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Auf keinen Fall zünden! Rückruf von gefährlichen "legalen" Silvester-Böllern

Crazy Robots
Crazy Robots
© LKA Berlin
Silvester steht vor der Tür und das bedeutet nicht nur Spaß und fröhliches Feuerwerk-gucken, sondern auch eine große Gefahr 

Wer an Silvester nicht die Finger von Raketen und Böllern lassen will, der sollte nicht nur die Vorsichtsmaßnahmen beachten, sondern auch ausschließlich zertifizierte Sprengkörper benutzen. 

Trotzdem werden nun legale Böller wieder zurückgerufen.

Zu viel Sprengmasse

Die "Crazy Robots" Böller stammen aus Tschechien und erhielten offenbar zu Unrecht eine Zertifizierung. Eigentlich haben sie eine extrem hohe Sprengmasse und zählen damit nicht zu den gesetzeskonformen Feuerwerken, die in Deutschland erlaubt sind.

Ihre Aufmachung lässt vermuten, dass es sich um einen handelsüblichen Silvesterknaller handelt, doch die enthaltene Nettoexplosivmasse ist mit 5g um ein Vielfaches höher als bei legalen Knallern.

Von anderen Herstellern werden diese Böller auch unter anderen Namen vertrieben. Man kann sie durch die Einstufung "P1" in der Registriernummer identifizieren. Beispiel: CExxxx-P1-zzzz

Zudem wird die Nettoexplosivmasse (NEC oder NEM) mit 5g angegeben. (siehe Foto) 

Crazy Robots
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© LKA Berlin
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© LKA Berlin

Besitz ist strafbar

Die zertifizierte Prüfstelle hat angekündigt, die Baumusterprüfbescheinigung zurückzuziehen. Dadurch dürfen die "Crazy Robots" mit der Einstufung "P1" nicht mehr in Europa verkauft werden. Auch ihr Besitz ist damit in Deutschland strafbar. 

Warum wurden sie zuerst erlaubt?

Der Hersteller der "Crazy Robots" ließ seine Ware nicht in der üblichen Kategorie "Silvester-Feuerwerk" zertifizieren, sondern in der Kategorie "P1". Diese umfasst die "sonstige Pyrotechnik", zu der auch Knaller zählen, die zur Abschreckung von Tieren oder als Notsignal benutzt werden.

lbu Gala

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