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Echt jetzt? Österreichische Firma stellt nur bestimmte Sternzeichen ein

Bewerber müssen Steinbock, Stier, Wassermann, Widder oder Löwe sein (Symbolbild)
Bewerber müssen Steinbock, Stier, Wassermann, Widder oder Löwe sein (Symbolbild)
© Shutterstock
Neues Personal muss bei einer österreichischen Firma ganz genaue Kriterien erfüllen: Das Unternehmen wählt seine Bewerber nämlich nach dem Sternzeichen aus! Handelt es sich dabei schon um Diskriminierung?

"Wir suchen Personen ab 20 Jahren für nebenberufliche Tätigkeit im Verkauf/Management mit folgenden Sternzeichen: Steinbock, Stier, Wassermann, Widder oder Löwe", so die eindeutige Stellenausschreibung, die vor einigen Tagen in den "Salzburger Nachrichten" zu entdecken war. Die Aufregung, die das Inserat nach sich zog, ist nachvollziehbar.

Unternehmen sucht nur Steinbock, Stier, Wassermann, Widder oder Löwe

Eine Erklärung für ihre klaren Ansprüche an neue potenzielle Mitarbeiter liefert die Firma auf Nachfrage. So zitiert "merkur.de" einen Unternehmenssprecher: "Wir haben eine Auswertung gemacht und haben uns die besten Mitarbeiter in ganz Österreich angeschaut – und die waren fast immer eines der fünf [Sternzeichen]. Und dann haben wir gesagt: Da bleiben wir bei dem System und holen uns wieder die Besten." Eine weitere Erklärung, um welche Auswertung es sich handelt und nach welchen Kriterien diese durchgeführt wurde, liefert er nicht. 

Darf man nach Sternzeichen einstellen?

Diskriminierung ist ein großes Thema, wenn es um die Suche neuer Mitarbeiter geht. Weder darf ein Geschlecht bevorzugt werden noch darf nach Alter ausgewählt werden. Und dennoch ist es offenbar rechtens, nur nach bestimmten Sternzeichen zu suchen.  So erklärt Angela Riegler, Expertin der Arbeiterkammer Salzburg, laut "merkur.de", dass es völlig in Ordnung sei, eine Vorauswahl nach Sternzeichen zu treffen: "Wenn ich mich als Unternehmen jetzt an bestimmte Sternzeichen richte und sage: Ich will beispielsweise nur Fische haben, dann ist davon auszugehen, dass innerhalb dieser Gruppe von Menschen, die im Sternzeichen Fische geboren sind, Alte und Junge sind, Frauen und Männer et cetera. Es wäre zwar auch eine Einschränkung, aber keine Diskriminierung."

Bisher ist das Vorgehen des österreichischen Unternehmens noch nicht weit verbreitet. Bleibt zu hoffen, dass dem so bleibt. Denn für seinen Geburtsmonat kann man ja nun wirklich nichts.

Verwendete Quelle: merkur.de

abl Gala

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