#projectbodyhair: Haarige Kampagne begeistert das Netz

Auch Frauen haben Körperbehaarung, aber selbst in Werbung für Rasierprodukte sprießt kein Härchen aus der Haut. Das ändert das New Yorker Unternehmen „Billie“ nun und begibt sich mit #projectbodyhair auf eine haarige Mission

Körperhaare - jeder hat sie. 

Stars wie Cara Delevigne und Miley Cyrus setzen schon länger auf wachsen statt waxen. Auf dem roten Teppich fallen sie mit Haarbüscheln unter den Armen auf und werden mal als „provokativ“ und mal als „feministisch“ bezeichnet. Wie wäre es mit „ganz natürlich“, denn auch bei Frauen wächst mehr, als nur der perfekt frisierte Landing Strip.

„Billie“ revolutioniert den Markt

Die Rasur-Marke „Billie“ zeigt in ihrer neuen Kampagne „Project Body Hair“ etwas, das bisher von allen ähnlichen Herstellern für Frauen erfolgreich ignoriert wurde: Körperbehaarung. Für Haarentfernungsprodukte wird in Clips stets mit bereits aalglatter Haut geworben. Diese verfälschte Wahrheit ist mittlerweile so dermaßen zur Realität geworden, dass die Lüge selbst Frauen gar nicht mehr auffällt. Billie zeigt nun die Realität und die ist haarig. In ihrer neuen Kampagne zeigen sie Frauen, denen Haare auf den Zehen wachsen, ein dünner Flaum Intimbereich und Bauchnabel verbindet und dessen Achselhaare mit Kamm und Föhn gestylt werden. Sie zeigen außerdem, dass es die bekannte Monobraue schon lange vor ihrem Hype im Jahr 2017 gab und sie keine Neuerfindung ist. Haarwachstum an allen Körperstellen gab es nämlich schon immer und sollte kein Tabuthema mehr sein. Wenn man Pinzette, Rasierer und Co. für längere Zeit beiseite legt, wuchert es eben. 

"Selbst ist die Frau!"

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©Gala

Princess Nokia fordert natürliche Weiblichkeit

Der Clip, der mehrere Frauen mit natürlicher Körperfrisur zeigt, wird von Princess Nokia mit ihrem Hit „Tom boy“ musikalisch begleitet. Art Director Noemie Le Coz kann man bei der Songwahl für die Kampagne nur auf die Schulter klopfen. Schließlich wird Princess Nokias Song nicht nur von Fans und Kritikern als eine „Hymne“ des noch jungen Genres Queer Rap bezeichnet.
Die New Yorkerin überzeugt zudem als Typ, denn das was sie singt, lebt sie auch. Der Begriff „Tom Boy“ tauchte erstmals 1533 in der Bedeutung eines ungestümen Jungen auf, der aber bald auch „schamlose, dreiste Mädchen“ bezeichnen sollte. In ihrem eigenen Musikvideo bricht Princess Nokia dieses Bild auf und befreit Frauen von gesellschaftlichen Erwartungen eines makellosen Auftretens und Verhaltens. Glatte Haut ist in diesen Erwartungen inbegriffen und „Billie“ macht mit seiner Kampagne deutlich: Haarentfernung ist ein Kann, aber kein Muss.

Frau sein kostet

Die bekannte Pinke Steuer bekommt der Rasierer für den Einsatz natürlicher Weiblichkeit aber nicht. Verbraucher wissen: Ein Produkt in Mädchenfarben kostet schnell extra – die Pink Tax lässt grüßen. Denn aus unverschämten Gründen ist nicht nur auf dem Preisschild ein Unterschied zu sehen, sondern auch in der Qualität. Besonders Einwegrasierer für Frauen, geben häufig schon eher den Geist auf, als Produkte für Männer, die im Zweifel auch noch von der selben Marke sind. Die Industrie zwingt die Frau damit zum tiefen Griff ins Portemonnaie, denn die meisten Damen beugen sich dem Trend zur glatten Haut. Das Fazit ist: Mädels kaufen mehr Produkt in schlechterer Qualität und zahlen dafür häufig mehr. „Billie“ möchte dem entgegenwirken und sagt "Nein" zum Gender Pricing.

Es wächst und gedeiht. 

Twitter und Instagram jubeln

Darüber hinaus spendete „Billie“ ihre Kampagnen-Fotos an die Stockfoto-Seite Unsplash, wodurch eine bunte Bilderlandschaft im Internet entstehen soll. Fotografin Ashley Armitage ist bekannt für ihre zelebrierende Haltung zum weiblichen Körper. Auf Instagram und Twitter trifft #projectbodyhair bereits auf Anklang und zahlreiche Frauen posten ihre natürlichen Köper. "Die neue Billie-Kampagne gibt mir Leben", so eine Userin auf Twitter. 


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