Neuer Gesetzesentwurf: Anti-Baby-Pille: Das wird sich jetzt für Tausende Frauen ändern

Die Bundesregierung möchte jungen Frauen die Verhütung vereinfachen und verabschiedet ein neues Gesetz. Und das wird sich ändern:

Die Anti-Baby-Pille

Bisher zahlten die gesetzlichen Krankenkassen die Pille nur bis zum vollendeten 20. Lebensjahr. Ein neuer Gesetzesentwurf der Regierung besagt jetzt, dass das Verhütungsmittel künftig bis zum 22. Lebensjahr kostenlos sein soll.

Die Verlängerung helfe, ungewollte Schwangerschaften zu vermeiden

Dass die Krankenkassen die Kosten künftig länger übernehmen sollen, helfe jungen Frauen, ungewollte Schwangerschaften zu vermeiden, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) der Nachrichtenagentur "dpa". Die Anhebung der Altersgrenze kostet die gesetzlichen Krankenkassen laut Entwurf jährlich rund 40 Milliarden Euro mehr. 

Teil einer umstrittenen Debatte

Die Neuregelung der Anti-Baby-Pille ist Teil der umstrittenen Debatte, die sich mit der sensiblen Frage beschäftigt: Wie dürfen Ärzte über Abtreibungen informieren? Auch in dieser Frage gibt es von der Koalition beschlossene Neuerungen. So soll das Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche laut Paragraf 129a erhalten bleiben, ungewollt schwangere Frauen aber besser informiert werden. „Wir stellen sicher, dass betroffene Frauen in einer persönlichen Notsituation an die Informationen gelangen, die sie benötigen“, sagte Justizministerin Katarina Barley (SPD) der Nachrichtenagentur "dpa". 

Die große Koalition hatte monatelang heftig über Paragraf 219a des Strafgesetzbuches gestritten. Dieser verbietet „Werbung“ für Schwangerschaftsabbrüche. Der Paragraf erhält nun künftig einen neuen Absatz, der festhält, dass Ärzte und Klinken öffentlich darüber informieren dürfen, dass sie Schwangerschaftsabbrüche vornehmen.

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