Plastikproblem in Thailand: Wal stirbt wegen acht Kilo Plastiktüten im Bauch

In Thailand ist ein Wal aus dem Meer gerettet worden, der Plastiktüten ausspuckte. Helfer konnten nichts mehr ausrichten. Das Tier starb fünf Tage später

Universell, praktisch, günstig verarbeitet und eins der größten Probleme unserer heutigen Zeit: Plastik. Der Kunststoff greift in unsere Umwelt ein und schadet nicht nur Natur und Mensch, sondern auch den Tieren. Auf erschreckende Weise zeigte sich dies nun In Thailand: Dort starb ein Walfisch nach einem langen Überlebenskampf. Die Todesursache: kaum zu glauben. 

Wal trägt acht Kilo Plastik in sich

Wie die "Agence France-Presse" berichtete wurde der Wal am Montag, 28. Mai 2018, in der Provinz Songkhla im Süden Thailands gefunden. Vier Tage später spuckte das Säugetier fünf Plastiktüten aus und starb kurz darauf. Danach fand man acht Kilo und über 80 Plastiktüten in seinem Bauch. "Der Plastikmüll machte den Wal krank und unfähig zu jagen", erklärte die Behörde für Meere und Küsten.

Plastik ist vor allem in Thailand ein Problem 

Viele Menschen vor Ort greifen übermäßig auf Plastiktüten zurück. Andere Länder andere Sitten, denn in Thailand gibt es keine Kampagnen, die die Leute auffordern auf wiederverwendbare Taschen zurückzugreifen. Außerdem sind Plastiktaschen günstig und komfortabel. "Wir werden den Fall des Wals nutzen und laden alle dazu ein, ihre Ideen zur Reduzierung des Plastikverbrauchs in Thailand vorzustellen", erklärte der Leiter der Behörde für Meere und Küsten, Jatuporn Buruspat. Rund acht Millionen Tonnen Plastik landen jährlich in unserer Meeren und gelangt so in die Nahrungskette. 

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