Neue Studie warnt: Auch deutsches Leitungswasser enthält Plastik

In einer Untersuchung wurden Mikroplastik-Teile im Leitungswasser entdeckt

Leitungswasser

Schwere Wasserflaschen in die eigene Wohnung zu schleppen zählt definitiv nicht zu den beliebtesten Aufgaben im Haushalt. Kein Wunder also, dass viele Deutsche darauf verzichten und sich an dem eigentlich so gesunden Wasser aus der Leitung bedienen. Doch genau dies soll laut Wissenschaftler aus den USA gar nicht gesund sein. 

Leitungswasser mit Plastik verseucht 

In einer Untersuchung prüften US-Wissenschaftler das Leitungswasser zwölf verschiedener Länder. Insgesamt wurden 159 Proben von Leitungswasser untersucht - mit erschreckendem Ergebnis. In 83 Prozent des Trinkwassers sind kaum sichtbare Mikroteilchen aus Plastik enthalten - in einem Liter Wasser befinden sich etwa 4,34 Mikroplastik-Teile. Während in Beirut und den USA 94 Prozent des Wassers Plastikteilchen enthalten, sind es in Indien 82 und Uganda 81 Prozent. In Europa ist das Wasser im Vergleich deutlich sauberer, jedoch mit 72 Prozent auch stark belastet. 

Deutsches Trinkwasser im Test

Von Bild.de wurde eine weitere Untersuchung veranlasst, die das deutsche Trinkwasser genauer prüfte. In den Städten Hamburg, Dortmund und Berlin wurden pro Liter 2,5 Mikroplastik-Teile gefunden. Laut Experten gelangen die Mikroplastik-Teile durch Duschgels und Zahncremes zurück in das Leitungswasser. In Tierversuchen konnte gezeigt werden, dass Mikroplastik zu Zell- und Leberschäden führen kann - wie es sich beim menschlichen Körper verhält, ist jedoch derzeit noch nicht erwiesen.

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