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Pilze-Saison Sammlern droht Bußgeld

Frau mit einem Korb voller Pilze
© Shutterstock
Pilze haben aktuell Hochsaison und locken unzählige private Pilzsammler in die Wälder. Zwei Dinge sollten dabei allerdings beachtet werden, um dem Pilzgenuss uneingeschränkt frönen zu können. 

Kaum hat die Pilze-Saison begonnen, gehen die Sammler und Liebhaber in den deutschen Wäldern auf die Suche. Und in diesem Jahr dürfte jeder fündig werden. Denn seit Anfang Oktober sind die Bedingungen für Steinpilze, Pfifferlinge, Riesenschirmlinge und Krause Glucken ideal. Die Pilze sprießen nur so aus dem Boden und sorgen bei den Pilzfans für Begeisterung. Denn, wie unter anderem die "Welt" Volker Westermann, den Pilzexperten von Landesforsten Rheinland-Pfalz, zitiert: "Die Bedingungen sind im Moment in weiten Teilen richtig gut." 

Pilze-Sammler aufgepasst: Bußgelder drohen

Wer sich in den kommenden Tagen auf die Suche nach Pilzen macht, sollte dabei allerdings auch immer im Hinterkopf behalten, dass er bei dem scheinbar riesigen Angebot an Pilzen nicht über die Stränge schlägt. Wer mehr Pilze aus dem Wald trägt, als er für den eigenen Bedarf benötigt, dem droht ein Bußgeld. Denn das kommerzielle Sammeln ist nur mit einer speziellen Genehmigung erlaubt. Für den Eigenbedarf sind zwei Kilogramm pro Person pro Tag erlaubt. 

Über diese Menge schoss ein Mann in Hunsrück kürzlich weit hinaus. Ganze 19 Kilogramm Pilze hatte er auf seinem Ausflug gesammelt. Da konnte die Polizei kein Auge zudrücken. Nun droht ihm laut "T-Online" ein Ordnungswidrigkeitsverfahren und ein Bußgeld. Über diese Größenordnung könnten - wären sie nicht von der Polizei geschnappt worden - drei Männer, 51, 54, 57, aus dem Kreis Kaiserslautern wohl nur müde lächeln. Sie wurden mit ganzen 84 Kilogramm Pilzen erwischt. Ihrer Erklärung, sie hätten Großfamilien und dies sei ihr Eigenbedarf, schenkten die Beamten keinen Glauben. Den drei Männern droht nun ebenfalls ein Bußgeld.

Auf Essbarkeit achten

Neben der Beachtung von Mengenvorschriften ist vor allem für Neulinge auf die Auswahl des richtigen Pilzes zu achten. Sogenannte "Verwechslungspartner" sollten bekannt sein und erkannt werden. Wer sich unsicher ist, sollte sich für seine erste Tour einen Kenner an die Seite holen oder gar einen Kurs besuchen. Dann dürfte dem uneingeschränkten Pilzgenuss nichts mehr im Wege stehen.

Verwendete Quellen: Welt, T-Online

jko Gala

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