenenintensivstation gelegt wurde und profilaktisch mit Medikamenten versorgt wurde.

Erst nach vier Tagen kam die überraschende Diagnose. John leidet an Herpes Encephalitis - eine Entzündung des Gehirns, die durch Herpes-Viren verursacht wird.

Große Teile des Gehirns schwer geschädigt

"John hatte irgendwo einen Herpesvirus abbekommen, welcher durch die noch nicht ausgebildete Blut-Hirnschranke ins Gehirn wandern konnte und dort begann große Teile des Gehirns zu entzünden und zu zerstören", heißt es auf Facebook. Die fünf nächsten Wochen sind ein Albtraum für John, seine Eltern und seinen großen Bruder. Eine Untersuchung folgt auf die nächste, er bekommt "aggressive antivirale Mittel". Erst dann gibt es Gewissheit für die Familie, die "harte Wahrheit".

"Große Teile seines Gehirns sind schwer geschädigt und zerstört. John wird nie wie sein großer Bruder aufwachsen. Die Entzündung im Gehirn scheint, trotz der vernichteten Viren, weiter zu brennen, die Ärzte können nichts dagegen tun. John muss nun alleine kämpfen und niemand kann sagen ob er es schaffen wird oder ob ihm noch Jahre, Monate, Wochen oder Tage bleiben bis sein Gehirn versagt."

"Für John ist es zu spät"

Mit seinen Posting möchte der Hamburger Vater wachrütteln und aufklären vor der unterschätzen Gefahr. Herpesbläschen sind ansteckend, auch für Säuglinge und kleine Kinder. "Haltet euch von Babys fern, schaut nicht mal in den Kinderwagen, ihr könntet das Kind anstecken, auch wenn es nicht mehr ganz frisch ist. Für John ist es zu spät. Er wird nie wieder gesund."

Auf dem Bild seht ihr meinen Sohn John. Auf den ersten Blick wirkt er fast wie jeder andere Säugling, doch John hat in...

Gepostet von Thorsten Schulz am Montag, 9. Mai 2016

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