Organspende: 13-Jähriger dank Spenderlunge gerettet

Die Wartezeit für ein Spenderorgan kann mitunter lang sein für einen Patienten und nicht jedem Menschen kann rechtzeitig geholfen werden. Auch der 13-jährige Leon befand sich bis vor Kurzem unter den Wartenden.

Eine Organtransplantation ist für manche Patienten die letzte Chance. (Symbolbild)

Die Abstimmung über Organspenden hat im Bundestag zu emotionalen Debatten geführt. Laut "tagesschau.de" warten allein in Deutschland derzeit mehr als 9000 Menschen auf ein Spenderorgan und in den meisten Fällen werden Nieren, Lebern oder Herzen benötigt. Auch der 13-jährige Leon war in seinem jungen Alter schon auf ein Spenderorgan angewiesen. 

Er magerte bis auf 25 Kilo ab

Wie "Bild" berichtet, bekam der Junge bereits 2015 die Diagnose einer Pulmonalen Hypertonie. Diese Krankheit definiert sich durch einen hohen Blutdruck in der Lunge, wodurch der Körper nicht genügend mit Sauerstoff versorgt werden kann. "Leon ging es immer schlechter. Am Ende konnte er nicht mal mehr sein Krankenbett verlassen, nicht sprechen, magerte auf 25 Kilo ab", sagt sein Vater Christopher Rosenberger, 33, über die Krankheit seines Sohnes. Der einzige Weg, die Krankheit zu überleben: ein Spenderorgan.

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Leon lehnte eine Operation ab

Zunächst verweigerte Leon eine Transplantation, da er zu viel Angst hatte. Nach drei Tagen Bedenkzeit, die ihm seine Eltern gaben, stimmte der 13-Jährige dann schließlich zu. Ab dem Zeitpunkt wartete der Junge auf seine Spenderlunge, die am 23. August 2018, nur zwei Wochen später, gefunden wurde. Mittlerweile soll es dem Jungen wieder besser gehen, auch wenn er 25 Tabletten täglich zu sich nehmen muss und immer noch auf Ergo- und Physiotherapie und auf einen Mundschutz angewiesen ist.

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Leons Familie hofft auf mehr Spender

Die aktuelle Debatte um die Organspende in Deutschland ist auch an der Familie von Leon nicht vorbeigegangen. Der Vorschlag der Gesundheitsministerin Spahn, dass automatisch alle Bürger als Organspender fungieren sollen, wurde abgelehnt. "Diese Woche war enttäuschend. Wir hätten klar für Spahns Vorschlag gestimmt", sagen Leons Eltern. Auch Leon selber sagt über Organspenden: "Was will ein toter Mensch mit seinen Organen, wenn die doch Leben retten können?" Leons Eltern sind sich sicher: " Es muss noch viel mehr in Sachen Aufklärung getan werden. Viele Menschen haben Angst." 

Verwendete Quellen: Bild, tagesschau.de

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