Nacktfotos auf Instagram verkauft: Model sammelt für australische Buschfeuer

Die Feuer in Australien bewegen viele Menschen weltweit und animieren zum Spenden. Promis wie Chris Hemsworth oder auch Sängerin Pink greifen selbst tief in die Tasche. Eine US-Amerikanerin hatte nicht so ein großes Budget zur Verfügung und ließ sich dennoch etwas einfallen, um Spenden für die Opfer zu sammeln.

Feuerwehrmänner kämpfen in Australien gegen die Buschbrände

Die Buschfeuer in Australien wüten und wüten. Während die Feuerwehr, Anwohner und freiwillige Helfer vor Ort alles Erdenkliche tun, um den Bränden entgegenzutreten und sie zu bekämpfen, bleibt dem Rest der Welt nicht viel mehr als die Möglichkeit, finanziell zu helfen. Die Kalifornierin Kaylen Ward, 20, erschütterten die Bilder aus den betroffenen Regionen dermaßen, dass sie beschloss, ihr Möglichstes zu unternehmen, um ihren Beitrag an Hilfe zu leisten. Sie hatte eine Idee.

Model verkauft Nacktbilder auf Instagram

Denn statt "lediglich" selbst zu spenden, wollte sie, die seit August 2019 ihren Lebensunterhalt mit Nacktfotos verdient, ihre Präsenz auf Instagram und Twitter sinnvoll nutzen. "Ich habe selbst 1.000 Dollar (rund 894 Euro) gespendet. Ich hatte eine bedeutende Anzahl an Follower, vielleicht 30000 zu diesem Zeitpunkt, und ich dachte, dass viele meiner Follower einsteigen und auch einige Spenden für die Waldbrände schicken würden", erzählt sie der Tageszeitung "Guardian Australia". Also setzte sie am Samstagabend (3. Januar) einen Post bzw. Tweet ab: "Ich sende Nacktfotos an jede Person, die mindestens 10 Dollar (rund 8,94 Euro) an eine dieser Spendenaktionen in Australien spendet (...) Du musst mir einfach eine Spendenquittung schicken."

Für jede Spende über 10 Dollar gibt es ein Nacktfoto

Am Abend ging sie glücklich ins Bett. Sie hatte rund 7000 Dollar (rund 6260 Euro) an Spenden generieren können. Doch am nächsten Morgen traf die 20-Jährige fast der Schlag. "Am nächsten Morgen wachte ich auf und es war viral gegangen und ich wurde überflutet mit Nachrichten. Es war unglaublich schnell angewachsen und ging hoch bis auf 100.000 Dollar (89.400 Euro)."

Britisches Königshaus

Die Royals schicken ihre Gebete und Kraft nach Australien

Prinz Charles, Herzogin Camilla Queen Elizabeth ll, Herzogin Meghan, Prinz Harry, Prinz William, Herzogin Catherine, Prinzessin Anne und Sir Tim Laurence
Queen Elizabeth, Herzogin Meghan, Prinz Harry, Prinz William und Herzogin Catherine leiden mit den Australiern. Ihre Worte gehen unter die Haut.
©Gala

Und damit sollte es nicht genug sein. Bis zu 700.000 Dollar sollen mittlerweile (Stand: Dienstagvormittag, 7. Januar) in ihrem Namen und für Nacktfotos der "Naked Philanthropist", wie sie sich inzwischen nennt, eingegangen sein. Inzwischen bekäme sie sogar Hilfe von einer Frau, die die Analysen für sie macht. Und diese habe überschlagen, dass die Amerikanerin pro Minute rund zehn rechtmäßig verifizierte Nachrichten mit Spendennachweisen erhält. "Und sagen wir einfach, dass jeder mindestens 10 Dollar (rund 8,94 Euro) gespendet hat, das berücksichtigt nicht einmal den Durchschnittswert, denn es gab auch Spenden von 5.000 Dollar (4.470 Euro)... Ich denke, die Summer ist sehr viel höher." 

Hunderttausende Dollar für australische Buschfeuer gesammelt

Obwohl sie in den sozialen Medien viel Zuspruch erhält - "Nicht alle Helden tragen einen Umhang" - hat sie auch mit negativen Auswirkungen ihrer Aktion zu kämpfen. So habe sich ihre Familie von ihr abgewandt, der Mann, an dem sie Interesse hatte, will nichts mehr mit ihr zu tun haben und: Instagram hat ihren Account gesperrt. Manche Bilder, die sie öffentlich teilte, waren für die Plattform offenbar zu freizügig. Doch bereuen kann sie ihre Hilfe für die Opfer der Buschfeuer nicht. Denn sie weiß, wie diese sich fühlen. "Ich habe aus erster Hand erfahren, was Feuer wie diese Menschen antun und wie vernichtend sie sind", erklärt sie gegenüber "Guardian Australia" ihre Beweggründe. Denn 2018 habe sie selbst unter den Bränden in Kalifornien gelitten. Eine Erfahrung, die sie offenbar nachhaltig geprägt hat. 

Verwendete Quellen: Instagram, Guardian Australia

Themen

Erfahren Sie mehr:

Star-News der Woche