Nina Zacher (†) ALS-Patientin Nina Zacher ist gestorben

Nina Zacher (†)
Nina Zacher (†)
© facebook / NinaZacher
"Ich lasse mir jetzt Flügel wachsen und werde ein Engel"

Sie hat den Kampf verloren

Nach einem unvorstellbar quälendem und langsamen Tod ist Nina Zacher nun verstorben. Die mutige Frau, die es sich zur Aufgabe gemacht hatte, der Welt ihre Geißel ALS nahezubringen, hat den Kampf gegen die Krankheit letztendlich verloren.

Unermüdlich trat sie in Fernsehshows auf und dokumentierte ihr Leid, während nach und nach immer mehr Funktionen ihres Körpers ausfielen. Ein Kraftakt, der deutlich eindringlicher in Erinnerung bleibt, als die sogenannte Ice-Bucket-Challenge, die auf die Krankheit aufmerksam machen sollte.

Sie hat auf den Tod gewartet

Schon Anfang April stellte sich Nina Zacher auf ihren baldigen Tod ein. Sie sei "mehr tot als lebendig" und schreibt über ihren "qualvollen Weg",bis sie es "tatsächlich geschafft" habe. Sie wolle nur noch von ihrem Leiden erlöst werden. Bei dem Gedanken daran, dass dies Worte einer Frau sind, die dem Tode gegenüber steht, bekommt man unvermittelt eine Gänsehaut.

"Ich lasse mir jetzt Flügel wachsen und werde ein Engel"

Tatsächlich aber nimmt Nina nochmal all ihre Kraft zusammen und hält durch. Für sich und für ihre Kinder.

Aber auch diese Kraft neigte sich dem Ende zu. Am 17. Mai postet sie noch ein letztes Mal selbst. Es ist ihr persönlicher Abschied.

Dann übernimmt ihre Familie ihren Facebook-Account: "Die Welt ist vergangenen Samstag ein großes Stück ärmer und kälter geworden, sie ist nicht mehr, wie sie davor noch war.", verkündet sie die traurige Nachricht über Ninas Ableben.

Auch bei uns hat die mutige Frau aus Ismaning Spuren hinterlassen. Tief beeindruckt von ihrem Mut und der Kraft, die sie für den Kampf gegen die schreckliche Krankheit an den Tag gelegt hat, sagen wir ein letztes Mal Adieu und bekunden den Hinterbliebenen unser tief empfundenes Mitgefühl.

tgi / Gala

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