Dramatische Verwechslung: Nach Busunglück auf Madeira: Männer bangen tagelang um falsche Frau

Bei einem Busunglück auf Madeira kamen Mitte April 29 Menschen ums Leben. Wie jetzt herauskam, bangten zwei Männer tagelang um die falsche Frau, die nicht wie angenommen ihre Stiefmutter war. Die war nämlich gestorben

Trauernde legen Blumen an der Unglücksstelle auf Madeira nieder

Es ist ein Drama ungeahnten Ausmaßes. Zwei Männer aus dem schleswig-holsteinischen Neumünster verbrachten fünf Tage lang am Krankenbett einer falschen Frau. Die beiden hielten die Patientin für ihre Stiefmutter, doch die war unter den 29 Menschen, die beim Busunglück auf Madeira ums Leben gekommen waren. Erst am Freitag (26. April) konnte die tragische Verwechslung aufgeklärt werden.

29 Menschen sterben auf Madeira

Was zu dem tragischen Busunglück geführt hat, müssen Polizei und zuständige Behörden noch aufklären. Ein Defekt am Gaspedal oder an den Bremsen könnte die Unfallursache gewesen sein. Fakt ist, dass bei dem Unfall 29 Menschen ihr Leben ließen. Als wäre das nicht dramatisch genug, mussten jetzt zwei Männer einen weiteren Schock erleiden. Wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" und der "Holsteinische Courier" berichten, war es bei der Rückholung verletzter Opfer zu einer Verwechslung gekommen. Die beiden Männer wurden darüber informiert, dass ihre 67-jähirge Stiefmutter schwer verletzt in einem Krankenhaus in Köln behandelt wird. Die war aber bei dem Unglück verstorben, ebenso wie der 80-jährige Vater der Männer. 

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Männer bangen um falsche Frau

Fünf Tage lang verbrachten die Männer aus Neumünster nun am Krankenbett ihrer vermeintlichen Stiefmutter, bangten und beteten um ihr Leben. Am Freitag (26. April) konnte die Verwechslung dann per Zahnabgleich aufgeklärt werden. Die Frau, an deren Bett sie wachten, stammte demzufolge aus Hannover, nicht aus Neumünster. Das Unfallopfer war in ein künstliches Koma versetzt worden, weswegen sie die Verwechslung nicht direkt aufklären konnte. Zudem ähnelte sie von der Statur her der Stiefmutter und ihr Gesicht war wegen der Verletzungen so entstellt, dass die Männer sie nicht erkannten, so berichten die "Neue Osnabrücker Zeitung" und der "Holsteinische Courier".

Jetzt müssen die Männer nicht nur den Tod ihres Vaters, sondern auch der Stiefmutter verkraften. 

Verwendete Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung, Holsteinischer Courier, rp online

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