PISA-Studie : Deutsche Schüler werden wieder schlechter

Laut den Ergebnissen der neuesten PISA-Studie schneiden die deutschen Schüler wieder schlechter ab. Beim Lesen liegt Deutschland unter den 78 teilnehmenden Ländern lediglich auf Platz 20.

PISA-Studie: Deutschlands Schüler sind wieder schlechter geworden.

Die neueste PISA-Studie zeigt: Seit den ersten Ergebnissen von 2000 sinken die Leistungen der Schüler erstmals wieder. Alle drei Jahre vergleicht die Studie der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) die Leistungen 15-jähriger Schüler in den Bereichen Lesekompetenz, Mathematik und Naturwissenschaften. Von 78 teilnehmenden Ländern landet Deutschland im weltweiten Vergleich nur auf Platz 20. Bildungsforscher sind besorgt.

PISA-Studie: So schlecht sind deutsche Schüler

In der aktuellen Erhebung der PISA-Studie lag der Schwerpunkt auf der Lesekompetenz. Die anderen beiden Bereiche Mathematik und Naturwissenschaften wurden untergeordnet bewertet. Die Ergebnisse der 5.450 teilnehmenden Schüler aus 226 Schulen zeigen: Besonders beim Lesen nimmt die Leistung deutlich ab. Im weltweiten Vergleich kommt Deutschland daher nur auf Platz 20.

Ab in die Schule

Royale ABC-Schützen

Gut gelaunt macht sich Prinzessin Estelle an der Hand von ihren Eltern Prinzessin Victoria und Prinz Daniel am 21. August 2018 auf den Weg zu ihrer Einschulung in die Vorschule der Campus Man​illa Grundschule in Djurgaarden, Stockholm. 
Prinzessin Charlotte
Während George an der Hand von seinem Papa läuft, redet dieser ihm gut zu. So richtig glücklich scheint der kleine Prinz dennoch nicht. Er bleibt skeptisch.
Bei Vincent kullern vor der Abreise zwar ein paar Tränen, dafür strahlt seine Schwester jedoch für zwei. Was für ein klasse Tag!

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Auch im Bereich Mathematik landen die deutschen Schüler auf Platz 20. Bei den Naturwissenschaften sieht es etwas besser aus. Hier erreichen die 15-jährigen Platz 15. Doch fest steht: Das Leistungsniveau sinkt deutlich, und das, obwohl laut OECD-Generalsekretär Angel Gurría die schulischen Ausgaben in den letzten zehn Jahren "um mehr 15 Prozent gestiegen sind."

"Jeder zweite Schüler verfügt nicht einmal über die Basisfähigkeiten"

Bildungsforscher geben sich im Interview mit "Zeit Online" besorgt. Mathematikerin Kristina Reiss sei überrascht, dass die Freude am Lesen so abgenommen habe. Für den Kieler Bildungsforscher Olaf Köller seien die Ergebnisse alamierend. Er meint: "Die sogenannte Risikogruppe, also 15-Jährige, die nicht richtig schreiben und rechnen können, ist mit 21 Prozent wieder fast so groß wie beim Pisa-Schock vor zwei Jahrzehnten. [...] Jeder zweite Schüler verfügt nicht einmal über die Basisfähigkeiten für jedes schulische Lernen. Das ist dramatisch."

Dieses Land schnitt am besten ab

Doch wer führt vor Deutschland, den Niederlanden, Belgien und sogar Finnland? Estland schneidet bei der aktuellen PISA-Studie am besten ab. Besonders bei der Lesekompetenz und in den Naturwissenschaften erreichen die Schüler Spitzenwerte.

Für Deutschland sind die Ergebnisse ein kleiner Rückschritt. Besonders nach dem sogenannten "Pisa-Schock". Bei der Erstauflage der Studie von 2000 lagen die deutschen Schüler unter dem OECD-Durchschnitt. Seitdem haben sich die Ergebnisse stetig verbessert. Und auch wenn sie aktuell wieder etwas schlechter abschneiden, liegt Deutschland weiterhin über dem OECD-Durchschnitt.

Verwendete Quellen: OECD-Studie, Twitter, Zeit Online 

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