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Nach zwei Monaten im Koma Frau erfährt, dass Mann und Tochter verstorben sind

Die Australierin lag zwei Monate lag im Koma (Symbolbild)
Die Australierin lag zwei Monate lag im Koma (Symbolbild)
© Shutterstock
Eine Australierin zog sich bei einem Vulkanausbruch auf White Island schwerste Verbrennungen zu. Doch nach dem Erwachen aus dem Koma ereilte sie eine noch viel schlimmere Nachricht. 

Als im vergangenen Dezember auf White Island ein Vulkan ausbrach und 21 Menschen das Leben kostete, war die Australierin Lisa Dallow, 48, eine jener Touristen, die sich auf der der neuseeländischen Insel aufhielten. Zusammen mit ihrem Ehemann Gavin Dallow, 53, und Stieftochter Zoe Hosking, 15. Die 48-Jährige überlebte das Unglück schwer verletzt, lag seitdem im Koma. Aus diesem ist sie nun erwacht - und erhielt eine schreckliche Nachricht.

Der Vulkanausbruch auf White Island brachte 21 Menschen den Tod

Schweren Herzens musste ihr mitgeteilt werden, dass ihr Mann und ihre Tochter den Vulkanausbruch nicht überlebt hatten. Ein zusätzlicher, schwerer Schlag für Lisa Dallow, die selbst gesundheitlich stark angeschlagen ist. Rund 60 Prozent ihrer Haut sollen verbrannt worden sein. Zahlreiche lokale Medien, unter anderem "The New Zealand Herald" und "News9", berichten über Lisa Dallow, ihren aktuellen Zustand und wie sie die traurigen Neuigkeiten aufnimmt. Ihr Schwiegervater Brian Dallow erklärt: "Wir müssen vorsichtig sein, mit allem, was wir zu ihr sagen, denn sie ist stark traumatisiert von dem, was passiert ist und sehr emotional."

Die Nachricht muss sie erst einmal verarbeiten

Ihr Bruder David Francis ergänzt: "Es dauerte etwas, bis die Nachricht zu ihr durchdrang, dann sagte sie urplötzlich immer wieder: 'Ich kann nicht glauben, dass Zoe tot ist. Ich kann nicht glauben, dass sie tot sind.'"  

Während sie selbst noch nicht ganz über dem Berg ist und sich laut Aussage der Ärzte in einem "kritischen, aber stabilen Zustand" befinde, muss sie sich nun Gedanken über die Beerdigung ihrer Tochter machen. Ihr Ehemann, den sie 2017 heiratete, nachdem sie sich in einem Wohltätigkeitsverein kennenlernten, wurde bereits beigesetzt. Doch Meredith Dallow, die Zwillingsschwester ihres verstorbenen Mannes, erklärt dem "Herald", dass sie die Beerdigung von Zoe extra aufgeschoben haben, in der Hoffnung, Lisa könne daran teilnehmen.

Eine Hoffnung, die sich aufgrund ihrer schweren Verletzungen leider nicht realisieren lässt. Dennoch wolle man sie einbinden, sei es nur in die Planung. "Offensichtlich konnte Lisa keinen Einfluss auf Gavins Beerdigung nehmen. Also wollte die Familie, dass sie in der Lage ist, ein wenig sagen zu können, was sie sich für Zoe wünscht, auch wenn sie selbst nicht teilnehmen kann."

21 Menschen hatten bei dem Vulkanausbruch am 9. Dezember ihr Leben verloren. Unter ihnen waren viele Touristen, so auch die Familie Dallow/Hosking, die sich vom Kreuzfahrtschiff "Ovation Of The Seas" zu einem verhängnisvollen Ausflug auf die Vulkaninsel aufmachten.

Verwendete Quellen:The New Zealand Herald, News9

jko Gala

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