Retter in der Not: Polizisten stoppen Raser – dann müssen sie Geburtshilfe leisten

In Florida mussten Polizisten einen ganz besonderen Einsatz bewältigen. Die Beamten stoppten einen Raser, der mit 30 km/h zu schnell unterwegs war. Der Grund dafür lässt die Beamten staunen.

Die Polizei stoppte den Raser nachts (Symbolbild)

Er ist mit 100 statt der erlaubten 70 Kilometern pro Stunde auf einer Straße im Collier County in Florida unterwegs, als die diensthabenden Polizisten – unter ihnen auch Robert Pounds – auf ihn aufmerksam werden. Die Beamten walten sofort ihres Amtes und stoppen den Raser. Doch als sie entdecken, weshalb der Mann so viel zu schnell unterwegs ist, stockt ihnen der Atem. Lange dürfte diese Schrecksekunde allerdings nicht angedauert haben, immerhin ist höchste Eile geboten.

Frau liegt in den Wehen

An Board das Autos befindet sich nämlich nicht nur der Raser, sondern auch seine Frau, die in den Wehen liegt. Schnellstmöglich möchte ihr Mann sie ins Krankenhaus bringen, doch dafür ist es augenscheinlich zu spät. "Das Baby kommt, das Baby kommt, das ist der Grund, warum ich zu schnell fahre", ruft der Mann den Beamten nur zu, bevor er sie um Hilfe anfleht: "Ich weiß nicht, was ich machen soll." 

We still can't believe this dash cam video from yesterday morning, when Deputy Robert Pounds helped deliver a baby...

Gepostet von Collier County Sheriff's Office am Mittwoch, 2. Oktober 2019

Robert Pounds wird zum Retter in der Not

Während der werdende Vater kaum in der Lage ist, die Situation unter Kontrolle zu bringen, bewahrt der Polizeibeamte Robert Pounds Ruhe. Mit sterilen Handschuhen bewaffnet tritt der zur Beifahrerseite des Autos, auf dem die junge Frau liegt. Schnell kann der Beamte feststellen, dass das Baby bereits auf der Welt ist, er hört es klar und deutlich schreien. "Herzlichen Glückwunsch, sie haben ein kleines Mädchen", stellt Robert Pounds fest, macht noch im Auto eine Erstuntersuchung des Neugeborenen. Dabei findet er keinerlei gesundheitliche Auffälligkeiten. Bis Eintreffen des Rettungswagens hatte er die Situation vollends unter Kontrolle gebracht. 

"Es war aufregend und ein wenig nervenaufreibend, aber es hat mich gefreut, dass ich diesen Leuten helfen konnte, ihr Baby zur Welt zu bringen", erklärt Pounds im Nachhinein. "Ich bin froh, dass alles gut verlaufen ist. Ich hoffe, dass das kleine Mädchen gesund und glücklich und ein langes gutes Lebens haben wird."

Verwendete Quelle: Stern.de

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