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Mallorca Igitt! Badeverbot wegen Fäkalien im Wasser

So schön könnte es sein - der Strand von Palma de Mallorca in der Hochsaison
So schön könnte es sein - der Strand von Palma de Mallorca in der Hochsaison
© Getty Images
Palma de Mallorca: Das Wasser vor Palma ist nicht nur verdreckt - es ist voller Fäkalien! Jetzt herrscht striktes Badeverbot für Urlauber und Gäste des beliebten Strandparadieses

Palma de Mallorca: Sommer, Sonne, Strand und Meer? Das war einmal. Die Vorstellung vom exotischen Klima, weißen Stränden und lagunenähnlichem Wasser ist dahin. Anstelle von glasklaren Wellen, schwappt bräunlich gefärbte Pampe an die Strände. Anstelle von Muscheln werden jetzt Fäkalien an die Ufer gespühlt. 

Palma de Mallorca: Fäkalien im Meer

Wie die Mallorca-Zeitung berichtet, hätten starke Regenfälle dazu geführt, dass die nahegelegene Kläranlage übergelaufen sei; die Folge: Das Abwasser sei ungereinigt in die Bucht gelaufen. Wasserproben sollen über den Bakteriengehalt Aufschluss geben. Vor allem die Strände Ciutat Jardí und Can Pere Antoni seien stark von den Fäkalien betroffen, die rote Fahne sei bereits an beiden Stränden aufgestellt worden. Es sei schon das achte Mal in kanpp einem Monat, dass die Strände aufgrund der Fäkalien gesperrt werden mussten, so die Zeitung. 

Von diesen lagunengleichen Anblicken soll aktuell nichts mehr übrig sein
Von diesen lagunengleichen Anblicken soll aktuell nichts mehr übrig sein
© Getty Images

Seit Jahren gibt es Probleme mit Kläranlagen

Auch politisch sorgt der Fäkalien-Fall für Aufregung: Zahlreiche Regierungen machen sich gegenseitig für das Überschwemmen der Kläranlage bei Regenfällen verantwortlich. Die britische Zeitung "The Sun" hat mit Touristen gesprochen, die das Wasser "nach Urin riechend" bezeichnen. Anwohner hätten dem Medium gegenüber beklagt, dass das Problem mit der Kläranlage seit Jahren bestünde. Die Mallorca-Zeitung berichtet, dass solche oder ähnliche Vorfälle seit 2012 nahezu 40 Mal im Jahr vorkämen. Dieses Mal sei es aber besonders schlimm.

Lösung in Sicht?

Bis 2020 soll ein neuer Tank angeschafft und an die Anlage angebracht werden, der bei solchen Fällen helfen soll. Hierbei könne er rund 30 Prozent der Abwasseraustritte verhindern; langfristig betrachtet sollen rund 100 Millionen Euro gespart werden. 

dho Gala

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