Europawahl: Nach Wahl-O-Mat-Verbot: Hier gibt es Entscheidungshilfe

Seit Montagabend ist der Wahl-O-Mat offiziell offline, nachdem das Verwaltungsgericht Köln der Bundeszentrale für politische Bildung diesen untersagt hat. Wie Sie trotzdem herausfinden können, welche Partei Sie wählen sollten

Der Wahl-O-Mat ist seit Montagabend inaktiv

Die Liste der Parteien, die Ihnen bei der Europawahl am 26. Mai zur Wahl stehen, ist lang. Sehr lang. Über 40 Parteien stehen auf dem Wahlzettel. Wie schafft man es da, diejenige zu finden, die die eigenen Interessen am besten vertritt? Mit dem Wahl-O-Mat, der von der Bundeszentrale für politische Bildung initiiert wird, kann man zumindest eine Richtung, in die die eigene Wahl gehen könnte, bestimmen. Tausende Deutsche nutzten das Online-Tool bereits in der Vergangenheit, auch für die Europawahl 2019, seit gestern Abend (20. Mai) ist das nun nicht mehr möglich. Das Verwaltungsgericht in Köln hat durchgesetzt, dass der Wahl-O-Mat abgeschaltet wird. 

Wahl-O-Mat liefere kein objektives Ergebnis

Der Wahl-O-Mat benachteilige kleine, weniger bekannte Parteien, so der Vorwurf. Geklagt hatte die kleine Partei "Volt". Mit Erfolg. Beim Wahl-O-Mat sind 38 Thesen zu verschiedenen Themen der Europapolitik aufgeführt, die von den 41 zugelassenen Parteien und politischen Vereinigungen beantwortet wurden. Die eigenen Antworten werden mit bis zu acht Parteien verglichen, die man selbst auswählen kann. Hier liegt die Krux. Denn durch den Anzeigemechanismus würden die großen Partien bevorzugt, kleine würden in den Hintergrund gerückt werden. Es herrsche keine Chancengleichheit, das Ergebnis sei nicht objektiv und somit nicht rechtens, entschied das Verwaltungsgericht Köln nun am gestrigen Montagabend. Seit dem frühen Abend ist die Umfrage nicht mehr zu erreichen.

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Was wähle ich nun? Wahl-O-Mat-Alternative VoteSwiper

Für viele noch unentschlossene Wähler ist die Abschaltung des Wahl-O-Mat ein Desaster, immerhin lässt sich ohne das Tool nur schwer herausfinden, welche Partei am besten zu einem passt. Parteiprogramme sind meist ellenlang und schwer verständlich. Da griffen viele auf den Wahl-O-Mat zurück. Es gibt allerdings eine Alternative zu dem bekannten Tool. Seit 2019 kann man mit dem VoteSwiper, einem ebenfalls kostenlosen Online-Tool, herausfinden, was man wählen soll. Man beantwortet dafür 35 Fragen mit Ja oder Nein, wischt dafür die entsprechenden Thesen nach rechts oder links. Die teilnehmenden Parteien haben die Fragen ebenfalls beantwortet, teilweise gibt es dazu sogar Begründungen. Am Ende wird dem Nutzer angezeigt, wie viel Prozent Übereinstimmung er mit welchen Parteien hat. Ein Vorteil gegenüber dem Wahl-O-Mat: Im VoteSwiper werden nahezu alle teilnehmenden Parteien in der Auswertung dargestellt. Hier herrscht Chancengleichheit für etablierte sowie kleinere Parteien, findet auch Professor Uwe Wagschal von der Uni Freiburg, Erfinder des VoteSwiper.

Verwendete Quelle: t-online.de, heise.de

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