Zensur an Ostern: Diese Filme sind am Karfreitag verboten

"Heidi in den Bergen" und "Das Leben des Brian" dürfen an Karfreitag nicht gezeigt werden. Neben ihnen stehen noch 754 andere Filme auf der Verbotsliste

Der Film "Das Leben des Brian" ist an "stillen Feiertagen", wie Karfreitag, verboten.

Tanzen an Karfreitag? Ist verboten. Aber das ist nichts Neues. Dafür ist vielen von uns gar nicht bewusst, dass es noch viel mehr Dinge gibt, die an dem Osterfeiertag verboten sind: Filme zum Beispiel. Genauer gesagt 756 Filme. Es gibt nämlich eine ganze Liste von Produktionen, die am Karfreitag nicht gezeigt werden dürfen.

Verbot an "stillen Feiertagen"

Diese Liste enthält nicht-feiertagsfreie Filme zwischen 1980 und 2015 und wird vom Institut Freiwillige Selbstkontrolle (FSK) verwaltet. Grundlage für die Entscheidung der FSK-Prüfgremien  über die Freigabe von Filmen an "stillen Feiertagen" seien die Regelungen der Ländergesetze. Diese besagen, " dass Filme, die dem Charakter dieser Feiertage so sehr widersprechen, dass eine Verletzung des religiösen und sittlichen Empfindens zu befürchten ist, nicht öffentlich oder im Kino vorgeführt werden dürfen."

Das bedeutet also, dass es trotzdem in Ordnung ist sie Zuhause zu gucken oder zu streamen. Selbst im Fernsehen dürfen sie theoretisch gezeigt werden. Also ist das Ganze halb so wild. Was viele dennoch stutzig macht, ist die Auswahl der verbotenen Filme. So stehen unter anderem "Heidi in den Bergen", "Lotta zieht aus" oder auch "Max und Moritz" auf der Liste. Aber warum? 

Wie kommt die Liste Zustande?

Bis vor einiger Zeit war es notwendig, dass Filmverleihe bei der FSK zusätzlich zur Altersfreigabe eine Freigabe für stille Feiertage beantragen. Da das wohl einige vergessen hatten, sammelten sich immer mehr Filme auf der Verbotsliste an. Deshalb steht zum Beispiel "Heidi in den Bergen" darauf.

Andere Filme werden wiederum gewollt verboten, wie zum Beispiel Monty Pythons Klassiker "Das Leben des Brian". Eine offizielle Begründung dürfe die FSK nicht bekanntgeben, aber "Sie können sich ja den Grund denken und das ist auch der Grund", sagte ein Sprecher gegenüber dem "Tagesspiegel". Wer den Film nicht kennt: Er handelt vom Leben des Brian von Nazareth, dessen Wege sich ganz zufällig immer wieder mit denen des Jesus von Nazareth kreuzen. 

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