Mutter warnt: Ihre Tochter starb, weil sie die Pille nahm

Die 20-jährige Abbey starb an den Folgen einer Lungenembolie - ausgelöst durch die Pille. Darum hat es niemand erkannt

Antibabypille / Symbolbild.

Die Antibabypille ist in Deutschland nach wie vor das Verhütungsmittel Nummer Eins. Doch immer mehr Frauen entscheiden sich nun für hormonfreie Verhütungsmethoden. Das hätte sich wohl auch Amanda Parkens für ihre Tochter gewünscht. Denn sie starb, weil sie jahrelang die Pille genommen hatte.

Risiken der Antibabypille

Der Vorfall liegt zwar schon ein Jahr zurück, doch Mutter Amanda spricht erneut über ihr schlimmes Schicksal, um andere junge Frauen vor den Risiken zu warnen. Ihre Tochter Abbey starb mit 20 Jahren an den Folgen einer Lungenembolie, die durch die Antibabypille ausgelöst wurde. Vor ihrem Tod hatte die junge Frau ständig über Schmerzen in der rechten Brust, Benommenheit und Atemprobleme geklagt, berichtete "Daily Mail".

"I knew then that my little girl was gone. It was absolutely heartbreaking."

Gepostet von The Sun am Mittwoch, 14. Februar 2018

  Daraufhin ging sie ins Krankenhaus, doch dort diagnostizierten die Ärzte fälschlicherweise eine Muskelzerrung und schickten Abbey wieder nach Hause. Am nächsten Tag suchte sie ihren Hausarzt auf, der bei ihr eine Infektion feststellte. "Zu diesem Zeitpunkt schien es nicht, als müssten wir uns eine Menge Sorgen machen", sagte Amanda Parkens der englischen Zeitung.

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Einnahme seit 6 Jahren

Doch auf einmal schienen Abbeys Symptome lebensbedrohlich zu werden: Sie wurde bewusstlos, brach zusammen und starb. Bei der Obduktion stellten die Ärzte fest, dass sie an einem Herzstillstand starb - ausgelöst durch eine Lungenembolie. Denn die hatte zu akutem Sauerstoffmangel geführt.

Seitdem sie 14 Jahre alt war nahm Abbey die Antibabypille - und alles war immer in bester Ordnung. Ihr Arzt hatte ihr damals "Logynon" verschrieben, weil sie unter Stimmungsschwankungen litt. Doch als bei der Obduktion ebenfalls festgestellt wurde, dass die junge Frau an der seltenen Krankheit "Faktor-V-Leiden" gelitten hatte. Das ist eine Mutation, die erblich bedingt das Risiko für eine Thrombose erhöht. Deutlich höher wird das Risiko aber, wenn die Betroffenen zusätzlich Medikamente einnehmen, die den Östrogenspiegel ansteigen lassen. Und dazu gehört die Antibabypille.

Mutter will darauf aufmerksam machen

Aus diesem Grund will Abbeys Mutter vor den teilweise unbekannten Risiken des Medikaments warnen: "Sie hatte es nicht verdient auf diese Weise zu sterben, aber hoffentlich können wir verhindern, dass das anderen passiert, indem wir darauf aufmerksam machen." Sie werde den Tag nie vergessen, an dem ihre Tochter gestorben ist. Er werde sie immer begleiten.

Pille absetzen?

Wer ohnehin schon mit dem Gedanken gespielt hat, die Pille abzusetzen und stattdessen auf hormonfreie Alternativen zu greifen, der hat verschiedene Möglichkeiten. Kondome sind das zweithäufigste Verhütungsmittel und direkt danach kommt die Spirale. Die Kupferspirale kommt ohne Hormone aus und ist damit eine langfristige Option zur Verhütung. Die Kosten dafür liegen bei etwa 200 Euro. Außerdem gibt es noch viele andere Möglichkeiten, ohne zusätzliche Hormone zu verhüten. 

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