Schock beim Paketdienst Hermes: Zwei Mitarbeiter sterben am selben Tag bei der Arbeit

Große Ratlosigkeit in Sachsen-Anhalt: Zwei Mitarbeiter des Paketdienst Hermes sind überraschend während der Arbeitszeit verstorben, ein dritter wurde schwer verletzt. Jetzt liegen die Obduktions-Ergebnisse vor.

Feuerwehrleute riegeln das Hermes-Gelände in Haldensleben ab. In einer Nacht waren dort zwei Mitarbeiter verstorben.

Der Tod zweier Hermes-Mitarbeiter in Haldensleben, Sachsen-Anhalt gibt der Polizei Rätsel auf: Am Dienstag, 15. Oktober, kamen zwei Männer während ihrer Arbeitszeit beim Paketdienst Hermes ums Leben. Ein dritter Angestellter des Unternehmens wurde am selben Tag schwer verletzt. Der Betrieb wurde vorerst eingestellt, die Polizei ermittelt. 

Zwei Hermes-Mitarbeiter sterben am selben Tag innerhalb der Schicht 

Wie die Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord mitteilte, verstarb ein 45-jähriger Auslieferungsfahrer des Zustellers Hermes am Dienstagnachmittag. Ein Notarzt stellte den Tod des Mannes gegen 16 Uhr fest. Der Hermes-Mitarbeiter habe leblos auf dem Fahrersitz eines Transportwagens gesessen, schreibt unter anderem Spiegel Online. Nicht die einzige Todesmeldung, die das Unternehmen an diesem Tag erschütterte: Im Zuge der polizeilichen Ermittlungen wurde im Nachhinein bekannt, dass in den frühen Morgenstunden desselben Tages auch ein 58-jähriger Fahrer des Zentrums Haldensleben während der Arbeitszeit zusammenbrach und verstarb. In beiden Fällen ist die Todesursache noch unklar. Die Polizei nahm umgehend die Ermittlungen auf, die Feuerwehr rückte mit 120 Einsatzkräften an. 

Polizei teilt mit: Mitarbeiter sind natürlichen Todes gestorben

Bei einem dritten Mitarbeiter, der ebenfalls am Dienstag während der Schicht schwer verletzt aufgefunden wurde, gab die Polizei nun an, keinen Zusammenhang mit den Todesfällen zu erkennen. Der 42-Jährige sei aufgrund einer Vorerkrankung auffällig geworden. Auch zwischen den beiden Verstorbenen konnten die Ermittler und Rechtsmedizinier keine Verbindung ziehen. Zunächst vermutete Vergiftungserscheinungen wurden nicht festgestellt, so die Polizei Magdeburg per Twitter. Bei der Obduktion der beiden Männer seien den Medizinern zufolge natürliche Todesursachen festgestellt worden. Das bereits laufende Todesermittlungsverfahren werde nun im Polizeirevier fortgesetzt, heißt es weiter. 

Um die Ermittlungen nicht zu stören, wurde der Betrieb des Versandzentrums Haldensleben über Nacht eingestellt. Die Arbeit konnte mittlerweile aber wieder aufgenommen werden. Trotzdem stehen die Mitarbeiter unter Schock. Die "Welt" zitiert hermes-Geschäftsführer Andreas Stumpf mit den Worten: "Unsere Aufgabe wird es jetzt sein, die Mitarbeiter aufzuklären, zu informieren, was letztendlich hier tatsächlich vorgefallen ist, so dass sie wieder an den Arbeitsplatz gehen können."

Verwendete Quellen: Polizei Magdeburg, Twitter, Spiegel Online

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