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5000 Kilometer über den Atlantik Geisterschiff taucht plötzlich an irischer Küste auf

Verlassenes Frachtschiff "MV Alta" nahe Ballycotton
Verlassenes Frachtschiff "MV Alta" nahe Ballycotton
© Irish Coast Guard
Zwei Jahre schipperte das Frachtschiff "MV Alta" über den Atlantik. Jetzt ist das Geisterschiff plötzlich an der irischen Küste aufgetaucht.

Das Frachtschiff "MV Alta" hat eine lange Reise hinter sich: Schon im September 2018 wurde die Besatzung von dem manövrierunfähigem Schiff gerettet, seitdem ist es mehr als 5000 Kilometer ungesichert über den Atlantik getrieben, wie die irische Küstenwache bekannt gibt. 

Geisterschiff in Irland gestrandet

Nun ist das Schiff in Ballycotton im Süden Irlands gestrandet. Die "MV Alta" wurde am Sonntagmittag (16. Februar) von einem Jogger gesichtet. Das berichtet unter anderem die Zeitung "The Irish Examiner". Ein Sprecher der irischen Küstenwache vermutet, dass das 77 Meter lange Schiff von Sturmtief "Dennis" an die Küste getrieben wurde, das Unwetter wütete am Wochenende über die Britischen Inseln. Nach Prüfung der Küstenwache konnte sichergestellt werden, dass sich niemand mehr an Board befand und das kaputte Wrack der Umwelt bislang noch keinen Schaden zugefügt hat.

"So was habe ich noch nie gesehen"

Das Wrack befindet sich aktuell auf den Felsen von Ballycotton, wie es allerdings mit dem kaputten Schiff weitergehen soll, ist bislang noch unklar. Der Leiter der Seenotrettungsorganisation "RNLI" in Ballycotton, John Tattan, wunderte sich gegenüber "The Irish Examiner", dass kein Fischkutter das Geisterschiff gesehen habe, bevor es auf die Felsen schlug. "Es ist den ganzen Weg hochgekommen von der afrikanischen Küste, westlich der spanischen Küste, westlich der englischen Küste lang bis zur irischen Küste. So was habe ich noch nie gesehen", so Tattan.

Verwendete Quellen:  "The Irish Examiner", Twitter

Gala

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